Der Mumienhund

08. Februar 2018 19:32; Akt: 08.02.2018 19:32 Print

Keine Angst, Stuckie beisst nicht mehr

Baummuseum tönt nicht besonders spannend. Dennoch sorgt eins derzeit für Aufsehen. Der Grund dafür ist ein seit 60 Jahren festsitzender Hund.

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Der Schrecken muss für die Holzfäller der Kraft Corporation riesig gewesen sein. Als sie im Jahr 1980 gerade dabei waren, die zerlegten Teile eines hohlen Kastanien-Eichen-Stamms auf einen Wagen zu hieven, entdeckten sie in einem Abschnitt Schauerliches: einen Jagdhund in Angriffshaltung, mit weit aufgerissenem Maul und gefletschten Zähnen.

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Doch schon bald zeigte sich: Von dem Tier ging keine Gefahr mehr aus, es war zu dem Zeitpunkt längst mumifiziert. Laut Experten bereits 20 Jahre. Weil der Hund in dem Stamm regelrecht feststeckte – sein Todesurteil –, tauften sie ihn auf den Namen Stuckie (vom Englischen «stuck» für feststecken).

Heute ist der mumifizierte Stuckie die grosse Attraktion im Baummuseum von Waycross im US-Bundesstaat Georgia.

Dem eigenen Jagdtrieb zum Opfer gefallen

In die missliche Lage war der Hund wohl geraten, als er seiner Natur folgte und einem kleinen Tier nachjagte, vermutlich einem Waschbären, wie Museumsleiterin Bertha Sue Dixon zu «Newsweek» sagte.

Bei dem Versuch, das Tier zu fangen, sei Stuckie wohl durch eine bodennahe Öffnung in den Baumstamm gelangt und nach etwa acht Metern im Stamm stecken geblieben und verendet.

Glückliche Zufälle

Dass die Tiermumie auch nach so vielen Jahrzehnten im Stamm noch gut erhalten ist, dürfte laut Dixon mehreren Aspekten zu verdanken sein.

Sie und ihre Kollegen vermuten, dass Tannin eine Rolle gespielt hat. Der pflanzliche Gerbstoff könnte als natürliches Trockenmittel fungiert und dem Kadaver die Feuchtigkeit entzogen haben.

Zudem sei davon auszugehen, dass es im Innern des Stamms einen Kamineffekt gab, der die Luft im Hohlraum – und auch den Verwesungsgeruch – nach oben hat strömen lassen. So habe es nichts gegeben, was Aasfresser anlocken konnte.


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leber tran am 08.02.2018 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    toller name

    Stuckie ... könnte man als namensvorschlag nehmen für Kylie Jenners nächstes Kind ... Stormi und Stuckie

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  • Kathrin b. am 08.02.2018 21:34 Report Diesen Beitrag melden

    Der hund tut mir leid

    Das arme tier, wie schrecklich musste es sein so zu sterben...

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  • tierarzt... am 08.02.2018 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fletschen ?!

    mit gefletschten zähnen... kunststück... es fehlt ja das ganze fleisch...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Miley am 11.02.2018 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Besitzer?

    Hat denn niemand den Hund vermisst um nach ihm zu suchen?

  • Forscher am 11.02.2018 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Sehr gut erhaltenet Tyrannosaurus sehr gut!

  • Rammirocker am 10.02.2018 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    nur der Gedanke....

    daran, dass ein Tier in der Falle sitzt, sich nicht mehr wehren kann und dann am Ende qualvoll erstickt, verhungert oder verdurstet, stehen mir die Nackenhaare zu Berge!!! Auch wenn es auf diesem Bild so aussieht, als käme der Hund aus einer Zombie-Apokalypse, tut mir das Tier leid!!!

  • Thomas am 10.02.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Treib und Baujagt verbieten

    Das sollte vor allem bei uns verboten werden Hunde in Bauten zu jagen und die Tier welche flüchten abzuknallen. Dann noch stolz auf eine solch feige Tat sein. Auch Treibjagt solllte verboten werden, die Tiere habe keine Chance.

  • Künstler am 09.02.2018 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausdruck

    Darstellungen wie diese bewegen die Vorstellungskraft. Ein Kunstwerk...schade für den Hund, that's life.