Nasa-Schnappschuss

06. Januar 2018 10:47; Akt: 06.01.2018 10:47 Print

So weit ist der Mond wirklich von der Erde weg

Seit 2016 ist die Raumsonde Osiris-Rex unterwegs, um neue Erkenntnisse zum Ursprung des Lebens zu liefern. Nun sorgt sie für ein erstes Highlight.

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390'000 Kilometer liegen zwischen der Erde und dem Mond. Die Entfernung entspricht der Distanz, die man zurücklegt, wenn man die Erde am Äquator entlang knapp zehnmal umrunden würde.

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Damit ist der Abstand zwischen den Himmelskörpern so gross, dass man sie eigentlich nicht auf einem Foto festhalten kann. Doch Experten der US-Weltraumbehörde Nasa ist genau das jetzt mithilfe der Raumsonde Osiris-Rex gelungen.

Erstes Mitbringsel vom Mammut-Trip

Die Sonde ist seit September 2016 unterwegs zum Asteroiden Bennu (Video 1), dessen Oberfläche sie kartieren soll. Weiter soll sie Bodenproben aufnehmen (Video 2). Die Nasa-Fachleute rechnen damit, dass Osiris-Rex im September 2018 ihr Ziel erreicht.

Doch schon jetzt sorgte sie für ein erstes Highlight: Sie hat den Mond und die Erde auf einer Fotografie zusammen festgehalten (siehe Bildstrecke).

Aus drei Bildern mach eins

Als sich die Raumsonde am 2. Oktober letzten Jahres 5'120'000 Kilometer von der Erde und 5'420'000 Kilometer vom Mond entfernt befand, machte sie mehrere Aufnahmen, jeweils mit unterschiedlichen Lichtlängenwellen. Drei davon wurden anschliessend übereinandergelegt und farblich korrigiert.

Die Methode, der sich die Nasa dabei bediente, ist vergleichbar mit der, die dem sogenannten High Dynamic Range Imaging, besser bekannt als HDR-Fotografie, ähnelt. Dabei werden durchschnittlich fünf Einzelaufnahmen des gleichen Motivs mit unterschiedlicher Helligkeit zu einem Foto zusammengeführt. Dadurch werden Bilder kontrastreicher, und mehr Details werden sichtbar.


So jagt Osiris-Rex den Asteroiden Bennu und nutzt dazu die Schwerkraft der Erde für eine Kurskorrektur. (Video: NASA's Scientific Visualization Studio)


Was Osiris-Rex auf dem Asteroiden anstellen soll. (Video: NASA/Goddard Space Flight Center)

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • deuxjardins am 06.01.2018 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    All unsere Probleme, all unsere Kriege, all unser Glück sind auf diesem kleinen blauen Punkt. Wir unwichtig wir doch sind.

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  • Black am 06.01.2018 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung ?

    Ach, wäre Alltourismus genial. Dann würden viele Gläubige, zu Wissenden. Das unsere Kugel tatsächlich nicht flach ist. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt aber das ganz sicher. :-)

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  • Hirnflatulenz am 06.01.2018 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Die Erde ist eine Scheibe!

    Habs ausgedruckt und ausgeschnitten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 07.01.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Aber der schönste in der galaxy (erde)

    Das Universum = die schule.. Die planeten = die klassen.. Die Erde =.. Kindergarten!

  • Christian Oser am 07.01.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Gott gehört das ganze Universum

    Gott ist im ganzen Weltall präsent; er kümmert sich nicht nur um die Erde alleine, sondern gleich um alle Planeten des Sonnensystems, Monde, die Fixsterne wie die Sonne oder die Plejaden, Galaxien, Nebel etc.

    • Skywalker99 am 07.01.2018 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Christian Oser

      kein Wunder hat er so wenig Zeit um sich um die Menschheit zu kümmern.

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  • Marco Polo am 07.01.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Planet voller leichtgläubiger

    So unwichtig klein ist diese Kugel. Und es gibt tatsächlich immer noch Milliarden von Menschen, die glauben da ist ein Gott, Allah, Jehova oder so, der sich genau um diesen Punkt im riesigen Weltall kümmert, ja sich sogar um einzelne Gebete von Menschen kümmern kann und kontrolliert, ob wir genügend gebetet haben...

    • Gotama am 07.01.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Ich, ich, ich

      @Marco Polo: Ja, ich pflichte Ihnen bei. Es liegt daran, dass man denkt, man hätte nach dem Tod noch etwas zu gut, sprich Paradies. Und das will man ja sich nicht nehmen lassen. Bei "Liebe deinen Nächsten wie dich selber" sind dann ganz viele plötzlich nicht mehr religiös (Schweizersyndrom). Ganz nebenbei: Mir ist schleierhaft, wie ein Gott einen Menschen, der sein ganzes Leben lang den Planeten verwüstet hat, noch belohnen sollte ...

    • W.Spahni sen. am 07.01.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Gotama: Wir werden nicht FÜR unsere

      Sünden 'bestraft' oder 'belohnt' und auch nicht durch 'Gott'. Wir werden VON unseren Sünden bestraft! Und das nicht erst im 'Jenseits'. Denk mal darüber nach!

    • Gotama am 07.01.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

      Jaja, die Esoteriker ...

      @W.Spahni sen: Habe darüber nachgedacht und muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie sich in jedem Punkt irren. Wie soll eine Sünde strafen? Geht gar nicht, die Sünde ist die Fehlhandlung und hat nichts mit Strafe zu tun. Evtl. könnte das schlechte Gewissen nach einer Sünde ein bisschen strafen. Aber was ist dann mit den gewissenlosen Menschen, die kämen immer fein raus, ungestraft sozusagen. Welches Jenseits? Auch das gibts nicht.

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  • Erstaunter am 07.01.2018 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr kleiner Mond?

    Ich dachte der Mond sei in Wirklichkeit viel grösser. 1/4 der Erde hab ich mal gelernt. Der schaut aber viel kleiner aus auf dem Bild im Verhältnis zur Erde.

    • Skywalker99 am 07.01.2018 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Erstaunter

      stimmt schon etwa, das mit 1/4. Die scheinbare Abweichung lässt sich einfach erklären-der Mond steht im Bild "weiter hinten" und ist damit deutlich weiter weg von der Sonde als die Erde. Darum erscheint der Abstand zwischen Erde und Mond auch so klein auf dem Photo. Die durschnittliche Distanz ist ca. 32 Erddurchmesser, hier ist es grob geschätzt die Hälfte.

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  • tinu am 07.01.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Erdenbewohner sollten

    ...mal vom Weltall aus unseren Planeten betrachten. Vielleicht würde das den religiösen Fanatismus, welcher mittlerweile auf dem ganzen Planeten expandiert hat, in die Ecke drängen. Falls nicht könnten wir ja einige irgendwo da draussen aussetzen.