Globale Erwärmung

30. Oktober 2017 11:32; Akt: 31.10.2017 08:32 Print

CO2-Werte klettern auf neues Hoch

2016 nahm die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre um 2,5 Prozent zu. Das hat mindestens zum Teil mit dem Wetterphänomen El Niño zu tun.

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Er und seine Artgenossen leiden unter dem Anstieg der Temperaturen: Ein Eisbär vor einem Fischerdorf in Alaska. (11. September 2017) (Bild: Keystone/Jim Lo Scalzo)

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Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre hat 2016 ein Rekordhoch erreicht. Der Anstieg geht auf das Wetterphänomen El Niño und die Emissionen zurück, die sich allerdings stabilisierten, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Montag mitteilte.

Die Konzentration lag im Durchschnitt bei 403,3 Teilchen pro Million Teilchen (ppm), was einem Anstieg von mehr als drei Einheiten gegenüber dem Vorjahr entspricht. El Niño reduzierte die Kapazität von Wäldern oder Ozeanen, CO2 zu absorbieren.

Es drohen ökologische und ökonomische Veränderungen

Nach Angaben der WMO liegt die Konzentration über 50 Prozent über jener während der vorindustriellen Zeit. Diese Situation könnte zu «wichtigen ökologischen und ökonomischen Veränderungen» führen. 2016 nahm die CO2-Konzentration um 2,5 Prozent zu.

«Ohne rasche Einschnitte bei den CO2-Emissionen und bei anderen Treibhausgasen» wird der Temperaturanstieg bis ins Jahr 2100 «viel höher» sein als die im Pariser Klimaabkommen vorhergesagten 1,5 oder 2 Grad, erklärte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. CO2 bleibt während Hunderten von Jahren in der Atmosphäre und noch länger in den Ozeanen.

250 Prozent mehr als in vorindustrieller Zeit

Dass die Emissionen eine wichtige Rolle spielen, bestätigte auch Erik Solheim, Chef des UNO-Umweltprogramms (UNEP). Seine Organisation veröffentlicht am Dienstag in Genf einen Bericht über unterschiedliche Engagements in diesem Bereich.

Methan, das zweitwichtigste Treibhausgas, erreichte mit 1853 Teilchen pro Million ebenfalls eine rekordhohe Konzentration in der Atmosphäre. Diese lag 250 Prozent über dem Niveau aus der vorindustriellen Periode. Die Konzentration von Stickstoff wurde 2016 mit 328,9 ppm gemessen. Auch dieser Wert lagt laut dem WMO-Bericht 120 Prozent höher als vor der industriellen Periode.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Obelix am 30.10.2017 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    die Menschenmasse ist das Problem

    Umso mehr Menschen existieren umso mehr Dreck, Abfall, Umweltverpestung, Naturverschandelung, Tierausrottung....entsteht. Das Problem sind nicht die Autos, Flugis, Schiffe als solches. Sondern einzig und alleine die drastisch zunehmende Menschenmasse, aber davon will ja keiner was wissen!

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  • Soldat am 30.10.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CH Militär

    Bin gerade im WK, hier laufen 12 Panzer und etwa 4 PWs ca 5 Stunden am Tag im Leerlauf, ohne dass es jemanden interessiert. Auch die Schweiz kann hier noch weit besser werden

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  • huschmie am 30.10.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Man rechne

    Die Erdbevölkerung wächst unaufhaltsam. Jeder will immer etwas mehr. Wen wunderts?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Naturversteher am 31.10.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    O2 > CO2 > O2

    Menschen produzieren CO2 und holzen noch die Wälder ab die das CO2 wieder in O2 verwandeln sollen ergo der Mensch bringt sich langsam aber sicher selber um.

  • SUVrov am 31.10.2017 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört einfach nicht hin!

    Es gibt sie nicht, die Klimaerwärmung! Basta. Hört auf mit den Angriffsversuchen auf unser Gewissen! Wir können es nicht mehr hören. Wir alle kaufen uns jetzt noch schönere, schwerere und vor allem viel leistungsstärkere Autos. Und geben damit VOLLGAS wann und wo immer es UNS gefällt! Weshalb? Na weil WIR können, so einfach ist das!

  • J Soares am 31.10.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klima Änderung

    Dinosaurier sind auch gestorben und die Welt lebt noch. Alles ist nur ein Show das Du und Familie muss sehr viel Steuer zahlen. Alles geht's um Geld.

  • Klaus am 31.10.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda

    Noch höher als die co2 Werte steigen die Propaganda Nachrichten dazu. Jede Woche werden neue Hiobsbotschaften dazu verbreitet obwohl der Einfluss dieses völlig natürlich vorkommenden Gases, welches nur ein Spurengas ist, keine Relevanz hat für unser Klima. Kein Wissenschaftler hat bisher den Beweis dafür geliefert dass dem nicht so sei, alles basiert auf Vermutungen und Behauptungen. Eine Wissenschaft des Glaubens sozusagen, unseriöser geht's gar nicht, hört endlich mit dieser co2 Propaganda auf.

  • Ezze am 31.10.2017 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Erschreckend, mit wieviel Halbwissen und unsachlichen Aussagen "diskutiert" wird.