Arzt

30. August 2017 10:20; Akt: 30.08.2017 10:20 Print

Trotz strengem Alltag ist Arzt ein Traumberuf

Eliane A.* und Lucca L.* erzählen uns, wie viel Ausdauer es braucht, bis man als Arzt tätig sein darf.

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Vielfältiges Tätigkeitsfeld: Ärzte sind längst nicht nur immer beim Patienten, sondern müssen auch eine Menge Administratives erledigen. (Bild: Fotolia)

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Sie, inzwischen 30, ist eine zierliche Frau und grundsätzlich glücklich in ihrem Beruf, «weil die Patienten am Schluss immer Danke sagen, obwohl sie manchmal Schmerzen erleiden oder unangenehme Untersuchungen respektive Therapien ertragen müssen». Eliane weiss auch, dass ihr der Job eine gewisse Sicherheit bietet, ja gar ganz viele Horizonte öffnet, weil man als Ärztin auf der ganzen Welt – in einem Resort auf den Malediven genauso wie als Besatzungsmitglied auf einer Antarktis-Expedition – einen Arbeitsplatz finden würde.

Für Lucca (26) war das Thema Medizin zu Hause schon immer ein Thema. Der Vater Chirurg, die Mutter Hebamme – da könne man wohl fast nicht anders, schmunzelt der Medizinstudent, welcher dereinst als Kardiologe wirken möchte. Der Weg dorthin ist lang und beschwerlich: Nach bestandener Matura geht es ins Studium, das sechs Jahre dauert. Und wenn man sich dann als Assistenzarzt am Ziel seiner (ersten) Träume wähnt, wartet ein Lohn, der in anderen Branchen höher sei, sagt Lucca. Er findet, dass die Bezahlung von üblicherweise etwas mehr als 6’000 Franken sehr wohl gerechtfertigt sei.

Und in welchen Momenten wünscht man sich, besser nie Medizinerin geworden zu sein? Eliane wirft in die Runde, dass Patienten oft vergessen würden, dass man zwölf Stunden ohne Pause arbeite. Sie glaubt auch, dass immer mehr Menschen keinen gesunden Menschenverstand mehr walten lassen würden. «Manchmal gibt es Leute, die mitten in der Nacht auf den Notfall rennen, wenn sie einmal niesen müssen.»

Lucca kennt dieses Phänomen (noch) nicht, weiss jedoch als Praktikant schon jetzt, dass die Bürokratie immer mehr Zeit in Anspruch nimmt und es keine Seltenheit mehr ist, dass Juristen und Ökonomen zunehmend die Arbeitsweise der Ärztinnen und Ärzte bestimmen.

*Namen der Redaktion bekannt

(ga)

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