Ferien in Brasilien

07. März 2018 15:33; Akt: 07.03.2018 17:33 Print

Schweizer erkrankt an Gelbfieber und stirbt

Seit letztem Sommer haben Erkrankungen an Gelbfieber in Brasilien drastisch zugenommen. Das Bundesamt für Gesundheit warnt Reisende.

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Die ägyptische Tigermücke überträgt unter anderem das Gelbfiebervirus. (Bild: Keystone/Felipe Dana)

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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt Reisende vor dem in Brasilien grassierenden Gelbfieber. Ein aus dem südamerikanischen Land zurückgekehrter Schweizer ist an der Krankheit gestorben.

Gelbfieber ist in Brasilien nichts Ungewöhnliches, vor allem in ländlichen Gebieten. Die aktuellen Zahlen sind indes auffallend hoch, wie das BAG auf seiner Homepage schreibt. Zwischen Juli 2017 und Ende Februar 2018 wurden 723 bestätigte Gelbfieberfälle bei Menschen gemeldet. 237 davon verliefen tödlich.

Virus ausgebreitet

Zudem ist auch die Zahl der bestätigten Erkrankungen bei ungeimpften ausländischen Touristen deutlich gestiegen. Betroffen sind laut BAG neben dem mittlerweile verstorben Schweizer je drei Personen aus Chile und Argentinien und eine aus Rumänien.

Das BAG vermutet den Grund für die starke Zunahme darin, dass sich das Gelbfiebervirus in neue Gebiete ausgebreitet hat, darunter in die Ballungsräume grosser Städte. Es empfiehlt deshalb die Gelbfieberimpfung ausdrücklich für die meisten Regionen des Landes.

Beschwerden klingen häufig ab

Gelbfieber ist eine akute, durch Stechmücken übertragene Viruskrankheit. Sie kommt in Südamerika und Afrika vor. Nach einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen treten zunächst allgemeine Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Danach klingen die Beschwerden in der Regel ab.

Bei rund 15 Prozent der Erkrankten tritt eine zweite Fieberperiode mit Blutungen, Erbrechen, Organschäden und Gelbsucht auf. Bei schweren Formen von Gelbfieber sterben 10 bis 50 Prozent der Patienten.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bjw_photography_ch am 07.03.2018 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Informieren bevor

    Wenn mich nicht alles täuscht gibts doch eine Impfung dagegen. Man sollte sich egal wohin man geht vorher über die Regeln, Gesetze, Sitten und auch die Natur informieren bevor man in die Ferien geht. Mein Beileid an die Familie und Bekannten

  • Michel Simmen am 07.03.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfuhr

    Es gibt viel zu viele Krankheiten die von der Tigermücke verbreitet wird. Wichtig ist aber, dass wir auch darauf achten, dass wir keine Tiere einschleppen in unser Land, weil sie sich in diesem Land noch schneller verbreiten können.

  • Laimigs am 07.03.2018 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unser Wohlstand ist unser Verderben

    Heute hat der Schweizer den Anspruch, jeden Winkel dieser Erde zu bereisen. Die Adria reicht heute nicht mehr. Mit diesem Verhalten machen wir nicht nur den Planeten kaputt, sondern er gibt uns auch allerlei Krankheiten mit auf den Weg.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susanne am 07.03.2018 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brasilien

    Am besten gar nicht in diese Länder reisen. Schon gar nicht ohne Impfung. Unverantwortlich.

  • bjw_photography_ch am 07.03.2018 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Informieren bevor

    Wenn mich nicht alles täuscht gibts doch eine Impfung dagegen. Man sollte sich egal wohin man geht vorher über die Regeln, Gesetze, Sitten und auch die Natur informieren bevor man in die Ferien geht. Mein Beileid an die Familie und Bekannten

  • Heidi am 07.03.2018 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tropenmediziner

    Früher ging man vor so einer Reise zum Tropenarzt und liess sich informieren. Das scheint heute nicht mehr in zu sein.

  • Expat am 07.03.2018 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Impfen mühsam, sollte viel einfach sein!

    Leider ist dann das Impfen kompliziert, ich war unterwegs und was für ein Husarenritt um im Ausland irgendwie an die Impfung zu kommen, in Ägypten wusste niemand was, in den Philippinen war's nur im Hafen von Manila, schlussendlich dann halt Hanoi in einem Spital bevor ich auf Zambia musste ... WHO verkompliziert das unnötig!!

  • Neumann am 07.03.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insektizide

    Versprühen von ein paar Tonnen Insektizid aus Flugzeugen mindert vielleicht das Problem!