ATP-Turnier

29. Oktober 2017 19:24; Akt: 29.10.2017 20:57 Print

Federer triumphiert zum achten Mal in Basel

Roger Federer setzt sich im Final der Swiss Indoors mit einem hart erkämpften Dreisatz-Sieg gegen Juan Martin del Potro durch.

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Die grosse Erlösung: Nach einem hochstehenden und hart umkämpften Finalsieg über den Argentinier Juan Martin del Potro bejubelt Roger Federer seinen achten Triumph in Basel. Ein hartes Stück Arbeit: Der «Turm von Tandil» machte dem Baselbieter vor allem mit seinen präzisen Aufschlägen und seiner wuchtigen Vorhand das Leben schwer. Satz der verpassten Chancen: Obwohl der Schweizer am Ende des ersten Durchgangs mehr Punkte auf dem Konto hat, lässt er sich diesen im Tiebreak vom Argentinier abluchsen. Kleiner Ausraster: Im Mittelabschnitt deutet nach einem Break zu Beginn wenig auf den Sieg des Baselbieters hin. Als der perfektionistisch veranlagte Tennis-Virtuose dann auch noch einen kinderleichten Volley neben die Linie setzt, schlägt dieser sein Racket zornig auf die Netzkante. Die St. Jakobshalle tobt: Mit viel Kampfgeist kehrt der siebenfache Champion den zweiten Durchgang zu seinen Gunsten. Die Fans in Basel sind hocherfreut und kommen in den Genuss eines dritten Satzes. Mit geballter Faust: Im Entscheidungssatz übernimmt der Lokalmatador das Zepter und ebnet mit einem Doppelbreak den Weg zum Sieg. Mehrere offene Rechnungen: Nach den bitteren Finalniederlagen vor Heimpublikum gegen den Argentinier in den Jahren 2012 und 2012 gelingt dem Baselbieter die Revanche gegen seinen guten Freund. Die Fedaissance hält an: Mit einem Kuss auf seine achte Trophäe und seinem 95. Titelgewinn auf der Tour setzt der 19-fache Grand-Slam-Champion seine unglaubliche Traumsaison fort.

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Roger Federer schreibt an den Swiss Indoors eine weitere Erfolgsstory. Dank dem 6:7 (5:7), 6:4, 6:3 gegen Juan Martin Del Potro gewinnt der gebürtige Basler seinen achten Titel am Heimturnier.Nach 2:31 Stunden war die Revanche für die beiden Final-Niederlagen 2012 und 2013 vollbracht. Als beim zweiten Matchball Federers der Return von Del Potro hinter die Grundlinie segelte, verwandelte sich die mit 9200 Zuschauern einmal mehr ausverkaufte St. Jakobshalle zum wiederholten Mal an diesem Nachmittag in ein Tollhaus.

Freudenschrei: Del Potros Return segelt hinter die Grundlinie und besiegelt den Final der Swiss Indoors zu Gunsten des Lokalmatadors. (Quelle: AP/Tamedia)

Mit seinem achten Titel an seinem Heimturnier, an dem er einst als Balljunge im Einsatz gestanden hatte, krönte Federer sein Traumjahr 2017, das ihm bislang sieben Titel bescherte, zwei davon an Grand-Slam-Turnieren.

Das Beste zum Schluss

Federer hatte einen harten Kampf angekündigt, bevor er kurz nach 15 Uhr unter tosendem Applaus die Halle betrat. Und der Schweizer sollte recht behalten. Er und sein Widersacher sparten sich das Beste für den Schluss des Turniers auf.Gut zwei Stunden lang boten sich Federer und sein argentinischer Herausforderer, mit dem er sich schon manches episches Duell geliefert hatte, ein Duell auf Biegen und Brechen auf höchstem Niveau.



Tennis vom allerfeinsten: Die beiden Akteure des Traumfinals von Basel zeigen mehrere sensationelle Ballwechsel. (Quelle: Twitter/@TennisTV)

Als Federer zu Beginn des drittes Satz auf ein kassiertes Break mit zwei Rebreaks in Folge reagierte, kippte das Momentum endgültig auf Seite des 36-Jährigen, der bereits seinen 13. Final in Basel bestritt. Während Del Potro nach den Strapazen der letzten Wochen - er bestritt das vierte Turnier innerhalb eines Monats - sein Niveau nicht mehr ganz halten konnte, spielte Federer mit der Führung im Rücken ohne Makel.

Das Leiden im ersten Satz

Zuvor hatte er allerdings immer wieder zu leiden, wie auch das Publikum, das seinen Liebling frenetisch unterstützte. Im ersten Satz lag Federer zweimal mit einem Break in Führung, ehe er jeweils umgehend das Rebreak kassierte. Und im Tiebreak behielt Del Potro das bessere Ende für sich, nachdem der Schweizer einen 3:0-Vorsprung verspielt und im ganzen Satz insgesamt mehr Punkte gewonnen hatte.

Im zweiten Durchgang hatte er zwei knifflige Momente zu überstehen, nachdem er einen frühen Vorteil mit einem einfachen Rückhand-Volley vergeben hatte.

Mitte des zweiten Durchgangs sah man nicht viele jubelnde Gesichter in der St. Jakobshalle – vor allem Federer zeigte sich phasenweise mit zorniger Miene. (Quelle: Twitter)

Geglückte Revanche

Doch die Geschichte der Finals von 2012 und 2013, als Del Potro Federer im dritten Satz jeweils niedergerungen hatte, wiederholte sich nicht. Mit seinem 95. Titel überholte Federer Ivan Lendl, mittlerweile hat nur Jimmy Connors in der Open Era mit 109 Turnieren mehr Titel gewonnen als der Schweizer. Für Federer ist sein Heimturnier nach Halle (9 Titel) das zweiterfolgreichste Turnier seiner Karriere, in Wimbledon gewann er ebenfalls acht Mal.



Freude herrscht: Zum achten Mal stemmt der Baselbieter den goldenen Pokal in die Höhe. (Quelle: Twitter/@TennisTV)


(nos/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mad am 29.10.2017 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Sportler des Jahres 2017 ohne Ende

    RF der beste Tennisspieler der Welt und einer der fairsten Sportler überhaupt

  • Björn Borg am 29.10.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    Warum sind eigentlich so viele Schweizer neidisch auf ihren eigenen landsgenossen?selber nichts erreicht im leben?

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  • Claudio46 am 29.10.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Fedi

    Super, endlich ein Match wo sich auch unser Roger anstrengen muss. Die anderen waren ja sozusagen kinderleicht! Etwas Spannung tut dem Tournier gut.

Die neusten Leser-Kommentare

  • roger am 30.10.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ramschtunier

    Dieses unterbesezte tunier in basel ist leicht zu gewinnen alles spieler um die nummer 30 bis 250 klassiert was ist da grossartig das ist wie championsliga gegen 1 liga

    • Frag Ender am 30.10.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @roger

      Die Major sind ja auch Ramschturniere. RF gewann im aktuellen Jahr zwei davon.

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  • Baseler am 30.10.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Sandwich und Getränke

    Die Tennisspieler bekommen vermutlich viel Geld bei den Swiss Indoors. Doch wie ist es mit den vielen Helfern und Helferinnen, die seit Jahren treu bei den Swiss Indoors ihren Einsatz leisten. Viele bekommen vermutlich gratis ein Sandwich und Getränke.

    • Bepo am 30.10.2017 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Baseler

      ...und wenn auch, alle machen es freiwillig. Es gibt eben noch Leute, die auch ehrenamtlich arbeiten, für Dinge die ihnen gefallen. Und das ist auch schön so.

    • Berni am 30.10.2017 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Freiwillig

      Hoffentlich lesen auch die Tennisspieler ihren Kommentar. Vielleicht kommen sie dann auch freiwillig zum Turnier.

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  • W.T. am 30.10.2017 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Übrigens!!!

    Roger war bei den Swiss Indoors auch mal Balljunge! Nehme an, das wusstet ihr noch nicht. ;-D

  • Rotsch17 am 30.10.2017 00:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfach toll

    Bravo Roger Team & vor allem Mirka hat viel im Griff.....

  • Rulf Bartholäus am 29.10.2017 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    wirallesindfederer

    Mindestens einmal im Tag bin ich auch der Federer. Dann nämlich, wenn ich auf dem WC am rausfedern bin.