Frauen-Volleyball

11. Januar 2018 20:01; Akt: 11.01.2018 20:05 Print

Volero Zürich plant Abgang ins Ausland

Die Volero-Ära im Schweizer Volleyball ist Ende Saison wohl vorbei. Der Clubboss will sein Top-Team nach Frankreich auslagern.

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Ein Bild aus früheren Tagen: Voleros Spielerinnen freuen sich über den Schweizer Meistertitel. (26. April 2017) (Bild: Keystone/Thomas Delley)

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«Volero wird mit seinem Profiteam nächste Saison im Ausland spielen», verkündete Clubpräsient Steve Jacobi am Tag des ersten Heimspiels diese Saison in der Champions League (gegen Mulhouse) an einem Medientermin.

Jacobis Plan sieht vor, den südfranzösischen Club Le Cannet an der Côte d'Azur zu übernehmen und nur noch mit einer Jugend-Equipe in der Schweiz zu spielen. Noch ist der Deal nicht fix. Zu klären sind in den kommenden Wochen noch einige Details. Nebst Le Cannet steht Jacobi auch noch mit einem Verein in Deutschland in Verhandlungen.

Coup schon länger geplant

In «vier bis sechs Wochen» will Jacobi Gewissheit haben, wie er seine Pläne umsetzen kann. Offen ist zum Beispiel auch noch, ob Volero sein NLA-Team zurückzieht. Wahrscheinlich wird die in Zürich stationierte Jugend-Akademie aber nur noch in der NLB oder gar in der 1. Liga antreten.

Der Plan komme nicht von heute auf morgen, so Jacobi, sondern sei in den letzten Wochen und Monaten gereift. Die laufende Saison hat Jacobi bereits im Frühling als Übergangssaison deklariert. Statt auf absolute Topspielerinnen setzt Volero auf eher jüngere Talente. Auf nationaler Ebene riss diesen Herbst prompt die beeindruckende Serie von 185 Siegen in Folge.

Internationale Träume

Die nationalen Titel (12 Mal Meister in den letzten 13 Jahren) interessieren Jacobi aber schon lange nicht mehr. Der Gewinn des Schweizer Meistertitels dient dem gebürtigen Russen einzig als Voraussetzung, um an der Champions League teilnehmen zu dürfen.

Trotz der Millionen, die Jacobi aus dem eigenen Portemonnaie investierte, und trotz der Starspielerinnen, die in den letzten Jahren immer wieder in Zürich spielten, verpasste Volero den ganz grossen Coup auf internationaler Ebene. Sportlich kam Volero in der Champions League nie über die Viertelfinals hinaus.

Nun hofft Jacobi, dass sein Traum vom Sieg in der Königsklasse mit Le Cannet, dem französischen Cupsieger von 2015, oder in Deutschland in Erfüllung geht.

(fal/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stav Jacobi Duck am 11.01.2018 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Machts gut

    Aus meiner Sicht war es in den letzten 7-10 Jahren eh nie Voléro Zürich. Denn was hatte der Verein noch mit der Schweiz oder enger gesehen mit Zürich zu tun. Im Nachwuchs und weiter zu den jüngeren spielten die talentierten Volleyballerinnen aus dem Kt. Zürich bzw. restliche Schweiz. Für die erste Mannschaft für 99% der Einheimischen, NO CHANCE.

  • Volleyball am 12.01.2018 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volero

    sehr schade aber verständlich. Volero hat in der Schweizer Meisterschaft einfach keine Konkurrenz.

  • Res am 12.01.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach Lösung

    Der Verband muss die Anzahl der Ausländerinnen wie im Eishockey begrenzen. Schon sieht es anders aus, vorallem bei Volero.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf am 12.01.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    3 Schweizerinnen

    Ist ja sowieso nicht Schweiz. Das Team besteht aus 14 Damen. Davon sind 3 aus der Schweiz, 3 aus Serbien, 3 aus Russland, 2 aus Bulgarien und je eine aus Finnland, Schweden und Brasilien. Also könnt ruhig auswandern.

  • Res am 12.01.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach Lösung

    Der Verband muss die Anzahl der Ausländerinnen wie im Eishockey begrenzen. Schon sieht es anders aus, vorallem bei Volero.

    • ist es ja am 12.01.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

      ist es ja

      es ist begrenzt... zuerst Wissen aneignen und dann schreiben

    • NAnein NAnein am 12.01.2018 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      Fragwürdig

      Ich kenne diese Auslnderregel nicht. Aber wenn es nur drei Schweizerinnen im ganzen Kader sein müssen, ohne dass sie eventuell auch spielen. Dann ist es sehr fragwürdig.

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  • Nico am 12.01.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Volleyball

    absolut nachvollziehbar! Volleyball hat in der Schweiz leider keinen Stellenwert. Es gibt einfach zu wenig Spielerinnen die eine Profikarriere machen möchten. Das Problem liegt eben im Nachwuchsbereich! In der kleinen Schweiz haben wir soviele "Talent"-Schulen (jedes Kaff hat ja eine Volleyballschule) das kann ja nicht gut gehen. Wäre doch besser wenn alle talentieren Spielerinnen an EINEM Ort trainieren.

    • f meier am 16.01.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Profikarriere

      Ist es in der Schweiz überhaupt möglich, ein Profi-Team zu finanzieren? Ein paar hundert Zuschauer bringen nicht genug ein und locken auch keine Sponsoren und Werbepartner an.

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  • ENU am 12.01.2018 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wetten ...

    Lasst sie gehen wenn sie gehen wollen. Wetten sie kommen wieder zurück.

    • peter ball am 13.01.2018 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ENUgut gebrüllt Jakobi

      nein sie sollen dort bleiben, mit Geld kann man eben alles machen. das ch vb ist trotz volero nicht besser geworden. wir konnten ein paar coole championsleage spiele sehen und das wars auch schon, gut gebrüllt Jakobi...

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  • Al Mighty am 12.01.2018 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich?

    Was hat diese Mannschaft mit Zürich zu tun, ausser dass sie da die Heimspiele austrägt? Wenn ich den Kader lese, das klingt ja wie bei den Zürcher Fussballclubs.

    • smaily am 12.01.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz normal!

      sagen sie mir in welchem Team nur einheimische spielen??? sie werden es mir nicht sagen können weil es keins gibt!! verstehe ihr Kommentar nicht wirklich!!

    • TommyB am 12.01.2018 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      Lies nach

      @ smaily! Doch bei den Freiburgerinnen!

    • CH Fussballfan am 13.01.2018 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Al Mighty

      Ich sage jetzt nichts zur schweizer Nati (ja ich nenne sie als Schweizer so, weil ich mich nicht mit ihr identifizieren kann...)

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