Xherdan Shaqiri

09. November 2017 08:55; Akt: 09.11.2017 08:55 Print

«Sie versuchen, uns zu verwirren»

von E. Tedesco, Belfast - Der Schweizer Flügelspieler wäre am liebsten gar nicht in Nordirland – verspricht aber trotzdem, für den heissen Kampf bereit zu sein.

Nati-Trainer Vladimir Petkovic und die Spieler Xherdan Shaqiri und Yann Sommer an der letzten Medienkonferenz vor dem Barrage-Hinspiel in Belfast. (Video: Tamedia)
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Wie fast vor jedem Schweizer Länderspiel ruhen die meisten Hoffnungen im Offensivspiel auf Xherdan Shaqiri. Der 26-jährige Basler ist in Form, zuletzt hat er beim 2:2 seines Arbeitgebers Stoke gegen Leicester das 1:1 geschossen und das 2:2 durch Peter Crouch mit einem guten Eckball vorbereitet. In der Premier League ist «XS» ein sicherer Wert. Ganz im Gegensatz zum letzten WM-Qualifikationsspiel mit den Schweizern in Lissabon, als er bei der 0:2-Niederlage gegen Portugal unterging – obwohl er doch selbst den Anspruch hat, ein Führungsspieler zu sein.

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Schlägt die Schweiz Nordirland in der Barrage?

Im regnerischen Belfast hat Shaqiri vor dem Playoff-Hinspiel neuen Mut gefasst, an der Abschluss-Pressekonferenz überzeugt er mit kernigen Statements. «Es wird heiss», orakelt Shaqiri, «die nordirischen Fans werden uns auspfeifen und versuchen, uns zu verwirren. Aber wir wissen, was auf uns zukommt und werden bereit sein.»

Unnötiger Umweg

Am liebsten, da macht der Flügelflitzer keinen Hehl daraus, hätte es den Umweg via Nordirland nicht gebraucht. «Ich wäre lieber direkt nach Russland an die WM gefahren. Dass wir mit 27 Punkten aus neun Qualifikationsspielen trotzdem in die Barrage müssen, ist schon komisch. Aber so ist Fussball – und das müssen wir so hinnehmen», so der Schweizer Internationale weiter.

Die 180 Minuten gegen Nordirland, die aktuelle Nummer 23 in der Fifa-Weltrangliste, sei aber auch eine grosse Chance für die Schweiz: «Wir können nun zeigen, dass wir es verdient haben, an die WM zu gehen.» Shaqiri erwartet zwei hart umkämpfte Spiele. «Aber es geht schliesslich um die WM.»

Raum für Shaqiri im Matchplan

Das perfekte Drehbuch im Schweizer Spiel sieht vor, dass in der Startphase kein Tor kassiert wird. Drücken die Nordiren dann je länger, je heftiger auf das 1:0-Führungsgoal, gibt es Raum für Konter – Raum für Shaqiri, der prädestiniert ist auf den schnellen Gegenstoss.

Auf die Frage, ob er denn wisse, dass es ohne ihn im Offensivspiel der Nati nicht gehe, weicht Shaqiri lächelnd aus. «Ich bin überzeugt, dass ich ein Faktor sein kann. Ich brauche die Mannschaft, die Mannschaft braucht mich. Wir sind als Schweiz gut aufgetreten und positiv aufgefallen und letztlich wollen wir die Aufgabe in der Gruppe lösen.»

Tönt bescheiden – obwohl der kleine Mann in 66 Länderspielen doch bereits 20 Tore auf dem Konto hat. In den nächsten vier Tagen darf er die Bescheidenheit gern für einmal abstreifen und ein Faktor sein.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Albaner am 09.11.2017 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No Racism kennt ihr nicht

    Wie soll man bei solchen Komentaren stolz sein für diese Land zu spielen? Ihr seid echt heuchlerisch, diese Spieler können nunmal nichts dafür das die Schweizer es nicht bis nach oben schaffen beim Fussball. Ich danke ihnen für den Einsatz und freue mich auf den Match!

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  • Marco am 09.11.2017 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tore

    Herr Shaqiri machen sie lieber ihre Tore heute Abend.

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  • Tom Lauper am 09.11.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht auf 0:0 spielen

    Das ist aber kaum der Matchplan, hinzen hineinstehen, kein Tor kassieren und im besten Fall einen Konter fahren? Das hat ja schon gegen Portugal hervorragend geklappt... Ich will das die Nati auf Sieg spielt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Simon Klein-Gross am 10.11.2017 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Er hat Grösse

    ........obwohl der kleine Mann in 66 Länderspielen doch bereits 20 Tore auf dem Konto hat. / Warum müssen die Journalisten stets auf die Körpergrösse von Shaqiri Bezug nehmen??????

  • Spiritualist am 09.11.2017 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zuviel Träumen...spielen

    Die Schweizer Nationalmannschaft sollte etwas mutiger auftreten als gegen Portugal. Was haben wir denn schon zu verlieren? Eine grosse Fussballnation ist und war die Schweiz nur in den Träumen mancher Fans.

  • Spiritualist am 09.11.2017 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    To be or not to be?

    Herr Shaqiri, ich hoffe sehr, dass Sie Tor(e) schiessen... Lassen Sie sich nicht verwirren...

  • AlboSchweizer am 09.11.2017 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz ist das bessere Team.

    Schweiz gewinnt mit 1:0, knapp aber genug. Rückspiel ich denke 2:0 für die Schweiz.

  • ogi am 09.11.2017 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    starke mannschaft

    ok nehmen wir an, dass wir diese 2 spiele bestehen. frage: sind wir denn auch so stark wie Spanien, Deutschland, Croatien,Frankreich, Portugal,und wie sie alle heissen? wir gehen ja sowiso nach der ersten Runde wieder nach Hause.Bitte nich böse auf mich sein.Nur realitisch bleiben.

    • Lii am 09.11.2017 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Liii

      Mindestens so stark, so eine Mannschaft hatte die Schweiz noch nie.

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