Neuer YB-Trainer

17. Mai 2018 10:05; Akt: 17.05.2018 10:44 Print

Wird nun ein Deutscher der Nachfolger von Hütter?

von Fabian Ruch - Nach dem angekündigten Abgang von Adi Hütter dreht sich bei YB das Trainerkarussell.

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Adi Hütters Wechsel nach Deutschland ist keine Überraschung. Der YB-Trainer hat stets betont, dass es sein Ziel sei, in der Bundesliga arbeiten zu wollen. Er sagte im Herbst beispielsweise Werder Bremen ab, weil seine Arbeit in Bern noch nicht beendet war. Und weil er selbstbewusst genug war, auf bessere Angebote zu warten. Im kleinen Kreis sprach er von einem Top-8-Club, den er übernehmen möchte.

Nun ist der Zeitpunkt des Wechsels für Hütter perfekt. Er wurde in Österreich Meister und Pokalsieger mit Red Bull Salzburg. Er führte die Young Boys zur ersten Meisterschaft seit 1986 – und verlässt die Schweiz vielleicht ebenfalls als Doublesieger. Am 27. Mai im Cupfinal gegen den FCZ ist YB klar favorisiert. Was hätte Hütter noch mehr erreichen wollen? Natürlich wäre es reizvoll gewesen, YB erstmals in die Champions League zu führen – aber die Bundesliga ist in jeder Beziehung deutlich grösser, interessanter, wichtiger als die Super League.

Bloss ein Zwischenschritt?

Ein wenig überraschend mag vielleicht der neue Verein Hütters sein. Mit ein bisschen Geduld hätte er eventuell ein noch lukrativeres Angebot erhalten. Frankfurt hat zwar eine starke Saison absolviert, schwächelte aber zuletzt – und wurde Achter. Nun geht Eintracht-Coach Niko Kovac zu Bayern. Und hinterlässt eine grosse Lücke.

Ein Top-8-Vertreter ist die Eintracht jedoch nicht, bei schlechter platzierten Vereinen wie Wolfsburg und Gladbach sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten erheblich besser. Doch Frankfurt ist ein Traditionsclub und in der smart geplanten Karriere Hütters genau der richtige nächste Arbeitgeber. Es würde keineswegs ­erstaunen, sollte der 48-Jährige in einigen Jahren zu einem noch prominenteren Club wechseln.

Die schwierige Suche

Für die Young Boys ist der Verlust Hütters schwierig aufzufangen. Wahrscheinlich trifft es den Meister sogar härter als die zu erwartenden Abgänge talentierter Fussballer wie Kasim Nuhu und Kevin Mbabu, Roger Assalé und Leonardo Bertone. Hütter ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit Sportchef Christoph Spycher in einem jahrelang sehr unruhigen Betrieb ein bemerkenswertes Leistungsdenken zu etablieren. Sein Team agierte grösstenteils offensiv, attraktiv, erfolgreich. Auch Hütter hinterlässt eine grosse Lücke.


Es ist die schwierige Aufgabe Spychers, aus den Dutzenden von Interessenten einen geeigneten Nachfolger Hütters zu finden. Als Meister sind die Young Boys eine äusserst attraktive Adresse geworden, die Perspektiven sind dank finanziellem und sportlichem Höhenflug erfreulich. Und auf dem Markt sind bemerkenswert viele in den letzten Jahren erfolgreiche Schweizer Trainer, denen man zutrauen würde, YB zu dirigieren.

Erwähnt seien Marcel Koller, Martin Schmidt, Urs Fischer, Murat Yakin, René Weiler und Fabio Celestini. Bei jedem dieser Kandidaten gibt es aber auch Vorbehalte. Der eine mag zu alt sein, der andere zu satt, der eine und andere passt nicht zu YB, der nächste soll kompliziert sein, der letzte spricht zu wenig gut Deutsch. Vielleicht verpflichtet YB auch erneut einen ausländischen Coach.

Wer hätte 2015 schon gedacht, dass sich Adi Hütter als Legende verabschieden wird? Es gibt in Deutschland und Österreich, Holland und Skandinavien prächtig ausgebildete Fussballlehrer. Spontan fällt einem Hannes Wolf ein. Der 37-Jährige leistete in Stuttgart fantastische Arbeit, führte den Club zurück in die Bundesliga, musste aber im Januar nach einer kleinen Ergebniskrise gehen – und wurde im März als «Trainer des Jahres 2017» in Deutschland ausgezeichnet. Wolf gilt als einer, der Talente formt und führt und über eine hohe Sozialkompetenz verfügt. Genau solche Qualitäten sind unter Christoph Spycher gefragt. Er muss nicht den besten Trainer engagieren – sondern jenen, der am besten zu YB passt.

Adi Hütter, der YB-Meistertrainer

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sumawuki am 17.05.2018 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht Yakin

    Marcel Koller, alles andere ist Beilage.

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  • Roque am 17.05.2018 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es chunnt scho guet

    Ich möchte keinen von den ewigen Kandidaten, die immer sofort genannt werden, wenn was frei wird. Nicht Koller, schon gar nicht Yakin oder Fischer. Spycher wird den Richtigen finden, ich mach mir da keine Sorgen.

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  • Steff am 17.05.2018 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No Jaki

    Nur nicht Jaki!!! Der hinterlässt dann wieder ein Trümmerfeld wie bei jedem Verein!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Falap am 18.05.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das isch doch äh Gränni

    Hans-Peter Latour aus dem Ruhestand holen! :)

  • Susanne Beer am 18.05.2018 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DAS GROSSE

    Luxusproblem im schweizer Fussball! FCB entlässt damals Fischer mit 2 Meister Titel und 1 Cup Sieg , und jetzt YB entlässt den Meister Trainer

    • Falap am 18.05.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Susanne Beer

      YB entlässt den Trainer nicht, er geht freiwillig

    • Gerber am 19.05.2018 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Susanne Beer

      Lesen ist von Vorteil

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  • F. Kuster am 18.05.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Holger Stanislawski

    Holger Stanislawski wäre der perfekte Mann. Er war früher St. Pauli Trainer, der hat Feuer unter dem Hintern!

  • chregi f am 18.05.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Spielstil

    Ich denke, es sollte jemand sein, der einen ähnlichen Spielstil hat wie Hütter. Dafür passen Yakin oder Fischer nicht. Yakin ist ein guter Trainer, passt aber nicht in dieses Konzept. Fischer ist ein guter Trainer für Klubs mit wenig Ambitionen (Thun oder aktuell ein paar NLB-Klubs)

  • peter berger am 18.05.2018 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    völliger loser

    wenn weiler kommt, werde ich fc aarau fan. biiiiiiiiitte nicht wuschu