Patrick Geering

17. Oktober 2017 11:17; Akt: 17.10.2017 11:17 Print

Nach WM-Enttäuschung Olympia im Visier

von Marcel Allemann - Kein Ausländer. Nein, Patrick Geering ist zurzeit der produktivste Verteidiger der Liga. Zuletzt gehörte dieser nicht einmal mehr dem Nati-Kader an.

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Er ist in Zürich-Schwamendingen, unweit des Hallenstadions aufgewachsen. Für ihn gab es nie etwas anderes als den ZSC, und bereits als 17-Jähriger debütierte er in der NLA. Seit dieser Saison führt Patrick Geering, inzwischen 26, die Lions erstmals als Captain an. Er war als Nachfolger des legendären Mathias Seger sogleich gefordert, gestaltete sich der Start in die neue Spielzeit für die ZSC Lions doch überaus schwierig.

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«Ich wusste von Anfang an, dass es viel einfacher wird, wenn wir viele Spiele gewinnen, und schwieriger, wenn dem nicht so ist. Das ist nun mal so im Sport», gibt sich der neue Mann mit dem «C» auf der Brust als Realist.

Neuen persönlichen Punkterekord vor Augen

Geering ging in der schwierigen Phase mit gutem Beispiel und Leistung voran. 14 Skorerpunkte (4 Tore, 10 Assists) produzierte er in den ersten 14 Spielen, damit ist Geering zurzeit der produktivste Verteidiger in der Liga. Bleibt er von Verletzungen verschont und erhält er diesen Schnitt von einem Punkt pro Spiel aufrecht, wird der kreative und wendige Verteidiger seinen bisherigen Rekord von 25 Skorerpunkten (Saison 2012/13) verdoppeln.

«Ich bemühe mich schon, mit gutem Beispiel voranzugehen und auch Impulse in der Offensive zu setzen, wenn es mal nicht so läuft. Aber insgesamt versuche ich primär, ein solider Verteidiger zu sein», sagt Geering über seine Rolle auf dem Eis.

«Jeder Einzelne ist über die Bücher gegangen»

Mit ihm als Anführer fanden die ZSC Lions zuletzt wieder in die Spur. Die als Schlüsselwoche deklarierte letzte Woche konnte mit Siegen gegen Ambri (6:1) und den vormaligen Leader Zug (7:3), einem starken Match bei Meister Bern (3:4-Niederlage nach Verlängerung) und dem Weiterkommen in der Champions Hockey League gegen Klagenfurt (3:0) erfolgreich gestaltet werden.

«Jeder Einzelne ist über die Bücher gegangen. Allen, den Spielern und den Trainern, war klar, dass wir nun einen Schritt nach vorn machen müssen», erklärt Geering den Umschwung. Überbewerten will er diesen jedoch nicht: «Es war wichtig für uns, dass wir eine gute Woche hatten. Aber im Sport geht es schnell weiter. Am Dienstag müssen wir wieder bereit sein und dafür sorgen, dass wir auf der Siegerstrasse bleiben können.» Es steht für die Zürcher der nicht einfache Gang ins Emmental zu den SCL Tigers an.

Im Frühling den Platz in der Nati verloren

Geerings starke Leistungen sind indirekt auch als Reaktion auf eine grosse persönliche Enttäuschung zu verstehen. In den letzten Jahren erarbeitete er sich den Status eines gesetzten Nationalspielers, noch an der WM 2016 in Moskau war er der Verteidiger, der die besten Einzelkritiken erhielt. Trotzdem strich ihn Nationaltrainer Patrick Fischer im Rahmen der Vorbereitung auf die WM 2017 in Paris überraschend aus dem Kader. Er fand, dass der ZSC-Back nicht in Bestform sei.

Der Nationaltrainer wird die überzeugenden Auftritte von Geering in der noch jungen Saison zur Kenntnis genommen haben, und der mobile Verteidiger mit der geringen Fehlerquote möchte im Olympiawinter ins Nationalteam zurück. «Die Olympischen Spiele sind definitiv etwas, wo ich gerne hinmöchte. Dafür arbeite ich hart und gebe mein Bestes. Doch obwohl die Olympischen Spiele immer näher rücken, sind sie für mich doch auch noch immer in weiter Ferne. Im Sport sollte man nie zu weit nach vorn schauen, und deshalb konzentriere ich mich darauf, jeden Abend so gut wie möglich zu spielen. Alles Weitere werden wir dann sehen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter Portmann am 17.10.2017 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unser Captain

    Noch ist die Diskussion zu früh. Es gibt auch wieder Verletzungen, also Ball flach halten. Aber klar ist: Von der Persönlichkeit und Einstellung her gehört ein Geering immer in die Nati, viel mehr als ein Helbling oder sonst welche Nobodys.

  • Kurt am 17.10.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Warum eigentlich?

    Fischer wird ihn auch in Bestform nicht mitnehmen. Fischer hat schon an der letzten WM diesbezüglich eine Aussage verweigert.

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  • smaily am 17.10.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Patrick The Lion King

    und ich dachte Patrick sei verletzt gewesen!! wusste nicht das Fischer ihn abservierte!!! was erlaube Fischer!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • smaily am 17.10.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Patrick The Lion King

    und ich dachte Patrick sei verletzt gewesen!! wusste nicht das Fischer ihn abservierte!!! was erlaube Fischer!!!

  • Walter Portmann am 17.10.2017 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unser Captain

    Noch ist die Diskussion zu früh. Es gibt auch wieder Verletzungen, also Ball flach halten. Aber klar ist: Von der Persönlichkeit und Einstellung her gehört ein Geering immer in die Nati, viel mehr als ein Helbling oder sonst welche Nobodys.

  • Kurt am 17.10.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Warum eigentlich?

    Fischer wird ihn auch in Bestform nicht mitnehmen. Fischer hat schon an der letzten WM diesbezüglich eine Aussage verweigert.

    • Marc am 17.10.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      Lehrling

      Weil Fischer kein Ahnung hat. Olympia wird ein Desaster.

    • Henrik Boos am 17.10.2017 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      Streit

      Nimmt er Streit mit? Der wäre ja jetzt frei für Olympia ;)

    • Berner am 17.10.2017 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt

      Geering gehört in die Nati. Hat Fischer ev. ein Problem mit Geering?

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