Kevin Schläpfer

24. Oktober 2017 17:43; Akt: 24.10.2017 18:41 Print

«Ja, dieses Mal habe ich eine Ausstiegsklausel»

von Marcel Allemann - Seit einigen Stunden ist Kevin Schläpfer neuer Kloten-Trainer. Im Interview mit 20 Minuten spricht er von einer «Mammutaufgabe» und über Inhalte seines Vertrags.

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Kevin Schläpfer, ein Basler in der Region Zürich. Kommt das gut?
Kevin Schläpfer: Aber sicher. Ich bin schon lange ein Liebhaber der Region Zürich.

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Kann Schläpfer die Klotener aus dem Keller führen?

Zunächst sah es danach aus, als würden sich die Verhandlungen bis Ende Woche hinziehen. Doch plötzlich ging alles schnell. Lag dies an der offerierten Vertragsdauer bis 2020?
Dieses langfristige Bekenntnis des Vereins mir gegenüber war für mich wichtig. Ich möchte hier nicht nur kurzfristig arbeiten. Uns erwartet nun eine Mammutaufgabe, aber ich möchte auch dann noch dabei sein, wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt den nächsten Schritt machen können.

Sind Sie Kloten-Trainer geworden, weil Sie nicht die Geduld hatten, auf das Angebot eines Grossclubs, beispielsweise der ZSC Lions, zu warten?
Das glaube ich nicht. Ich habe zuletzt mit verschiedenen Clubs gesprochen und eigentlich nirgendwo Interesse gespürt, ausser in Kloten. Hier wollte man mich unbedingt. Und der EHC Kloten ist für mich als Traditionsverein ebenfalls ein Grossclub, auch wenn dies in der jüngsten Vergangenheit vielleicht etwas anders war. Schon als kleiner Bub habe ich den EHC Kloten sehr intensiv verfolgt.

Ist es mit diesem grossen Rückstand in dieser ausgeglichenen Liga überhaupt realistisch, die Playoffs noch zu schaffen?
Es wird sicher schwierig, das ist ganz klar. Deshalb haben wir mit der Vertragsunterzeichnung auch aufs Tempo gedrückt. Wir wollten keine Zeit mehr verlieren. Denn ich habe die Hoffnung, das mit dieser Mannschaft noch zu schaffen.

Die Situation ist mit Ihrem ersten Engagement in Biel zu vergleichen, oder? Auch dort stand die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand.
Vielleicht ein wenig. Die Lage in Biel war allerdings schon noch eine Stufe dramatischer. Damals lagen wir in der Ligaqualifikation mit 0:2 hinten; es brannte der Baum. In Kloten präsentiert sich das Ganze schon ein wenig anders.

Haben Sie eine Zusicherung von Präsident Hans-Ulrich Lehmann, dass unter Ihnen wieder vier Ausländer unter Vertrag genommen werden können?
Eine Zusicherung in schriftlicher Form habe ich nicht, aber es ist schon das Ziel, dass wir es hinbekommen, wieder mit vier Ausländern zu spielen. Sicher stehen die Finanzen im Vordergrund, und wir sind verpflichtet, das Budget einzuhalten. Wir werden in Kloten zweifellos günstige Ausländer haben. Doch es ist ja nicht so, dass die teuersten Ausländer auch die besten sind.

Das ist wiederum vergleichbar mit Ihrem Job zu Beginn beim EHC Biel ...
Durchaus. Damals bezogen wir die Ausländer halt eher aus Deutschland anstatt aus Schweden oder Kanada.

Wo wollen Sie den Hebel beim EHC Kloten nun ansetzen?
Ich werde am Mittwoch erstmals mit der Mannschaft auf dem Eis trainieren. Da möchte ich zunächst einmal spüren, in welcher Verfassung sie ist, und die Jungs kennenlernen. Ich möchte auch ein Bild davon bekommen, wie die mentale Verfassung des Teams ist, denn über spielerische Qualitäten verfügt es. Danach werde ich entscheiden, wo der Hebel anzusetzen ist.

Wo werden Sie das Spiel am Dienstagabend gegen Zug anschauen?
Auf der Tribüne.

War es kein Thema, wenige Stunden nach der Vertragsunterzeichnung einen Kaltstart an der Bande hinzulegen?
Nein, das wäre nicht gut gewesen, zumal der Gegner – wie bereits am Sonntag – Zug ist. Da ist es einfacher für den aktuellen Trainerstab, zusammen mit dem Team zu versuchen, die Fehler vom letzten Mal zu beheben und es besser zu machen. Wenn ich jetzt gekommen wäre und alles auf den Kopf gestellt hätte, wäre das eher kontraproduktiv gewesen.

Schlussfrage: Haben Sie dieses Mal eine Ausstiegsklausel für den Job des Nationaltrainers?
Ja, eine solche habe ich dieses Mal in meinem Vertrag. Man lernt schliesslich aus der Vergangenheit. (Schläpfer konnte vor zwei Jahren nicht Nationaltrainer werden, weil er in seinem Vertrag mit dem EHC Biel keine Ausstiegsklausel hatte, Anmerkung der Redaktion.)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peat am 24.10.2017 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Positivismus

    SUPER Entscheidung von beiden Seiten! Freue mich schon auf die neue Dynamik in Kloten :)

    einklappen einklappen
  • Hungi am 24.10.2017 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Chloote

    Hoffentlich geht es schrittweise aufwärts mit Kloten und sie schaffen es in die Playoffs.

  • EVZler am 24.10.2017 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Positiv

    Kann bereits für heute Abend einen positiven Effekt haben. Hoffe es zwar nicht, da ich Zuger bin

Die neusten Leser-Kommentare

  • Langnauer Fan am 25.10.2017 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche Kevin Schläpfer für die Zukunft.

    Ich bin zwar nicht Fan des EHC Kloten. Wünsche aber Kevin Schläpfer persönlich nur das Beste für die Zukunft. Ich mag mich noch bestens erinnern als Kevin Schläpfer mit den SCL - Tigers 1998 in die Nat. A aufgestiegen ist und zwar als Spieler.

  • Grisu am 25.10.2017 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruss aus der Halle..

    Ich wünsche Schläpfer, dass er die Flieger wieder zurück auf den richtigen Weg bringt!!!

  • ralph am 24.10.2017 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    über den tellerrand schauen..

    Was viele hier nicht ganz mitbekommen ist, dass Schläpfer auch einen sehr grossen Wert neben dem sportlichen hat. Die Marke Schläpfer ist goldwert für das Marketing. Ob es Kloten checkt, das in Szene zu bringen sei mal dahin gestellt. Aber ich bin mir sicher, dass man Schläpfers Lohn durch gutes Marketing und Merchandising bezahlt werden kann, sogar noch vieles mehr. In Biel war es so Weit, dass er das Aushängeschild vom Club war, nicht ein Spieler oder der Topscorer sondern Schläpfer. Soweit kann man in Kloten nicht gehen, aber es liegt viel drin!

  • BeHappyDudu am 24.10.2017 21:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toller Mensch!

    Mit Kevin Schläpfer ist nun auch ein bisschen Seeland mit nach Zürich gezogen. Toller Typ! Viel Glück aus Biel

  • Thomas am 24.10.2017 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwach

    Da kann der beste Trainer der Welt nichts machen. Sorry, einfach zu schwache Mannschaft.

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