National League

10. März 2018 19:43; Akt: 14.03.2018 09:58 Print

ZSC verliert in Zug, Bern führt Genf 7:0 vor

Zum Playoff-Auftakt ziehen die ZSC Lions im Z-Duell den Kürzeren. Davos dreht ein 0:2-Rückstand, Genf lässt seinem Frust bei Kanterniederlage freien Lauf.

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Für Zug war es der elfte Sieg im elften Heimspiel im neuen Jahr. Die ZSC Lions zeigten nach einem 0:3-Rückstand im Schlussdrittel zumindest eine gewisse Reaktion, die allerdings noch nicht als Aufbäumen gewertet werden kann. Die Zürcher steigerten sich im Vergleich zu den drei Niederlagen in Serie nach der Olympia-Pause vom Einsatzwillen her, doch gegen den EVZ mit Playoff-Intensität reichte dies längst nicht aus.

Denn die verunsicherten Zürcher konnten ihre Mängel nicht kaschieren. Nicht nur Pässe oder Schüsse missrieten, auch das Backchecking war unzureichend.

Stets zu langsam

Sinnbildlich dafür war der Scheibenverlust von Inti Pestoni beim Zuger 3:0 (38.) von Carl Klingberg. Die gedanklich schnelleren Gastgeber überrumpelten die Zürcher förmlich im Gegenzug und konnten mit einer 4:1-Überzahlsituation vor ZSC-Goalie Lukas Flüeler abschliessen.

Auch das Zuger 1:0 von Viktor Stalberg wäre vermeidbar gewesen. ZSC-Verteidiger Phil Baltisberger hatte in der Entstehung des Gegentores an der Bande zwar nachgesetzt, die Scheibe aber nicht aus der Gefahrenzone bringen können. Stalberg ging im Slot «vergessen» und liess sich nicht zweimal bitten.

Nach gut 25 Minuten hatten die Zentralschweizer bereits doppelt so viele Abschlüsse wie der Qualifikations-Siebte (20:10) verzeichnet, während die ZSC Lions bis zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Zweiminuten-Strafen verzeichneten. Das siegweisende 2:0 von Raphael Diaz (25.) fiel denn auch in Überzahl.

Der SCB setzt ein Ausrufezeichen

Der SC Bern demonstriert bei erster Gelegenheit, dass er für die Mission Titelverteidigung bereit ist. Zum Auftakt der Viertelfinals fertigt der SCB das chancenlose Genève-Servette mit 7:0 ab.
In den sechs Duellen der Qualifikation hatte die Differenz zwischen den beiden Mannschaften nie mehr als einen Treffer betragen. Im ersten Playoff-Duell trennte die Berner und die Genfer jedoch Welten. Nach weniger als zehn Minuten führte der SCB bereits 3:0, kurz vor der ersten Pause erzielte Simon Bodenmann mit seinem zweiten Treffer gar noch das 4:0.

Servette wurde von Bern regelrecht überfahren, war vom Tempo und der Intensität überfordert. Auch Torhüter Robert Mayer liess sich anstecken. Die ersten beiden Treffer fielen, nachdem der Keeper die Scheibe hinter dem Tor nicht weg gebracht respektive vertändelt hatte. Trainer Craig Woodcroft ersetzte Mayer (Fangquote von 77,78 Prozent) nach dem ersten Drittel durch Christophe Bays. Auch diese Massnahme half jedoch aus Genfer Sicht nichts.

Eindrückliche Serie von Genoni

Am Ende feierte Leonardo Genoni seinen neunten Shutout in dieser Saison und Bern den höchsten Auftaktsieg in der Geschichte der Schweizer Playoffs seit 2003. Damals gewann ebenfalls Bern 7:0 gegen... Servette.

Erst als die Partie längst entschieden war, packte Servette die erwartete Härte aus. Zum «Opfer» wurde Eric Blum, der nach einem harten Check auf offenem Eis von Noah Rod (34.) in die Kabine musste und nicht mehr zurückkehrte. Im ersten Drittel war bei Bern bereits Dario Meyer verletzt ausgefallen. Kurz vor dem Ende erwischte es - nach einem Zusammenprall mit einem Teamkolegen - auch noch Luca Hischier.

Bieler Blitzstart nützt nichts

Biel führt im ersten Playoff-Viertelfinal gegen Davos nach sieben Minuten 2:0, verliert danach aber komplett den Faden. Der HCD dreht im Mitteldrittel die Partie und gewinnt 5:2.
Der Davoser Matchwinner Enzo Corvi erzielte zuerst den Führungstreffer zum 3:2 (31.) und bereitete danach den vorentscheidenden vierten Treffer im Powerplay (45.) magistral vor. Der Schweizer Internationale bediente nach einem tollen Solo Robert Kousal, der Jonas Hiller mit einer Direktabnahme bezwang. Drei Minuten danach versetzte Marc Wieser mit dem fünften Tor Biel endgültig den K.o.-Schlag.

In der Qualifikation hatte Biel von den 20 Partien unter Trainer Antti Törmänen nur eine nach 60 Minuten verloren. Nun kam - ausgerechnet zum Auftakt der Playoffs - eine zweite dazu. Dabei hatte für die Bieler alles nach Plan begonnen. Matthias Joggi (5.) und Fabian Lüthi (7.) sorgten mit ihren Treffern für einen Blitzstart des Qualifikationsdritten. Doch mit der Führung im Rücken agierte Biel plötzlich passiv, die Playoff-erfahreneren Davoser nützten das Nachlassen gnadenlos aus.

Arno Del Curto weckte sein Team mit einem Timeout nach dem zweiten Gegentreffer. Ab diesem Zeitpunkt spielte praktisch nur noch der HCD. Bereits nach dem ersten Drittel lag Del Curtos Mannschaft nach Schüssen 17:9 vorne, im zweiten Abschnitt schlug sich die spielerische Überlegenheit dann auch in Tore um. Die Bündner benötigten weniger als sieben Minuten bis zur Wende.

Grégory Hofmann mit Hattrick im Startdrittel

Stürmer Grégory Hofmann führt Lugano mit einem Hattrick im Startdrittel zum 6:2-Auftaktsieg in der Viertelfinal-Serie gegen Fribourg-Gottéron. Lugano führte nach dem drittschnellsten Hattrick der Schweizer Playoff-Geschichte nach 14 Minuten bereits mit 3:0. Nationalstürmer Hofmann war innerhalb von 7:19 Minuten dreimal erfolgreich.

Hofmann nutzte beim 1:0 einen Stellungsfehler der Gäste zum 1:0 aus. Ein Geniestreich von Ryan Johnston, der überraschend dem Schweden Linus Klasen vorgezogen wurde, leitete das 2:0 von Hofmann ein. Vergleichbar kaltblütig wie beim 1:0 vollendete Hofmann zum siegweisenden 3:0. Im Schlussdrittel erhöhten Thomas Wellinger, Matteo Romanenghi und Maxim Lapierre noch auf 6:1.

Luganos Dominanz

Lugano war in den ersten und letzten 20 Minuten das bessere Team, Gottéron besass einzig im Mitteldrittel aufgrund einer vorübergehenden Passivität der Tessiner etwas mehr Spielanteile.

Dabei war der siebenfache Meister Lugano trotz Heimvorteil eher als Aussenseiter in die Serie gestartet. Denn mit Captain Alessandro Chiesa, Nationalstürmer Damien Brunner und Goalgetter Dario Bürgler muss Lugano für den Rest der Saison ohne ein Top-Trio auskommen. Und Gottéron hatte mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen zum Ende der Qualifikation überzeugt.

Zug - ZSC Lions 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koch/Wehrli, Castelli/Kaderli.
Tore: 7. Stalberg 1:0. 25. Diaz (Suri/Ausschluss Shore) 2:0. 38. Klingberg (Morant, Suri) 3:0. 51. Kenins 3:1. 60. (59:29) Roe (Stalberg) 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Stalberg; Pettersson.
Zug: Stephan; Schlumpf, Grossmann; Diaz, Morant; Helbling, Alatalo; Geisser, Leeger; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Berni; Seger; Chris Baltisberger, Shore, Schäppi; Kenins, Pelletier, Wick; Pettersson, Suter, Herzog; Künzle, Prassl, Bachofner; Pestoni.
Bemerkungen: Zug ohne Holden (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren und Marti (alle verletzt) sowie Korpikoski und Vey (überzählige Ausländer). - Zusätzliche Eisreinigung vor Spielbeginn (Gegenstände auf dem Eis sowie eingeklemmte Wegwerf-Fähnchen an der Bande). - 47. Pfostenschuss Diem. - 58:45 Timeout ZSC Lions, anschliessend bis 59:29 ohne Torhüter.

Bern - Genève-Servette 7:0 (4:0, 2:0, 1:0)
16'876 Zuschauer. - SR Dipietro/Wiegand; Kovacs/Obwegeser.
Tore: 2. Hischier (Bodenmann) 1:0. 8. Raymond (Haas) 2:0. 10. Bodenmann 3:0. 20. (19:31) Bodenmann (Ebbett, Noreau) 4:0. 28. Arcobello (Untersander) 5:0. 32. Untersander (Raymond/Ausschluss Simek) 6:0. 47. Noreau (Ebbett, Arcobello/Ausschluss Hasani) 7:0.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 7mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Hasani, Petschenig) gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Ebbett; Richard.
Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Noreau; Burren; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Raymond, Haas, Kämpf; Bodenmann, Ebbett, Kämpf; Berger, Hischier, Meyer; Randegger.
Genève-Servette: Mayer (21. Bays); Jacquemet, Tömmernes; Loeffel, Bezina; Vukovic, Grossniklaus; Petschenig; Riat, Romy, Rod; Da Costa, Richard, Spaling; Wick, Keränen, Simek; Traber, Hasani, Douay; Holdener.
Bemerkungen: Bern ohne Krueger, Aaltonen (beide krank), Dubois (verletzt) und Pyörälä (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Almond, Descloux, Mercier, Schweri (alle verletzt) und Fransson (überzähliger Ausländer). Timeout Genève-Servette (28./Coaches Challenge). Meyer (15.), Blum (34.) und Hischier (55.) verletzt ausgeschieden.

Biel - Davos 2:5 (2:0, 0:3, 0:2)
6521 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Borga/Küng.
Tore: 6. (5:21) Joggi (Rajala, Fey) 1:0. 7. (6:51) Fabian Lüthi (Diem, Neuenschwander) 2:0. 24. Du Bois 1:2. 27. Egli (Dino Wieser) 2:2. 31. Corvi (Rödin, Kousal) 2:3. 45. Kousal (Corvi/Ausschluss Kreis) 2:4. 48. Marc Wieser (Nygren, Du Bois) 2:5.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 1mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Little.
Biel: Hiller; Jecker, Forster; Lofquist, Fey; Maurer, Kreis; Steiner; Pedretti, Pouliot, Rajala; Schmutz, Fuchs, Earl; Neuenschwander, Diem, Fabian Lüthi; Joggi, Sutter, Wetzel; Nussbaumer.
Davos: Senn; Nygren, Kindschi; Du Bois, Jung; Heldner, Paschoud; Forrer; Rödin, Corvi, Kousal; Marc Wieser, Ambühl, Little; Sciaroni, Egli, Dino Wieser; Simion, Walser, Aeschlimann; Jörg.
Bemerkungen: Biel ohne Tschantré, Dufner, Valentin Lüthi, Micflikier und Hächler (alle überzählig), Davos ohne Lindgren, Kessler, Tanner, Schneeberger (alle verletzt), Barandun und Eggenberger (beide überzählig). Timeout Davos (7.).

Lugano - Fribourg-Gottéron 6:2 (3:1, 0:0, 3:1)
6536 Zuschauer. - SR Hebeisen/Mollard, Progin/Wüst.
Tore: 7. Hofmann (Lapierre) 1:0. 10. Hofmann (Johnston) 2:0. 14. Hofmann (Lapierre) 3:0. 17. Kienzle 3:1. 48. Wellinger (Walker) 4:1. 54. Romanenghi (Cunti) 5:1. 56. Lapierre (Lajunen) 6:1. 57. Rossi (Sprunger/Ausschluss Sannitz) 6:2.
Strafen: je 7mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Cervenka.
Lugano: Merzlikins; Furrer, Johnston; Ronchetti, Sanguinetti; Ulmer, Wellinger; Riva; Hofmann, Lajunen, Lapierre; Fazzini, Cunti, Romanenghi; Walker, Sannitz, Reuille; Vedova, Morini, Bertaggia; Zorin.
Fribourg-Gottéron: Brust; Kienzle, Chavaillaz; Glauser, Stalder; Kühni, Schilt; Maret; Mottet, Meunier, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Sprunger, Schmutz, Marchon; Neuenschwander, Rivera, Tristan Vauclair; Fritsche.
Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bürgler, Chiesa, Julien Vauclair (alle verletzt), Etem, Klasen (überzähliger Ausländer), Gottéron ohne Abplanalp, Rathgeb (beide verletzt) und Slater (krank). - 31. Lattenschuss Bykow.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hockey am 10.03.2018 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwach

    Gegnerische Spieler verletzen wenn spielerisch keine Chance vorhanden ist, zeigt leider von Schwäche...

  • 1930 am 11.03.2018 00:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ay carramba...

    Schwach angefangen und stark nachgelassen... Unterirdisch... In den 4 letzten Spielen 15:4 Tore kassiert... kein Biss, keine Emotionen, kein Team... Unwürdig...

  • ChristopHCD am 10.03.2018 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...Samstags gibts Chicken Tikka

    Der EHC Kloten sucht ein neues Standbein. Checkt mal die Webseite: Wok Wednesday und Curry Tuesday und das für nur 25.- Billiger als ein Sitzplatz und man hat sicher mehr davon,-))))

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dan am 11.03.2018 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch dieses Jahr

    Nun, der Meister führt auch dieses Jahr über den SCB. Gruss aus Biel.

  • mimimimi am 11.03.2018 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Berner Schiri-Bonus

    Berner Schiri-Bonus, gibt es tatsächlich! Servette spielte nicht überhart, und wenn die Berner sich gegenseitig über den Haufen fahren, gibt es halt verletzte...

  • Marc am 11.03.2018 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich ist der ZSC bald out!!!!

    Hoffentlich ist die Saison des ZSC bald fertig. Solche "Fans" wie gestern Abend in Zug brauchen wir nicht.

  • Heinz am 11.03.2018 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Schiris

    Einmal mehr bedenklich, wie schwach die Schiedsrichter sich präsentieren. Check an den Kopf auf offenem Eis mit Verletzungsfolge wird mit 2 Minuten geahndet, weitere Checks an den Kopf werden grosszügig übersehen.

  • roli z am 11.03.2018 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    z schiesst keine tore

    ja so ist es die ganze saison sie schiessen keine tore,und bekommen hinten 2,66 pro spiel,ja mit solchen verteidigern wie dave sutter,wer hat den nur geholt max b tauglich,wenn ein stürmer beim z in 50 spielen keine 5 tore schiesst,muss er sich um einen neuen club bemühen nicht z tauglich,dann der trainer was für eine leuchte,absolut übervordert,keine ausstrahlung keine überzeugung,steht an der bande wie ein sack kartoffel,und die spieler ja die spielen eifach,event wäre wieder mal ein fondue fällig wie in alten zsc zeiten.flüehler war gut aber eben nicht top trotzdem hopp zsc