Mathias Seger

09. März 2018 09:27; Akt: 14.03.2018 09:58 Print

«Gegen den EV Zug sind wir die Aussenseiter»

von Marcel Allemann - Kultfigur Mathias Seger steht vor dem letzten Playoff. Im Interview mit 20 Minuten spricht der 40-Jährige über seine Emotionen und den Formzustand seiner ZSC Lions.

ZSC-Kultfigur Mathias Seger steht vor den letzten Playoffs seiner Karriere.
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Mathias Seger, das wird das letzte Playoff Ihrer grossen Karriere. Sind Sie sich dessen bewusst?
Ja, das ist mir schon bewusst. Aber allzu viel denke ich nicht daran. Wir freuen uns, dass nun das Playoff beginnt. Alles andere, also auch Gedanken ans Ende, wäre fehl am Platz.

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Im ungünstigsten Fall kann das Ende sehr rasch kommen, im günstigsten Fall erst Ende April. Das muss eine spezielle Situation für Sie sein.
Das ist immer so im Playoff und für die anderen Spieler genauso. Unser Ziel ist es natürlich, so lange wie möglich dabeizubleiben.

Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, bestehen grosse Zweifel, dass die ZSC Lions lange dabei sein werden. Haben Sie Gegenargumente?
Es ist uns klar, dass unsere letzten Spiele nicht optimal waren und dass wir in der Qualifikation nicht die perfekte Position herausgespielt haben. Wir sind nun Aussenseiter in einer Serie gegen Zug, haben dadurch keinen Druck und können frei aufspielen. Das werden wir auch versuchen und dann sehen wir, was dabei herauskommen wird.

Nochmals zurück zu Ihrem bevorstehenden Abschied. Sind Sie wirklich bereit abzutreten oder würden Sie nicht lieber nochmals eine Saison anhängen?
Ich liebe das Eishockeyspielen und konnte es nun in dieser Saison nochmals geniessen, das war genial. Ich bin sehr froh, dass ich nochmals ein Jahr dabei war. Aber ich habe schon letzte Saison beschlossen, dass dies meine letzte Saison wird, daher läuft dieser Abschiedsprozess nun schon über die gesamte laufende Saison. Die Sache ist klar, ich mache mir keine Gedanken mehr darüber, ob ich noch irgendwo weiterspielen möchte.

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie das sein wird, wenn dann wirklich Schluss ist? Wird das sehr emotional für Sie und vielleicht verdrücken Sie auch die eine oder andere Träne?
Das ist schwer zu sagen. Wie gesagt, ich konnte mich nun ein Jahr darauf vorbereiten und ich darf auf eine schöne und lange Karriere zurückblicken. Ich glaube schon, dass der Abschied sehr emotional sein wird, aber wie das dann im Detail genau aussehen wird, kann ich nicht abschätzen.

Die Mannschaft der ZSC Lions gibt in dieser Saison bei den Medien und Fans Rätsel auf. Bei Ihnen selbst auch?
Rätsel nicht, das ist etwas übertrieben. Aber es ist sicher richtig, dass wir in dieser Saison nicht allzu konstant waren. Schlussendlich beginnt nun jedoch das Playoff, es fängt für alle wieder bei null an und wir haben die Chance, etwas zu erreichen. Wir wissen, dass dies gegen Zug enorm schwierig wird, das ist eine sehr kompakte Mannschaft, aber trotzdem haben wir eine Chance und versuchen diese natürlich zu packen.

Wenn Sie den Groove der aktuellen Mannschaft mit dem Groove von früheren, erfolgreichen ZSC-Meistermannschaften vergleichen, zu welchen Erkenntnissen kommen Sie?
Das ist in einer Qualifikationsphase immer schwer zu beurteilen. Dieser Groove, den Sie beschreiben, muss und kann sich erst im Playoff entwickeln. Deshalb ist es wichtig, dass wir gut starten und dann wird in der Mannschaft auch eine Entwicklung stattfinden. Im Playoff rückt die Mannschaft noch näher zusammen und entwickelt einen Groove. Aber den findet man nur über die Leistung auf dem Eis und diese müssen wir nun abrufen.

Ihre persönliche Saison gestaltete sich zu Beginn schwierig. Sie erhielten kaum Eiszeit, waren teils auch überzählig und dann auch noch verletzt. Doch seit der Verletzungspause läuft es besser. Weshalb?
Ich war noch nie ein Frühstarter. Ich hoffe aber schon, dass ich mit meiner Leistung zeigen konnte, dass ich den Vertrag für diese Saison verdient habe. Mit all dem Verletzungspech, das wir in den letzten Monaten hatten, war es wohl auch okay, dass wir ein etwas breiteres Kader hatten, ich noch da bin und helfen kann.

Sind Sie ein Profiteur des Trainerwechsels? Denn Hans Wallson wollte Sie ja eigentlich nicht mehr.
Bei einem Trainerwechsel gibt es immer einige, die mehr profitieren und einige, die weniger profitieren, denn es fängt für alle wieder bei null an. Ja, vielleicht ist es schon so, dass ich durch den Trainerwechsel nochmals eine Chance bekam.

Wie sehen Sie Ihre Rolle im Playoff?
Meine Hauptrolle ist, dass ich meinen Job auf dem Eis mache und ein solides Spiel zeige. Daneben bin ich aber sicher auch einer, der die Mannschaft ein wenig zu pushen versucht und seine Erfahrung einbringt. Wo es mich braucht, da werde ich sein.

Was werden Sie tun, wenn dies alles vorbei ist?
Im Sommer gehe ich mit der Familie für drei Monate weg.

Und danach?
Das weiss ich noch nicht. Mal sehen, wie ich mich nach drei Monaten Ferien fühle. Vorstellen kann ich mir vieles.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto am 09.03.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    Matthias Seger, ein grosser Spieler in jeder Hinsicht. Unvergessen das Foto mit der Meistertrophäe im Tram.

  • Bartli am 09.03.2018 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Ehren...

    Ich als Fan vom Evz freue mich riesig auf die Serie - das Z Derby war und ist immer was spezielles! Wünsche Seger jetzt nur das beste, da er ein wirklich sympathischer Typ ist - der das Schweizerhockey prägte - Ehre gebührt einem solchen Typ allemal! See you...

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  • Chlotener am 09.03.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ehre wem Ehre gebührt

    Seger ist einer der grössten Spieler, die das Schweizer Eishockey je hervor gebracht hat, und dazu braucht es keine Vergangenheit in der NHL. Ich wünsche ihm, dass er seine letzten Playoffs geniessen kann, egal wie weit der ZSC kommt, das hat er mehr als verdient. Ein Grosser tritt Ende Saison ab, das ist jetzt schon sicher. Ehre wem Ehre gebührt - Gruss aus Kloten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jorma Peltonen am 09.03.2018 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Aussenseiter, kein Druck?

    und wie der Zett druck hat! Noch einmal im 1/4 Final rausfliegen? Geht aber gar nicht! Mit dem neuen Modus von mehreren Verlängerungen, kann dies gerade dem Zett, in die Karten spielen. Die haben monatelang im Schongang gespielt. Da kommt noch was, jede Wette. Aber trotzdem hopp EVZ.

    • Jorma Peltonen am 09.03.2018 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      Segi ist

      übrigens ein Super Typ. Würde ihm auf jeden Fall einen ehrenvollen Abgang wünschen! Auch wir Gegner werden solche Kult-Grössen auf Eis sehr vermissen.

    • roli z am 10.03.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      viel druck

      ja wünsche segern nur das beste.aber kein druck ist eine floskel,die haben einen enormen druck,klar für mich sind die schon ausgeschieden,wenns nicht so weit kommt ist freu ich mich.aber ich rechne nicht damit ,da sie diese saison so miserabel spielen wird es schwierig den schalter umzulegen,von wegen halber kraft,es ging nicht mehr,klar war der einsatz miserabel,kein wille,keine härte,mann ging dem gegner aus dem weg wo man nur konnte, dann die 2 torhüter ja die hat man nun mal,die besten 7 spielen in anderen manschaften,kein sinn die alle aufzuzählen

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  • bruro am 09.03.2018 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild

    Wünsche gute, intensive und verletzungsfreie Play off! Wenn ich in Fribourg an den ZSC denke, dann ist Mathias Seger der erste Name der einem einfällt. Bonne chance et tout mes voeux pour la vie après les Play off!

  • Edmond Dantes am 09.03.2018 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Enge Serie

    Interessant wie die Medien diese Serie bewerten. Sie geben dem ZSC mehr Kredit und trotzdem versuchen die Spieler die Kräfteverhältnisse zu relativieren. Ich hätte lieber Fribourg oder Davos als Gegner gewünscht. Die Wundertüte ZSC wird trotz Fehlen wichtiger Spieler höchst wahrscheinlich die Serie überstehen und Zug in die Ferien schicken.

  • flower_kings am 09.03.2018 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als Bieler Einheimischer...

    ...müsste ich eigentlich und emotional gesehen bei der Umfrage auf den EHCB tippen; aber ich habe rein realistisch gesehen auf den SCB gesetzt. Nichts desto trotz hoffe ich dennoch, dass es der EHCB zumindest in den Halbfinal schafft... Allez, ici cest Bienne...

  • Ueli am 09.03.2018 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Tiefstapler

    Zug soll favorit sein? Sehe ich nicht ganz so ....

    • ZSC Lion am 09.03.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      Mir sind Züri

      Gegen den ZSC in dieser Verfassung? Leider doch...

    • Peter am 09.03.2018 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli

      Lassen sie die Team-Namen weg...wenn der 2 auf den 7 trifft, ist das Team auf Platz 2 Favorit, eigentlich logisch nicht? Es sagt ja keiner das der Favorit haushoch überlegen ist...aber anhand der Quali ist der EVZ nunmal Favorit...

    • roli z am 10.03.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      ueli ber aber

      aber ueli,hast du den harlosen z diese saison wirklich mal gut gesehen ich glaube mehr als 5 gute spiele waren es nicht keine überzeugung kein wille keine härte,torhüter die zu den schlechtesten der liga gehöhren,so ab 8. stelle,so kannst du nicht gewinnen,die stürmer ebenfalls die schlechtesten der liga im 5 gegen 5 usw usw hab nicht genug platz um alles das was nicht gut ist aufzuzählen,ah das ist da noch der trainer,keine überzeugung hilflos übervordert,kein konzept feststellbar immer die gleiche leier,ab haus umbauen event mehr überzeugung bei den handwerkern

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