Luzerner Luxus-Hotel

12. Oktober 2017 15:57; Akt: 12.10.2017 16:14 Print

Milliardär will Château Gütsch wieder loswerden

von Daniela Gigor - Oligarch Alexander Lebedev scheint seine Freude am Château Gütsch verloren zu haben: Er will es verkaufen. Wie viel das Luzerner Wahrzeichen kosten soll, ist unbekannt.

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Wieder Turbulenzen um das Hotel Château Gütsch in Luzern: Sein Besitzer, der schwerreiche Russe Alexander Lebedev, will das Luzerner Wahrzeichen wieder veräussert werden. «Das edle Viersterne-Hotel/Restaurant verblüfft mit aussergewöhnlichen Kulissen, luxuriösen Hotelzimmern, märchenhaften Aufenthaltsbereichen und einer atemberaubenden Aussicht», steht im Online-Inserat des anbietenden Immobilienmaklers.

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Kaufpreis wird nicht bekannt gegeben

Weiter wird aufgeführt, dass das Hotel über 28 luxuriöse Hotelzimmer und drei grosszügige Suiten verfügt. Der Zustand des Luzerner Wahrzeichens wird als «gut» beschrieben. Wie viele Millionen Franken das kleine Äquivalent zu Schloss Neuschwanstein in Bayern kosten soll wird nicht bekannt gegeben.

«Bei diesem ausgeschriebenen Objekt handelt es sich zu hundert Prozent um das Hotel Château Gütsch», bestätigt ein gut informierter Insider. Damit steht das Schicksal des 1888 erbauten Hauses erneut in den Sternen.

Lebedev kaufte das Château im Jahr 2007. Er plante unter dem Namen Baluardo einen Um- und Anbau für 70 Millionen Franken. Obwohl das Vorhaben bereits von der Stadt bewilligt war, liess Lebedev im März 2013 das Projekt Baluardo fallen wie eine heisse Kartoffel. Im November 2013 entzog die Stadt ihm dann die Baubewilligung für das Projekt.

Schloss war jahrelang im Dornröschenschlaf

Auch der Abriss der Talstation der Gütschbahn und die Kosten für die neue Bahn gaben in Luzern einiges zu reden. Ausserdem liess der Milliardär sein Schloss jahrelang im Dornröschenschlaf bis der Luzerner Stadtregierung der Kragen platzte und sie dem Oligarchen ein Ultimatum stellten. Nach einer sanften Renovation im Innenbereich wurde der Gütsch Ende Mai 2014 wieder eröffnet. Seither sorgten vor allem Wechsel im personellen Bereich für Schlagzeilen.

Der Anbieter der Immobilie wollte auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren, dass es sich beim Angebot um das Hotel Château Gütsch handle. Klare Worte findet aber Gütsch-Direktor Tim Moitzi: «Herr Lebedev ist Geschäftsmann – und wenn der Preis stimmt, wird er verkaufen. Es besteht aber keine Dringlichkeit.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 12.10.2017 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gütsch

    Das Hotel gehört irgendwie zu Luzern. Mir gefällt es einfach sehr gut. Hoffe es geht irgendwie weiter damit.

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  • Lena am 12.10.2017 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Züganglich für alle

    Das Problem ist, dass die meisten Besitzer solche Hotels nur für High Society Gäste anbieten wollen. Ich würde ein Ambiente schaffen, um das Hotel und das Restaurant für alle zugänglich zu machen, dann würde es sicherlich auch rentieren. Leider fehlt mir natürlich das Geld, um das Chateau Gütsch überhaupt kaufen zu können :-)

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  • Luzerner am 12.10.2017 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Idee

    Katar kann es ja kaufen. Denen verscherbeln die zentralschweizer Kantone sowieso schon die ganze Landschaft (siehe Bürgenstock)!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Köbeli am 24.10.2017 06:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Es gibt nur eine nachhaltige Lösung: Abreissen.

  • DavidLU am 15.10.2017 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gehört zu Luzern

    es ist selten dass man ein Stück Geschichte zurückkaufen kann. Somit wäre es wichtig dass es von Stadt und Kanton gekauft wird. und hört auf, unsere Schweiz zu verkaufen

    • Franz am 15.10.2017 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DavidLU

      Bin Ihrer Meinung! CH können Immobilien kaufen und sonst keiner

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  • Matthias Mai am 13.10.2017 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1888 Bucherer

    Warum kauft es nicht Bucherer . Würde zu 1888 ideal passen

  • Silvia am 12.10.2017 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Gut, dass Lebedev geht...

    Das Gütsch hat das Zeug zu einem Top Hotel. Wenn es nicht funktionniert hat, so liegt dies nicht am Gütsch, sondern an Lebedev (hat keine grosse Ahnung von der Hotellerie) und seinen Direktoren, die sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, für eine gepflegte Umgebung des Hotels zu sorgen (was sehr viel aussagt). Sie haben es auch unterlassen frühere Attraktionen des Hotels wie den Swimming-Pool etc. zu reaktivieren, was ohne grossen Aufwand möglich gewesen wäre.

  • Beobachter 73 am 12.10.2017 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Museum

    Die Stadt Luzern könnte es kaufen und daraus ein Museum machen , dann hätten alle was davon.

    • Ling Young am 13.10.2017 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Mit Stäbchen essen@Beobachter 73

      Abwarten ,denn die Chinesen sind in den Startlöchern ,wenn das Angebot steht , wird gehandelt

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