«Engelsknochen»

13. März 2018 05:50; Akt: 13.03.2018 09:33 Print

Konditor lässt in Thriller Rock-Röhre verschwinden

von Daniela Gigor - Der Luzerner Konditor Bruno Heini hat seinen zweiten Thriller «Engelsknochen» veröffentlicht. Zum Schreiben wurde er einst gedrängt, weil er über Filme motzte.

Der Thriller Autor schreibt vielleicht bald einen romantischen Roman.
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Ganz freiwillig zum Schreiben kam Bruno Heini eigentlich nicht: «Wenn wir ins Kino gingen, sprachen wir danach über die Filme. Da erwähnte ich jeweils in der Runde, was mir nicht gefiel.» So kam es, dass ihm seine Frau sagte: «Mach es doch besser!» Zu Weihnachten beschenkte sie ihren Mann mit einem Laptop und gab ihm den «Auftrag», einen Thriller zu schreiben.

Doch Heini verspürte keinen Drang zum Schreiben. Der gelernte Konditor und diplomierte Jazzsaxophonist, der zudem noch an einer US-Universität Marketing studierte, bekam aber oft Anfragen von anderen Konditoren, wie sie ihre Produkte am besten vermarkten sollten. So sammelten sich mit der Zeit etliche Dokumente an, die Heini auf die Idee brachten, einen Marketingratgeber zu schreiben. Dieser wurde 2010 veröffentlicht. «Schön und gut, sagte meine Frau, der Auftrag sei aber gewesen einen Thriller zu schreiben», sagt Heini und geniesst im Cafe eine heisse Schokolade und ein Osterküchlein.

Auf Anhieb in die Bestseller-Liste

2016 war es dann soweit: Heinis erster Thriller «Teufelssaat» erschien im Gmeiner-Verlag in Deutschland. Bevor es soweit war, schrieb der Neo-Autor etwa 20 Verlage an, von denen er zuvor Bücher gelesen hatte. Sein Werk überzeugte. Er sagt allerdings: «Wenn ich gewusst hätte, dass nur etwa eines von 3000 Manuskripten als Buch veröffentlicht wird, hätte ich es mir nochmal überlegt, einen Thriller zu schreiben.» Doch «Teufelssaat» schaffte es dann auf Anhieb in die Schweizer «Taschenbuch-Hitparade».

Thriller um verschwundene Rocksängerin

In «Engelsknochen» macht sich die Warenhaus-Detektivin Palmer grosse Sorgen um die Sängerin ihrer früherer Rockband, die spurlos verschwunden ist. Als sie einer Gewalttat auf die Spur kommt, gerät auch Palmer in Lebensgefahr. Der Engels- oder Musikknochen ist übrigens der lange Knochen an der Aussenseite des Oberarms, der so heisst, weil man bei einem Schlag auf den Ellbogen die Engel singen hört. Heini: «Der Titel bezieht sich auf den persönlichen Engelsknochen von Palmer, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht.» Seine Heldin könne es nicht ausstehen, wenn jemand ungerecht behandelt werde.

Nächstes Buch wird romantisch

Eine Lesung mit Heini steht am 15. März um 19 Uhr auf dem Programm. Sie findet in der Conditorei Heini an der Hertensteinstrasse 24 statt.

Heini lebt mit seiner Frau und zwei Katzen, die «völlig unerziehbar» sind, in Luzern. Er schreibt bereits an seinem dritten Thriller. Heini verrät zudem: «Die Geschichte des vierten Buches habe ich bereits im Kopf. Das wird ein romantischer Roman.»