Hohe Investition

19. Mai 2017 18:05; Akt: 19.05.2017 18:05 Print

Energie aus dem Vierwaldstättersee

Der Energieversorger EWL und Private wollen in Horw und Kriens bis zu 5000 Haushaltungen mit Wasser aus dem Vierwaldstättersee heizen und kühlen.

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Das Wasser für das neue Energie-Netz soll aus dem Vierwaldstättersee kommen. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Der Aufbau des See-Energie-Netzes sei eine weitere Massnahme, um die Energieversorgung ressourcenschonend und umweltverträglich zu gestalten, teilte Energie Wasser Luzern (EWL) am Freitag mit. Im nächsten Frühling will sie das Bauprojekt einreichen und im Sommer darauf mit der Umsetzung starten. Die erste Wärmelieferung ist für die Heizperiode 2019/2020 geplant.

Die EWL baut eine Seewasserleitung, eine Seewasserzentrale und die Hauptverteilung. Als Erstes angeschlossen werden sollen die Gebiete Hochschule Luzern, Horw Mitte und Schlund, in dem das neue Quartier Schweighof als erstes 2000-Watt-Areal der Zentralschweiz entsteht.

Investitionen von rund 95 Millionen Franken

Nach Abschluss der Konzessionsverträge mit den Gemeinden Horw und Kriens kann EWL laut Mitteilung mit der Realisation des See-Energie-Netzes im Gebiet Luzern Süd beginnen. Die Initianten sehen bei dem Projekt Potenzial für knapp 50 Gigawattstunden Wärme – dies entspricht rund 5000 Haushaltungen – sowie fünf Gigawattstunden Kälte.

Als Investorin tritt die Seenergy Luzern AG auf. An dieser sind die EWL und die Privatpersonen Bruno Amberg, Andreas Amberg sowie Bernhard Etienne beteiligt. Sie wollen rund 95 Millionen Franken investieren.

Das Projekt nutzt Wasser aus der Horwerbucht des Vierwaldstättersees, um Gebäude zu heizen und kühlen. Eine Wasserpumpe fördert das Seewasser in eine Energiezentrale. Dort wird mittels Wärmetauscher die Wärme an ein separates Energienetz übergeben. Das je nach Situation leicht kühler oder wärmer in den See zurückfliessende Wasser ist laut den Initianten ökologisch unbedenklich.

(dag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Calculus am 19.05.2017 20:02 Report Diesen Beitrag melden

    Macht Sinn

    95Mio für 5000 neue Heizungen, macht 19'000 für eine neue, erneuerbare, umweltverträgliche und einheimische Heizung. Da kann man jetzt nicht wirklich etwas dagegen haben...

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  • Markus am 19.05.2017 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auswirkungen beachten

    Das wird die Fische freuen, dann haben sie im Sommer etwas wärmer und im Winter etwas kälter. Auswirkungen sollten nicht ausser Acht gelassen werden, sonst ist dann wieder was anderes schuld...

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  • Typhoeus am 19.05.2017 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    95 Millionen

    brauchen eine saubere Kosten/Nutzen Analyse

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Denker am 20.05.2017 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seewasser zum Heizen ?

    Ich vetstehe die Technik nicht ganz. Kühlen mit Seewasser ist klar. Wobei in der kühlen Schweiz der Bedarf nach Kühlung gering ist. Aber wie will man im Winter mit Seewasser heizen?

    • TheTraveler am 20.05.2017 17:42 Report Diesen Beitrag melden

      Waermepumpe

      Stichwort Waermepumpe. Funktioniert aehnlich wie ein Kuehlschrank, denn dieser gibt auf der Rueckseite die dem Innenraum entzogene Waermeenergie wieder ab.

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  • Chrigu am 20.05.2017 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strom nicht vergessen

    50 Gigawattstunden Wärme hrgestellt mit einer Wärmepumpe. Das benötigt in etwa 32 GW aus dem Seewasser und 18 Gw Elektrische Energie. Das wird oft vergessen!

    • Kusi am 20.05.2017 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chrigu

      und nicht zu vergessen, dass die direkte kühlung strom spart und, dass elektroheizungen und elektroboiler massiv- aber massiv mehr anteil am aktuellenstromverbrauch in der schweiz haben sie wurden ja gefördert um den überstrom der akw abzufackeln

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  • Thomas der Ungläubige am 20.05.2017 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Effizienz ist am Umweltfreundlichsten

    Wichtig ist vor allem die Effizienz der neuen Geräte, aber man sollte nicht auf die Laborwerte der Hersteller vertrauen - siehe Beispiel Autohersteller.

  • Praktiker am 20.05.2017 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirkliche Ökologie

    Wäre es ökologisch nicht sinnvoller, wenn die 5000 Haushalte ein Freikarte für den täglichen Seebesuch sowie einen warmen Pullover bekommen würden?

  • Franco am 20.05.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache

    Genau das gefällt mir an der Energiewende, saubere, innovative Energien - und vorallem bleibt das Geld und die Investition in der CH.

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