Tunnel Lungern

02. August 2017 16:11; Akt: 02.08.2017 19:19 Print

Mann glaubte, er dürfe auf beiden Spuren fahren

von Daniela Gigor - Schon vor dem schweren Unfall im Tunnel Lungern am Dienstag war es immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen. Nun handeln die Behörden.

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So sah es am Dienstag nach dem Unfall im Tunnel Lungern aus. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

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Ein Ehepaar und drei Kinder waren am Dienstag auf der A8 Richtung Brünig unterwegs. Die Familie aus Saudi-Arabien fuhr mit ihrem Mietwagen bei dichtem Verkehr auf der Gegenfahrbahn in den Tunnel Lungern und kollidierte darauf mit einem korrekt entgegenkommenden Auto. Eine Töfffahrerin und ein weiteres Auto wurden in die Karambolage involviert. Fazit: Zwei Personen wurden schwer verletzt, sechs weitere Personen wurden mit leichteren Verletzungen in Spitäler gebracht.

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«Der Unfallverursacher ging nach eigenen Angaben irrtümlich davon aus, dass beide Fahrspuren im Tunnel Lungern dem Verkehr Richtung Interlaken zur Verfügung stehen», sagt Stefan Küchler, Kommandant der Obwaldner Polizei.

Sie konnte im letzten Moment das Steuer herum reissen

Der Mann aus Saudi-Arabien ist aber nicht der einzige Falschfahrer im Tunnel Lungern. Bereits am 4. März 2017 entkam eine hochschwangere Frau* und ihre Cousine* nur mit viel Glück einem schweren Unfall: «Wir waren am frühen Abend von Meiringen auf dem Heimweg in Richtung Luzern. Kurz bevor wir aus dem Tunnel Lungern kamen, fuhr ein Geisterfahrer mit 80 km/h auf uns zu», so die Frau zu 20 Minuten. Im letzten Moment gelang es der Automobilistin, das Steuer herum zu reissen und dem Geisterfahrer auf die Gegenspur auszuweichen. «Wäre auf der Gegenfahrbahn ein Auto entgegengekommen, wäre es so oder so zu einer Frontalkollision gekommen», sagt die junge Mutter weiter.

Sicherheitslinien überfahren

Damals sei ein Chinese mit einem Mietwagen als Geisterfahrer unterwegs gewesen. «Ich habe noch heute Schweissausbrüche, wenn ich über den Brünig fahren muss», sagt die Cousine, die sich Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit wünscht. Heute werden die Zufahrten zum Tunnel mit Sicherheitslinien getrennt. Im Tunnel Lungern gibt es gar eine doppelte Sicherheitslinie.

Zusätzliche Markierungen

Küchler bestätigt auf Anfrage, dass im Tunnel Lungern «in den ersten sieben Monaten 2017 zwei Fälle mit falsch einfahrenden Fahrzeugen und vier Wendemanöver polizeilich festgestellt und zur Anzeige gebracht» wurden. Glücklicherweise kam es nicht zu Verkehrsunfällen. Um den Tunnel Lungern sicherer zu machen, werden in den nächsten Tagen in beide Richtungen grosse Richtungspfeile beim Tunnelportal am Boden markiert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manu ela am 02.08.2017 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und..

    ..die doppelte Sicherheitslinie ist zur Deko da. Die Strasse ist sonst so leer.

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  • Dr Nidwaldner am 02.08.2017 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfälle werden gemacht, sie passieren nicht

    Wenn die nicht fahren können, einfach nicht fahren lassen in der Schweiz. Offensichtlich sind Araber, Japaner und auch andere auf unseren Strassen überfordert. Sie sollten demnach hier nicht fahren. Eines sollte nie vergessen werden, Unfälle passieren nicht, sie werden gemacht, es gibt also immer einen Schuldigen. Als sozial Verweichte müssen wir wieder lernen zu bestrafen und zu verbieten. Mit meinen Gedanken bin ich immer bei den Korrekten, sie leiden unter den schlechten Fahrern. Wenn ich nicht Skispringen kann dann springe ich ja auch nicht oder? Kann man es nicht lässt mans besserbleiben

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  • Gill Bates am 02.08.2017 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glauben nicht gleich Wissen

    Und dabei ist eine doppelte Sicherheitslinie aufgemalt. Ich glaubte auch schon einiges im Leben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Julia am 06.08.2017 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    manche leuten beachten nicht den gegen verkehr . das sieht man doch das es nur 1 spurig ist und erst recht wenn es eine Doppelte sicherheitslinien hat ! leute schaut auf die Straße und auf die anderen Verkehrsteilnehmer.

  • Reisender am 05.08.2017 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Führerschein mit Kamel

    Wahrscheinlich hat er den Führerschein mit dem Kamel gemacht. Solchen Nationalitäten dürfte man, meiner Meinung, keinen Mietwagen ohne europäischen Chauffeur vermieten.

  • M.Sch. am 04.08.2017 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Polizei??

    Da wird eindeutig nicht mit gleichen Ellen gemessen! Fahre regelmässig diese Strecke. Es ist unglaublich was da von Autos mit AI Nummern zu sehen ist. Foto Fahrten mit 60 Kmh auf der A8. Schleicherfahrten amass über den Brünig. Gefährliches anhalten und so weiter. Ich frage mich wiso diese Nationen eine Fahrbewilligung in der Schweiz erhalten. Wir Einheimischen werden für jedes noch so kleine Vergehen abgezockt. Das Fahrverhalten dieser Nationen ist Fahrlässig und nicht Regelkommvorm. Die Polizei muss hier viel mehr durchgreiffen....!!

  • Ma Ry am 03.08.2017 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsfreie Zone am Brünig?

    Das ist der Alltägliche Wahnsinn von Mai bis September auf dieser Strecke. Die Mietwagenfahrer sind ein Sicherheitsrisiko. Sie kennen oft unsere Signalisationen und Verkehrsregeln nicht. Sie steigen auf Autobahnen aus dem Auto, überholen über Doppelte und Einfache Sicherheitslinien. Sie fahren zu schnell, kriechen oder zickzacken sich über den Pass... Entweder man verbietet gewissen Welt-Regionen, die keine konforme Regelung haben das Fahren in Europa oder wir nehmen die Verkehrstoten zugunsten des Individual-Tourismus in Kauf. Wie wärs mit Internationalen Regeln wie im Luftverkehr?

  • Kurt Felder am 03.08.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Unfall im Tunnel Lungern

    Die Markierung der einspurigen Autobahnen in der Schweiz beruht auf einem gravierenden Denkfehler. Die Markierung sollte nicht grün, wie bei echten Autobahnen, sondern in einer anderen Farbe sein. Die jetzige Differenzierung ist viel zu schwach und führt dazu, dass Leute die sich dieses Unterschieds nicht bewusst sind, gravierende Fehler machen. Nach längerem Auslandaufenthalt tappte ich selber in diese Falle, kam jedoch mit dem Schrecken davon. Grosse Richtungspfeile sind nicht die Lösung, da sie nicht bei jeder Wetterlage und Tageszeit leicht erkennbar sind.

    • Alfons L. am 04.08.2017 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt Felder

      Eine weitere Möglichkeit wäre: Dauerlichtsignal an der Tunneldecke. Rechts grün, links rot.

    • Roli am 04.08.2017 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt Felder

      Wer eine ausgezogene Sicherheitslinie nicht als solche erkennt, sollte mit der Bahn reisen.

    • A8 Anwohner am 05.08.2017 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alfons L.

      Eine ganz änder Möglichkeit wäre, den Leuten die nicht in der Lage sind zu beurteilen auf was für einer Strasse sie fahren, den Führerschein weg zu nehmen. Lieber Herr Alfons L. Sie machen mir Angst.

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