Solar-Challenge

12. Juni 2018 05:47; Akt: 12.06.2018 09:05 Print

Mit dem Solar-Rennwagen quer durch Südafrika

Lehrlinge und Studenten aus der Ostschweiz bauen einen Solar-Rennauto. Als einziges Schweizer Team wollen sie damit an einer Challenge in Südafrika teilnehmen.

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«Das Auto muss vor allem möglichst leicht sein», erklärt Benjamin Darman aus Wil. Zusammen mit anderen Studenten und Lehrlingen nimmt er an der diesjährigen Sasol Solar Challenge teil, bei der rund 20 Teams mit ihren selbstgebauten Solar-Rennautos quer durch Südafrika fahren. In acht Tagen müssen es die Autos schaffen, allein mit Solar-Energie eine Strecke von rund 1500 Kilometern zurückzulegen.

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Einziges Team aus der Schweiz

«Unser Ziel ist es in erster Linie, das Rennen zu beenden», sagt der 21-Jährige. Natürlich würde das einzige Team aus der Schweiz aber am Ende gerne den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Konkurrenz erhalten die jungen Studenten und Lehrlinge von überall auf der Welt, vor allem von Studententeams aus Japan, Holland oder den USA. Momentan befindet sich das rund 15-köpfige Team in den Aufbauarbeiten: «Bei uns sind viele Lehrlinge dabei, deshalb müssen wir viel am Abend oder am Wochenende daran arbeiten», so Darman.

Bereits zum dritten Mal baut das Team einen solchen Boliden. Gegründet wurde das Team, dass sich Solar Energy Racers nennt, bereits im Jahr 2010. Zusammengefunden hatten sie damals an einem Jubiläumsfest der Bühler AG aus Uzwil, die das Team auch dieses Jahr tatkräftig unterstützt: «Unser Beitrag ist, dass wir die Räumlichkeiten, Materialien und unser Know-How zur Verfügung stellen», so Samuel Eckstein, Sprecher von Bühler, auf Anfrage. Für die finanzielle Unterstützung suche das Team andere Sponsoren, das sei Teil der Aufgabe. «Das innovative Solarmobil ist bereits finanziert, nun sucht das Team noch Sponsoren für die Reise nach Südafrika», so Eckstein.

Leichter und schneller

In der Vergangenheit hat das Team bereits an Solar-Challenges in Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in den USA teilgenommen. Das jetzige Auto werde noch kleiner als die bisherigen. Wiegen soll es rund 120 Kilogramm. Im Vergleich zum vorherigen Auto, dass rund 150 Kilogramm wog und eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreichte, sollte es dann auch schneller sein. «Das muss es auch, die Konkurrenz schläft natürlich auch nicht», so Eckstein.


Das Team erklärt, wie der Aufbau eines solchen Fahrzeuges funktioniert. (Video: Solar Energy Racers)

Bis Mitte September hat das Team nun noch Zeit, das Auto nach allen Vorgaben der Sasol Solar Challenge fertigzubauen. Start der Challenge ist dann am 22. September, sie dauert bis zum 30. September. «Wir sind sehr optimistisch, denn die Erfahrung bringen wir mit», sagt der junge Student.

Wenn Sie das Team unterstützen wollen, melden Sie sich hier.

(lad)

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