Frauenfeld

09. November 2017 15:17; Akt: 09.11.2017 17:45 Print

Die «Deppenfalle» hat wieder zugeschnappt

Schon wieder: Am Donnerstag ist ein Arbeitsfahrzeug mit Hebebühnenkran in Frauenfeld in die Bahnhofsunterführung gekracht.

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«Der Wagen ist in voller Fahrt in die Unterführung gekracht», berichten zwei Leser-Reporter. Da sie in der Nähe arbeiten, haben sie den Unfall direkt mitbekommen. «Es gab einen richtigen Knall. Die Pneus sind sofort geplatzt und der Airbag wurde ausgelöst», so die Leser-Reporter. Die Unterführung musste daraufhin für den Verkehr gesperrt werden.

Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war der 36-jährige Chauffeur kurz vor 14 Uhr auf der Rheinstrasse in Richtung Rosenegg-Kreisel unterwegs. Dabei übersah er die Höhenbegrenzungstafel, touchierte den Höhenbegrenzungsbalken und prallte in die Bahnunterführung. Beim Unfall wurden der Chauffeur sowie sein 18-jähriger Beifahrer verletzt und mussten mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

Kein Einzelfall

Die Unterführung ist in Frauenfeld berüchtigt. Sie ist wegen diverser Gleise in der näheren Umgebung nur etwas über 2,70 Meter hoch. Das ist zu wenig für viele Liefer- und Lastwagen, weshalb es regelmässig zu Unfällen kommt. Von 2002 bis Mitte 2014 wurden 39 Unfälle registriert. Im Thurgau wird sie wegen der vielen Unfälle auch Deppenfalle genannt.

Da hilft offenbar auch kein Warnbalken. Denn auch dieser wird regelmässig in Mitleidenschaft gezogen. «Früher war der Balken aus Holz und musste regelmässig ersetzt werden. Heute ist er aus Plastik», so ein Leser-Reporter. Der gehe nicht ständig kaputt, allerdings würde man so wohl weniger hören, wenn man ihn touchiert. Weshalb die Warnfunktion mit einem Holzbalken aus Sicht des Leser-Reporters wohl effizienter war.

(taw)