Wil SG

04. Januar 2017 05:46; Akt: 04.01.2017 10:10 Print

Kleiner, tapsiger Nemo in Geissengehege ausgesetzt

Nach Neujahr wurde ein Welpe beim Wiler Weiher ausgesetzt. Dank einem aufmerksamen Anwohner konnte er gerettet werden. Jetzt ist er im Tierheim in Dicken.

Nach Neujahr wurde ein Hundewelpe beim Wiler Weiher ausgesetzt. Ein aufmerksamer Bürger konnte den Kleinen retten.
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«Es war offensichtlich, dass der Welpe ausgesetzt wurde», so Sebastian Koller. Der 28-jährige Tierarzt hörte in der Nacht auf Montag ein trauriges Jaulen. Daraufhin ging Koller nach draussen – und fand im abgesperrten Geissengehege beim Wiler Weiher einen Hundewelpen. Koller ist sich sicher: «Jemand wollte den kleinen Hund loswerden, alleine konnte der tapsige Welpe unmöglich in das Gehege kommen.» Er nahm den fast erfrorenen Welpen nach Hause und alarmierte am Montag den Tierschutz der Stadt Wil.

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Hundewelpe wurde ausgesetzt

Nun befindet sich der Kleine im Büsi- und Papageienhof in Dicken SG. «Ein Tier auszusetzen, ist unter aller Würde. Ich kann nicht verstehen, wie Menschen so etwas machen können», so Leiter Marcel Jung. Zum Glück habe Koller den Welpen gefunden – das etwa sechs Wochen alte Tier hätte die eisige Nacht nicht überlebt. «Es geht ihm gut, wir päppeln ihn auf. Er hat jetzt einen Namen: Nemo», so der 52-Jährige. Nemo spiele jetzt fröhlich herum und die Pfleger kümmerten sich liebevoll um ihn. «Er braucht jetzt viel Wärme, das ist ein riesiger Schock für ein so junges Tier.»

Nemo sei eigentlich noch zu jung, um weg von seiner Mutter zu sein. Nun bleibt er vorerst im Büsihof und wird vom Tierarzt kontrolliert und gechipt. «Wir können noch nicht sagen, was er für eine Rasse hat. Auf jeden Fall ist er ein Mischling – wahrscheinlich ein Hirtenhund», so Jung.

«Tiere gehören nicht unter den Christbaum»

Laut Jung werden um Weihnachten vermehrt Tiere ausgesetzt – das sei ein grosses Problem. Viele Menschen würden zu Weihnachten ein Tier geschenkt bekommen. Erst im Nachhinein merkten dann viele, dass ein Tier nicht nur süss sei, sondern auch Arbeit bedeute. «Tiere sind keine Plüschtiere. Sie gehören nicht unter den Christbaum.»

Und wenn man ein Tier nicht behalten könne oder wolle, gebe es genug Alternativen, um es nicht einfach auszusetzen: «Man kann bei einem Tierheim anfragen oder sich bei der Gemeinde melden.»

(luh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • amarone am 04.01.2017 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kranke Welt

    Ich kann es nicht glauben. Wie krank muss man im Kopf nur sein um einem Tier so etwas antun zu können? Ich hoffe Nemo findet einen guten Platz bei einer netten Familie, die auch Zeit für den kleinen Hund hat.

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  • Zhar Cast BL am 04.01.2017 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz traurige Geschichte

    Von sehr seeehr verzweifelten Menschen.Ohne Sinn für Tierliebe.Herzlos geradezu.

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  • selyna1 am 04.01.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welpe

    Das ist die Menschheit nur auf sein eigenes Wohl bedacht die, die das waren sollten sich so was von schämen und wenn sie noch mehr Tiere haben alle sofort wegnehmen zum Schutz der Tiere!!sage nur PFUI

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Syb am 04.01.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Karma will take place

    Härtere Massnahmen sollten endlich ergriffen werden. Keine Tiere auf Internetplatformen und Knallhart registrieren und bestrafen. Herzlos und unbegreiflich.

  • Berlingöre am 04.01.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Also echt. Tiete sollte man nur verschenken wenn man vorher alles beredet hat und 100%weiss das das Tier willkommen ist . Wenn man es doch nicht haben darf oder will ab zum Tierheim /Tierauffangstation...gibt genug möglichleiten aber nicht diese die gewählt wurde.Solche "Menschen" sollten ne fette Strafe bekommen !!!

  • Scarlett62 am 04.01.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tränen

    Nach dem Video und dem Bericht flossen bei mir nur noch die Tränen. Für so etwas gibt es einfach keine Entschuldigung. Und an alle Dislikers, bitte begründet doch euer Daumen runter, oder haltet euch au den Kommentaren raus. Danke.

    • mini5156 am 04.01.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Scarlett62

      So ein guter Kommentar. Bravo (Daumen rauf)

    • Scarlett62 am 04.01.2017 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @mini5156

      Danke

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  • mini5156 am 04.01.2017 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich nehme

    ihn... Sofort!

  • I.G am 04.01.2017 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere sind keine Geschenke

    Daher keine Tiere als Weihnachtgeschenke oder Geburtstagsgeschenke. Ständig werden Tiere Ausgesetzt einfach nur Traurig. Wenn man Tiere liebt, dann sollten diese auch bei schönen Momente gekauft werden. Auch sollte man sich über die richtige Haltung Informieren bevor man Tiere bei sich einziehen lässt. Jedes Tier hat seine Bedürfnisse.