Gossau SG

26. Juli 2017 05:49; Akt: 26.07.2017 12:39 Print

Rätsel um deutsches Auto auf Rastplatz gelöst

Rund einen Monat stand auf einem Rastplatz bei Gossau ein verlassener VW Golf mit deutschem Kennzeichen. Am Montag wurde das Auto schliesslich abgeholt.

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Eine Deutsche liess den weissen VW Golf mit deutschem Kennzeichen aus Bad Tölz am 25. Juni auf dem Rastplatz Wildhaus Nord bei Gossau stehen. Das verlassene Auto blieb nicht unbemerkt, bei der Polizei gingen unzählige Anrufe ein. Deshalb wurde ein rot-weisses Absperrband gespannt, «Polizei-Sperrzone» steht darauf. «Der Wagen war nicht mehr in einem besonders guten Zustand und die Fahrerin habe sich nicht getraut, weiterzufahren», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Grund sei ein technischer Defekt am Auto gewesen. «Die Frau ist danach von Kollegen auf dem Rastplatz abgeholt worden», so Schneider. Den VW Golf hat sie stehen lassen.

Anschliessend versuchte die Polizei die 24-jährige Besitzerin zu kontaktieren, was ihr mittlerweile gelang. «Ihr Lebenspartner (47) holte das Auto am Montag auf Weisung der Polizei vom Rastplatz ab», sagt Schneider. Danach sei er nach Österreich gefahren. Vermutlich werde der VW Golf nun verschrottet.

Polizeieinsätze können verrechnet werden

Bei der Abholung des Wagens sprach die Polizei mit dem Lebensgefährten der Fahrerin. «Wir haben ihm nichts verrechnet, allerdings können die Einsätze der Polizei zu Lasten der Fahrerin verrechnet werden», sagt Schneider. Dass der Wagen nun fast einen Monat auf dem Rastplatz stand, bringt keine zusätzlichen Kosten mit sich. «Auf den weissen Parkplätzen der Rastplätze gibt es keine Busse, solange das Auto immatrikuliert ist», sagt Jessica Wullschleger, Mediensprecherin des Bundesamts für Strassen (Astra).

Dass Autos für längere Zeit auf Rastplätzen stehen bleiben, ist nach Schneider im Kanton St. Gallen keine Seltenheit. «Wir bekommen oft Anrufe, dass Fahrzeuge schon tagelang an derselben Stelle stehen», so Schneider. Dies seien vielfach Lastwagen, die nach einer Panne stehen gelassen wurden. «Die meisten Fahrer holen ihr Fahrzeug dann allerdings innerhalb einer Woche wieder ab», sagt Schneider.

(air)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wäckerli am 26.07.2017 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles i.O.

    Warum sollte die Polizei etwas verrechnen. Am Wagen wurden die Kennzeichen ja von der Besitzerin nicht entfernten und der Wagen stand vorschriftsgerecht auf einen zeitlich nicht beschränten Parkplatz.

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  • Maik am 26.07.2017 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es sonst nichts ist.

    Sorgen hat dieses Land..

  • Peter B. am 26.07.2017 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Pannenfahrzeug

    Was für eine Story. WOW! Habt ihr alle den nichts gescheiteres zu tun als Euch um fremde Leute, weil defekt abgestellte Autos zu kümmern und Euch anzumassen noch deren Besitzerin und deren Bekannten zu qualifizieren? Seid doch einfach froh darüber, dass eigentlich nichts passiert ist und sich die Sache als Panne entpuppt hat. In was für einer gestörten Welt leben wir eigentlich. Ich schäme mich!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nobody am 27.07.2017 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten sparen wo man kann

    Es scheint mittlerweile eine ganz normale Sache zu sein den Schrott in der Schweiz zu entsorgen. In Basel werden jährlich mehrere Duzend französische Fahrzeuge abgestellt. Die werden dann auf Staats- resp. Steuerkosten entsorgt.

  • Sonja Koch am 26.07.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unlogisch

    Da hört man von morgens bis abends, 24h/24h, 365 Tage im Jahr, man solle umweltfreundlich sein und so wenig wie möglich fahren -und tut dies jemand, ist er gleich verdächtig. Das soll einmal einer verstehen! Sollen jetzt die Leute, die nicht viel fahren, extra sinnlos herumfahren, damit die Psychopathen zufrieden sind? Es gab mal einen Country Super Hit: "Mind your own business!" =Kümmere dich um deine eigenen Sachen!

  • Rico am 26.07.2017 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reisender Schweizer

    Immer wieder herzig über was sich Schweizer aufregen können.Das Auto war Vorschrifts gemäss Parkiert und eingelöst.Die Nörgler sollen Reisen gehen die Welt erkunden und wen sie retour kommen wissen sie Das kleine Probleme niemanden interessiert.

    • Nobody am 27.07.2017 17:00 Report Diesen Beitrag melden

      Denken und dann lenken

      Tja mein lieber, Deutsche und Französische Nummernschilder verbleiben am Auto, auch wenn es nicht mehr im Betrieb ist und keine Versicherung eingelöst ist. So werden z. B. in Basel dutzende französische Autos entsorgt. Natürlich alles auf Staatskosten von Basel.

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  • TP Rast am 26.07.2017 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bad Tölz bis Wildhaus Nord bei Gossau

    sind es knapp 200km. Plötzlich nicht mehr getraut weiter zu fahren, aber an PW-Parkplätzen vorbeigefahren bevor das Auto halb im Gras parkiert wurde. Ich würde dort parkieren, wenn ich sicherstellen möchte, dass ich ungehindert wieder wegfahren kann. - Von Kollegen abgeholt (400km gefahren?). Nach einem Monat war es dann aus eigenem Antrieb wieder fahrbar? - Das ergibt ein etwas wirres Bild. Vielleicht wäre eine logische Erklärung noch wirrer.

    • Nobody am 27.07.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

      Schrottexport

      Eben, man merkt es erst dann wenn der Wagen Schrott ist wenn man in dann im Ausland stehen lassen kann. Zu Hause müsste ja man Verschrottungskosten zahlen.

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  • Sean am 26.07.2017 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbildlich

    Eigentlich ist das ja Vorbildlich von dieser Dame. Sie gefährdet so keine anderen auf der Autobahn.