Fliegerschiessen auf der Axalp

11. Oktober 2017 17:31; Akt: 11.10.2017 19:59 Print

Die Schweizer Luftwaffe zeigt ihre Muskeln

Auf der Axalp hat heute das traditionelle Fliegerschiessen stattgefunden. Tausende Zuschauer sind für die Vorführungen angereist.

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Das traditionelle Fliegerschiessen der Luftwaffe auf der Axalp im Berner Oberland hat am Mittwoch rund 6000 Zuschauer angelockt. Im hochgelegenen Talkessel verfolgten sie die Vorführungen von Kampfflugzeugen und Helikoptern.

Fliegerspektakel auf der Axalp: Die Luftwaffe zeigt, was sie kann. Video: Tamedia/SDA

Für die aussichtsreichen Plätze am Tschingel- und Axalphorn auf etwa 2200 Metern über Meer mussten die Zuschauer zwischen ein und drei Stunden Fussmarsch auf sich nehmen. Am Mittwoch herrschte ideales Herbstwetter. Das ist nicht immer so, denn in den letzten Jahren musste der Anlass auch schon wegen dichten Nebels abgesagt werden. Die Demonstrationen auf dem Fliegerschiessplatz Axalp-Ebenfluh haben zum Ziel, Mittel und Können der Schweizer Luftwaffe vorzuführen.

Ursprünglich war der Anlass für die militärische Führung, Politiker und geladene Gäste gedacht. Doch mit den Jahren zog das Fliegerschiessen immer mehr Schaulustige an. Heute pilgern Fliegerfans aus aller Welt auf die Axalp.

Programm wird am Donnerstag wiederholt

Auf dem Programm standen am Mittwoch unter anderem Kanonenschiessen im Gebirge, ein Defilée mit F/A-18 und F-5 Kampfflugzeugen, eine Präsentation der PC-21-Staffel, ein Einsatz von Fallschirmaufklärern sowie Rettungs- und Löscheinsätze.

Das Fliegerschiessen vom Mittwoch verlief ohne Zwischenfälle nach Programm, wie Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, auf Anfrage sagte. Unter den geladenen Gästen befand sich auch Armeechef Philippe Rebord. Das Fliegerschiessen wird am Donnerstag mit gleichem Programm wiederholt.

Schwere Unfälle

Die Luftwaffe musste in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle verkraften. Mitte September stürzte eine PC-7 während eines Trainingsflugs im Gebiet des Schreckhorns ab. Der Pilot konnte nur noch tot geborgen werden.

Im September 2016 stürzte ein Superpuma auf dem Gotthardpass ab. Beide Piloten kamen ums Leben. Rund einen Monat zuvor zerschellte ein Kampfjet im Gebiet des Sustenpasses an einem Berggipfel. Der Pilot kam ums Leben.

Der Fliegerschiessplatz Axalp-Ebenfluh wird seit den 1940-er Jahren von der Armee genutzt.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tia Meier am 11.10.2017 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Eines ist klar...

    fliegen können sie, diese Piloten.

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  • Andy76 am 11.10.2017 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Freies Land

    Finde es gut solche Events. Es zeigt einem den Einsatz der Armee zum Schutze unseres Landes, wo eigentlich viel zu wenig Achtung geschenkt wird. Vorallem in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass man weis, es ist jemand da wo für unser Land da ist, ich jedenfalls bin froh, schon nur wegen unseren nachkommen. Aber ich denke es gehört noch viel mehr dazu, ein freies und solides Land zu sein.

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  • Sandro am 11.10.2017 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Wieso wird immer wieder auf Unfälle fokussiert?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jammeri am 12.10.2017 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Fliegen hat mir gefallen aber

    Das fliegen war super das daneben schiessen leider nicht so... gut gibts die Infanterie noch.

  • Streichler am 12.10.2017 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück kein Unfall!

    Zum Anmerken: Mit jedem der gezeigten Flugzeugtypen auf der Axalp hatte die Schweizer Luftwaffe in den vergangenen Jahren einen Unfall! Die Ausnahme bilden die PC-21 und der fliegende Traktor der Fallschirmjäger. Seien wir also froh, dass auf der Axalp zum Glück nichts passiert ist und alle Piloten und Zuschauer wieder heil nach Hause gingen!

  • R. S. am 12.10.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Was das wieder.....

    ... an co2 und Feinstaub erzeugt hat und das für nichts. Denn die Armee ist im Ernstfall sowieso nicht besetzt weil ausserhalb der Bürozeit und angeblich ja alles defekt und veraltet. Hätten das Geld lieber an Familien verteilt die es brauchen könnten

    • WIltell am 12.10.2017 13:27 Report Diesen Beitrag melden

      Falsche Ziel

      Die Mengen von CO2 und Staub sind miniscule zu vergleichen mit denen die Stundenmässig in unsere Städte und von unsere Zivilluftfahrt kommen.

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  • Oli am 12.10.2017 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wünschenswert oder nötig?

    Kann mich mal einer über das Budget der Veranstaltung informieren? Besten Dank.

    • Innerschweizer am 12.10.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oli

      Es gibt kein spezielles Budget für solche Anlässe, das Militär beziehungsweise die Luftwaffe hat pro Jahr ein bestimmtes Budget zur Verfügung.

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  • Pet am 12.10.2017 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lärmig

    Die Jungs üben ja auch jeden Tag bei über dem Appenzell und St. Galler Rheintal mit ihren PC 21. Mmmmmiiiiiuuuuuiiiiiääää Lärm den ganzen Tag, aber nur bei schönem Wetter. Früher hatten sie mal noch den Transponder ein geschaltet, da sah man sie noch auf dem Radar. Jetzt hört man sie nur noch.