Anekdoten aus Zermatt

11. Januar 2018 16:37; Akt: 11.01.2018 17:51 Print

Zu wenig Wodka für Russen, Flirt für Marco (17)

Das Schneechaos im Wallis ist vorbei. Zurück bleiben besondere Erinnerungen an besondere Tage, abgeschnitten vom Rest der Welt.

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Wenn 13'000 Leute auf engstem Raum in einem Bergdorf festsitzen, kommt es unweigerlich zu aussergewöhnlichen Momenten und Begegnungen.

Eine Anekdote kann etwa der einheimische Barkeeper Nico erzählen, der saisonweise am Fusse des Matterhorns Drinks mixt. Die langen Tage der Abgeschiedenheit verbrachten viele Touristen aus Russland an seinem Tresen. Dabei bestellten sie schon am Nachmittag ihr liebstes Getränk: Wodka.

«Anfang Woche war noch alles in Ordnung», erzählt Nico mit einem Grinsen. Er habe serviert und nachgeschenkt, bis auch der letzte Gast bedient war. Doch an Tag zwei wurden die Ressourcen immer knapper; der Wodka-Vorrat neigte sich dem Ende zu. Das wäre alles halb so schlimm gewesen, hätten die Russen nicht extrem Gefallen an seiner Bar und dem Wodka gefunden.

Trinkgewohnheit der Russen über Bord geworfen

So hätten die russischen Touristen bis Dienstag um Mitternacht die gesamten Wodkareserven weggetrunken. Um nicht auf dem Trockenen sitzen zu müssen, warfen die Gäste ihre Trinktradition über den Haufen: «Nur sehr widerstrebend stiegen die russischen Schluckspechte schliesslich auf eine andere Spirituose um», erzählt der Barkeeper. Er werde diese Geschichte in Erinnerung behalten.

Und um zu verhindern, dass sich dieses Szenario wiederholt, hat die Bar das Getränkelager nun aufgestockt: «Für den Fall, dass wir nochmals eingeschneit werden, werden wir in nächster Zeit genug Wodka vorrätig haben», sagt Nico.

«Es war eine Flachländerin, aber hübsch!»

Während sich die Russen mit fremden Getränken anfreundeten, lernte der 17-jährige Marco aus Zermatt dank dem Schnee eine hübsche Dame kennen. «Sie ist zwar eine Flachländerin, aber eine hübsche und lustige», erzählt der Einheimische. Verschmitzt lächelnd meint er, er sei froh ob des ganzen Schnees. «Sie war für einige Tage in Zermatt und wollte am Montag wieder die Heimreise in die ‹Üsserschwiiz› antreten. Doch das Wetter machte ihr einen Strich durch die Rechnung.»

Also sei sie während ihrer zusätzlichen Ferientage durch die Zermatter Bars gezogen. Und dort habe er sie per Zufall getroffen, etwas mit ihr getrunken und die Handynummern getauscht. «Ja, wir schreiben jetzt schon oft», erklärt der junge Mann und errötet leicht. Sollte aus ihm und der hübschen «Ausserschweizerin» etwas werden, wird es bestimmt eine schöne Geschichte für die zukünftigen Enkelkinder.


Auch der Gemüsehändler aus Zermatt hat zu erzählen:

(br/miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fero am 11.01.2018 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    und Ich

    hatte den Mc Raclett über den Mittag..war Lecker

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  • Alles wird gut am 11.01.2018 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mühsam

    Sassen tatsächlich 13000 Leute in Zermatt fest? Nein 99,9 % waren in den FERIEN!

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  • Der Ironiker am 11.01.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein neuer Rekord

    Rund 7,5 Milliarden Menschen weltweit waren von Zermatt abgeschnitten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ernst am 12.01.2018 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habe in Zermatt gewohnt

    Als dort noch Schweizer arbeiteten. Jetzt sind es 3500 Portugiesen auf eine Bevölkerung von 5000.

    • Max Müller am 12.01.2018 16:19 Report Diesen Beitrag melden

      Und?

      und was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun?

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  • Blue Angel am 12.01.2018 00:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flachland=Niederungen

    Flachland? Ja es heisst Schnee bis ins Flachland. Es ist gleichgestellt bis in die Niederungen. Bei uns bis ca. 400 M.ü.M.

  • Bergler am 11.01.2018 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Was ein Chaos für Tamedia-Praktikanten..

    ....ist, ist ein Fest bei denen, die wirklich in Zermatt waren. Und die Russen, die den Wodka vermissen, haben nun einen Monat mehr Lebenserwartung! Statt 61,3 Jahre, dürfen sie nun 61,5 Jahr leben! Ist doch auch was!

  • Herdöpfel am 11.01.2018 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustige Zeitgenossen

    Botz Blitz, da können jene welche arbeiten müssen, jene jammern hören, welche frei und Ferien feiern vernehmen; wie Fladimir und Boris fast verzweifeln weil sie länger Ferien machen müssen - wohlverstanden müssen - und nicht genug Wodka trinken können ;-)

  • rheintaler am 11.01.2018 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weisswein

    die walliser haben gut lachen solange sie weisswein haben ;-)