Instagram

12. März 2018 05:45; Akt: 12.03.2018 15:16 Print

Kopflose Influencer setzen voll auf Bling-Bling

Die Berner Artworth Brothers posten auf Instagram Bilder von Luxusuhren, massgeschneiderten Anzügen und teuren Autos. Bezahlen müssen sie für den ganzen Luxus nichts.

Von den Anzügen, über die Uhren bis hin zum Portemonnaie wurde alle von verschiedenen Firmen gesponsert.(Video:ber/rc)
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«Eigentlich sind wir alle Influencer», sagt Thomas, der jüngste der drei Artworth Brothers. «Sobald man ein Foto mit einem Markenartikel auf einer Social-Media–Plattform hochlädt, betreibt man indirekt Werbung für den getragenen Gegenstand.»

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Vasco, Thomas und Thierry aus der Region Bern betreiben zu dritt als Hobby einen Instagram-Account mit fast 30'000 Follower. Sie sind zwischen 21 und 24 Jahre alt und möchten anonym bleiben.«Wir wollen nicht unsere Personen in den Mittelpunkt der Seite stellen, sondern den Gentleman-Lifestyle. Deswegen zeigen wir auch keine Gesichter auf unseren Bildern.»

Auf ihrem Profil Artworth Brothers posten sie fast täglich Bilder in massgeschneiderten Anzügen, teuren Autos und Schweizer Uhren. «Wir arbeiten alle hart an unseren Berufskarrieren und betreiben den Account nur nebenbei. So sind wir auch von niemandem abhängig», sagen die drei. «Wir unterstützen auch kleinere Unternehmen, solange uns ihre Produkte überzeugen. Beispielsweise kooperieren wir mit einem Unternehmen aus Biel das Swiss-Made-Portemonnaies herstellt. Uns geht es nicht ums Geld», sagen die Artworth Brothers im Gespräch mit 20 Minuten. So erhalten sie von den präsentierten Unternehmen auch keine Gage, sondern die getragenen Produkte – ausser bei den Autos, die sie für eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt bekommen.

«Viele Follower allein reichen nicht mehr aus»

Da die Artworth-Jungs auf ihren Social-Media Plattformen eine beachtliche Reichweite haben und üblicherweise ein junges Zielpublikum im Alter von 18 bis 25 Jahren ansprechen, werden immer häufiger Firmen auf sie aufmerksam.

Die kopflosen Influencer

«Das Wichtigste ist, dass man authentisch bleibt und nur Sachen postet, die einen auch wirklich interessieren», sagt Vasco, der die Instagram-Seite Ende 2016 gründete. Nach und nach konnten die drei die Zahl ihrer Follower in die Höhe treiben.«Nur viele Follower zu haben, reicht heute nicht mehr aus, man braucht eine gewisse Reichweite und aktive Fans, die kommentieren, teilen und liken. Man kann sich auch Follower kaufen, dies ist jedoch ein No-Go und wird von seriösen Firmen schnell durchschaut.»,

«Es geht darum, die Marke in den Köpfen der Follower zu verankern»

Mittlerweile haben die Artworth Brothers mehrere feste Partner, mit denen sie zusammenarbeiten. «Für uns war klar, dass wir nicht mit jeder beliebigen Marke eine Partnerschaft eingehen. Speziell bei den Uhren war es uns wichtig, dass es eine Schweizer Firma ist.»

Unterstützt und ausgestattet werden die Brothers unter anderem auch von einer Zürcher Boutique für massgeschneiderte Anzüge. «Es wird von unseren Partnern nicht erwartet, dass am Tag nach unserer Produktplatzierung gleich hunderte Leute den Laden einrennen. Es geht darum, die Marke in den Köpfen der Follower zu verankern. Wenn sie in fünf Jahren heiraten, holen sie sich dann vielleicht einen Anzug bei unserem Partner.»

(rc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • yeyo am 12.03.2018 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wen interessierts.??????

    ständig zeigt ihr Zeitungsartikel von menschen die es geschafft haben reich zu werden/ viel geld zu verdienen. ich will das eigentlich nicht jeden tag unter die nase gerieben bekommen. und ich denke andere leser/leserinnen gibt es hier auch noch die das gleich sehen wie ich.

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  • Stefan am 12.03.2018 06:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China vs. Schweiz

    Der Insta-Account ist super. Aber warum bitteschön nur Schweizer Uhren und bei den Massanzügen billigste China-Ware von Fasan? Leider hört bei solchen Wiedersprüchen die Glaubwürdigleit bereits wieder auf.

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  • Ben am 12.03.2018 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1. Bild

    Macallan Amber: 49.90 im Denner. Luxus pur. (dennoch kein schlechter Single-Malt)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul kl am 12.03.2018 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    KleeHaters gonna Hate

    Ich bin erstaunt welche Missgunst diesen Jungs entgegengebracht wird. Die machen was aus ihren Möglichkeiten, auch wenn noch nicht alles perfekt sein sollte. Die schaffen auf jeden Fall grösseren Mehrwehrt als die Neidkommentare hier.

  • Martin am 12.03.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht man das ?

    Ich hab so nen Kollegen der Abonierte alles und jeden auf Youtube. Ich fragte mich nur: Schaut der alle Video die diese Kanäle hochladen ? Muss ja nen Fulltime Job sein. Genauso sehe das mit Instagram. Schauen alle Follower alle Bilder ihrer Abonierten Accounts ? Kanns mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Hab auch nur nen Facebook account denn ich bestimmt schon seit 6 Monaten nicht mehr besucht habe XD reine Zeitverschwendung

    • Ansichtssache am 12.03.2018 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Jeder hat andere Bedürfnisse

      Die ich selber jedem gönne, Ich verstehe auch nicht alles, aber dass heisst nicht automatisch dass es schlecht ist. Vielen hier fehlt definitiv die Akzeptanz gegenüber anders denkende und lebende, Ihr seit nicht der Mittelpunkt der Erde, eher eine Minderheit an missgünstigen Quacksalbern.

    • Hmmm am 12.03.2018 16:18 Report Diesen Beitrag melden

      Braucht es

      Missgunst und keine Akzeptanz gegenüber andere?! Wohl kaum, aber dennoch gibt es Sie.

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  • Tomson1994 am 12.03.2018 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur die Harten komm in Garten

    Naja mit 200 Franken Anzügen und dem Whiskey (den du im Denner für 50.- bekommst) lassen die es sehr Glaubwürdig erscheinen..... LOL

  • Dominik N. am 12.03.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Männer habens geschnallt

    Einfach genial so etwas zu lesen. Die Jungs haben es geschnallt, neben Ihrer täglichen Arbeit, bauen Sie Sozial eine Reichweite auf. Das ist die Zukunft, was viele hier nicht begreifen. Weiter so. Und jeder der hier was negatives schreibt ist mit seinem Leben nicht zufrieden.

  • Gianni M. am 12.03.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ist mir so was von egal! Ich gönne ihnen

    den kurzen Moment des Ruhms. Leid tun mir nur die, die versuchen ihnen nachzueifern und das Spiel nicht durchschaut haben. Und, flotte Klamotten und Schnickschnack machen aus diesen Puppen noch lange keine sympathischen Intelligenzbolzen. Wie oberflächlich ist die Welt doch geworden.