Er knackte den 70-Millionen-Jackpot

06. Juli 2017 05:47; Akt: 06.07.2017 14:33 Print

Lotto-Multimillionär gönnte sich eine SBB-Uhr

von Mira Weingartner - Als im letzten Dezember 70 Millionen Franken im Lotto-Jackpot waren, gewann ein Berner dank den richtigen Zahlen 23 Millionen. Nun erzählt er vom Leben als reicher Mann.

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Mit diesen Glückszahlen sicherte sich ein Berner 23 Millionen Franken. Die Zahlen beinhalten das Geburtstagsdatum des Gewinners und dessen Mutter. Das des Sohnes und der Freundin sowie der Todestag des Vaters.

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Vielleicht können Sie sich erinnern: Im vergangenen Dezember war die Schweiz im Lotto-Fieber. Wegen des Runs auf die Spielscheine mussten Kioskangestellte Überstunden machen, die angefressenen Spieler träumten von einem Leben in Saus und Braus. Rekordmässige 1,5 Millionen Scheine wurden für die Ziehung vom 17. Dezember 2016 eingelöst.

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Schliesslich knackten an jenem winterlichen Samstagabend drei Spieler mit den Zahlen 07, 13, 18, 24, 28 und 33 und Glückszahl 6 den 70-Millionen-Franken-Jackpot. Darunter auch der 60-jährige P.G.* aus dem Kanton Bern.

Wie Gewinner P. nun in der Zeitschrift «Annabelle» erzählt, werkelte er nichtsahnend in der Küche herum, als seine Freundin am TV die schicksalhafte Ziehung mitverfolgte. Innert nur weniger Sekunden war der Mann um 23 Millionen reicher. «Ich hatte keine Herzattacke, ich habe auch nicht geschrien vor Freude. Ich war verdattert und auch etwas verhalten», erzählt der Lottogewinner. Erst habe er mit einer Lupe seinen Schein und die Zahlen nochmals genau überprüft. Danach verstaute er die Quittung für die 23 Millionen bis zum kommenden Montag in einer Fotofilm-Dose auf – «die ich in der Brusttasche auf dem Herzen trug».

Jetzt ist der einstige Tourismusfachmann aus dem Kanton Bern seit mehreren Monaten Multimillionär. Lebt er nun also in einer Luxusvilla mit Seeanstoss, lässt er sich die Drinks am Pool servieren und fährt abends in einem teuren Boliden umher? Nein, ganz im Gegenteil. Er fühle sich eigentlich nicht anders, «glücklich war ich schon früher», meint der Mann. Er habe es sich nun aber leisten können, ein Jahr früher als geplant in Pension zu gehen.

SBB-Uhr für 200 Franken geleistet

Und was hat er sich sonst geleistet? «Meinem Sohn habe ich eine Uhr von Hublot geschenkt, mir selber eine Monadaine von der SBB.» Letztere kostet um die 200 Franken. Ein neues Auto brauche er nicht. Auch einen Umzug zieht er nicht in Betracht: Er wohnt nach wie vor in derselben Wohnung oberhalb seiner 86-jährigen Mutter.

Spielglück oder doch Karma?

Seine Verwandten und Freunde, die er bei einem Znacht über seinen neuen Kontostand informierte, habe er am Gewinn teilhaben lassen. Seinen 110 Mitarbeitern habe er je 220 Franken geschenkt. «Mein Leben lang habe ich gespendet, für den WWF, fürs Rote Kreuz und vieles mehr. Das mache ich weiterhin, einfach grosszügiger», meint der Berner. Allgemein habe er auch vor seinem Lottogewinn nicht mit Grosszügigkeiten geknausert: Er hat Leute mit aufmunternden Worten bereichert oder etwa gestrandete Touristen bei sich übernachten lassen.

«Ich bin nicht religiös, aber ich glaube, dass dem, der Gutes tut, auch Gutes widerfährt.» So sagt er gegenüber der «Annabelle»: «Vielleicht hatte ich also einfach Spielglück. Vielleicht half aber auch das Karma.»


*Name geändert


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zefi am 06.07.2017 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sympathisch

    Solchen Leuten gönne ich es von Herzen :)

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  • @senn am 06.07.2017 06:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrenmann

    Die Schweiz braucht mehr solcher Bürger!

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  • Joe251 am 06.07.2017 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht

    Schön. Ich mags ihm (und allen anderen) gönnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dimetrius am 06.07.2017 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so!

    Ein sehr vernünftiger, bodenständiger und offenbar intelligenter Lottomillionär. Ich mag ihm sein Glück von Herzen gönnen.

  • Bernina am 06.07.2017 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    Ich bin nicht neidisch. Aber ich denke, nötig hätte der Herr seinen Gewinn wahrscheinlich nicht gehabt. Und als Chef möchte ich diesen Herrn auch nicht haben. Grösszügig etwas über 24'000 Franken an seine Mitarbeiter ausgeben? Von über 23 Mio. Franken? Er sei verdattert gewesen? Ja, wohin mit noch mehr Geld. Aber das letzte Hemdchen hat immer noch keine Taschen.

    • Asuano am 06.07.2017 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bernina

      Er hätte auch garnichts den mitarbeiten geben müssen. Immerhin haben die mit dem Lottogewinn rein garnichts zu tun. Und 24k sind eine ordentliche stange geld. Habem sje fas gefühl er verschenkt gleich mal 10mio oder was? Was haben die leute geleistet, dass er ihnen sl viel geld geben sollte? Sagen wir wis ist, sie sind vll nicht neidisch jedoch würden sie garnichts verschenken und würden sich weiterhin über leute aufregen die immerhin etwas machen!

    • Mira am 06.07.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bernina

      Er hat ja gesagt, dass er weiter spenden will. Also ist das doch ok was er seinen Angestellten gibt. Wie viele reiche Chefs gibt es die knausrig und geizig sind und nichts verschenken? Und genau so viel Geld haben. Leute die viel erben. Von denen wird nichts erwartet. Aber wenn einer im Lotto gewinnt soll er nur noch verschenken. So ein Blödsinn. Der macht es doch gut.

    • J.K. am 06.07.2017 15:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Bernina

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil... es steht nämlich Mitarbeiter und nicht Angestellte... aber ja Hauptsache zuerst einmal haten...

    • Insider am 06.07.2017 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Bernina

      Wichtig ist, zuerst einmal zu poltern! Tststs.... Das waren auch nicht seine Mitarbeiter, sondern seine Arbeitskollegen in der Abteilung...

    • MITarbeiter am 06.07.2017 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wahr

      Wir waren seine MITarbeiter, also Arbeitskollegen. Er war nicht unser Vorgesetzte... Ich fand seine Geste sehr grosszügig, es gibt keinen Grund, wieso er uns etwas hätte geben müssen. Ich kann Ihnen garantieren, dass der Richtige gewonnen hat. Ein sehr lieber Mensch mit grossem Herzen, immer für die anderen da.

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  • supiiii am 06.07.2017 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den richtigen belohn

    einfach nur klasse. mit millonen oder ohne die millionen - bravo! solche menschen braucht diese erde.

  • Brian am 06.07.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Grosszügiger?

    Der Mann hat 23 Millionen gewonnen und schenkt seinen ehemaligen 110 Mitarbeitern je 220 Franken? Wie kommt man auf so einen Betrag? Wenn er dies unter diesen Umständen "Grosszügiger als vorher..." nennt, weiss ich auch nicht...

    • Der Millionär am 06.07.2017 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      Sehr merkwürdig

      Das frage ich mich auch, sind insgesamt knapp 25'000 Franken. Wenn ich weiss dieser Mann hat 23 Millionen natürlich noch mit allen Abzügen gewonnen dann schenkt er lieber nichts oder einen runden Betrag wie 1000.- oder so was.

    • Asuano am 06.07.2017 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brian

      Und nochmals: er hätte nichts schenken müssen, da die Mitarbeiter nichts mit dem Gewinn zu tun hatten. Immerhin gibt er etwas, jedoch scheint das ihnen nicht zu genügen, was einfach nur ein Armutszeugnis ihrerseits ist!

    • Brian am 06.07.2017 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Asuano

      Es geht nicht um genügen oder nicht. Natürlich ist das eine schöne Geste. Ich frage mich nur, wie man auf diesen Betrag kommt. Nicht einmal das Total ergibt eine runde Zahl. Man kann auch etwas absichtlich falsch verstehen ;-) Dazu kommt, dass der Herr davon spricht, heute wesentlich grosszügiger zu sein als früher. Wenn ich 23 Mio. hätte und diese mit meinen Mitarbeitern teilen würde, würde ich einen Betrag bestimmen, der ihnen ein wenig mehr gerecht wird. Man verliert nichts, wenn man 1'000.- / Person ausgibt und somit 110'000.- von 23 Mio. Aber das ist meine Meinung.

    • SimonR am 06.07.2017 15:31 Report Diesen Beitrag melden

      komischi wält

      Hey hallo, 220,- einfach so geschenkt bekommen. Ich hätte sehr viel Freude daran. Hatte mal ein Portemonaie gefunden mit 2500.- drin. Dieses ging von mir via der Polizei zurück an den Besitzer. Der hat mir 300.- als Finderlohn geschenkt. Ich war sehr glücklich über Beides, ich habe geholfen und mir wurde - in einer schwierigen finanziellen Situation - dadurch geholfen.

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  • Mirim am 06.07.2017 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Es sei dir gegönnt lieber Mann! Man kann den Schweizer viel vorwerfen aber die Bescheidenheit die wir haben kann uns niemand wegnehmen