Personal-Exodus in Biel

06. November 2017 16:54; Akt: 06.11.2017 17:36 Print

144 Spital-Mitarbeiter haben gekündigt

Von Anfang 2017 bis Ende August haben 144 Mitarbeitende ihren Arbeitsvertrag im Spitalzentrum Biel gekündigt. Das teilt der Berner Regierungsrat am Montag mit.

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Das Spitalzentrum Biel ist von einem Personalexodus betroffen. Von Anfang 2017 bis Ende August haben 144 Mitarbeitende ihren Arbeitsvertrag gekündigt, wie der Berner Regierungsrat am Montag bekanntgab. Frühpensionierungen sind mit eingerechnet.

Zu den Hintergründen könne er keine Angaben machen, schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation aus SP-Reihen. Die Gründe würden nämlich nicht zentral erfasst und ausgewertet. Das Spitalzentrum Biel hatte letztes Jahr rund 1000 Vollstellen, wie der Website des Hauses entnommen werden kann.

Das Spital hat einen Direktorenwechsel hinter sich. Bruno Letsch nahm im September den Hut, ein halbes Jahr früher als geplant. Die Geschäftslage habe sich nicht wie gewünscht entwickelt, schrieb das Spital damals. Sein Nachfolger Kristian Schneider nahm seine Arbeit Anfang November auf.

Verwaltungsrat hat Massnahmen eingeleitet

Die Kündigungen gehen nicht spurlos am Spital vorüber, wie der Regierungsrat einräumt. So könne der Weggang von Kaderärzten dazu führen, dass sich Patienten und zuweisende Ärzte ebenfalls neu orientierten. «Die Einbussen werden grösser, wenn kurzfristig mehrere Kaderärzte kündigen», wie dies zurzeit in Biel der Fall sei.

Der Verwaltungsrat habe auf die Situation aber umgehend reagiert. «Geeignete Massnahmen» würden derzeit umgesetzt. Ziel sei eine Stabilisierung des Personalbestands und eine deutliche Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. (oli/sda)

(oli/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Balz am 06.11.2017 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Verantwortlichen

    reden sich fein raus. Wie immer in solchen Fällen...

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  • aschi am 06.11.2017 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt's nicht. keine Ahnung

    Wenn der Regierungsrat keine Ahnung hat ; warum :. Dann sollte er sofort zurücktreten. Meine Meinung.

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  • turgi am 06.11.2017 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    american style

    Solange man Unternehmen Wallstreet-Style führt; Top-Manager einstellt, die keine Ahnung haben und keine Verantwortung tragen dafür aber perverse Boni einkassieren... man kann lange noch weiter schreiben. Es passt nicht hierzulande. Wann merkt man das?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bella am 07.11.2017 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Habt ihr überhaupt eine Ahnung?

    Keine Ahnung ist der Fachausdruck dafür, dass die Politik zu lange weggeschaut hat und deutlich gesagt NICHTS WEISS... Leider normal heutzutage und da es sich ja bloss um ein Spital handelt, ist das auch nicht so schlimm. Könnte genausogut ein Supermarkt sein, ist fast das gleiche.

  • PRISKA Schwan am 07.11.2017 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Mann die Regirung sollte Mall über die Bücher geh'

    Das ist doch normal wenn die Herren von Bern immer mehr verlangen und mall in Bern ein wenig aufräume ..die jtioten.. Es wirt sowieso im Jahr 2030 zu wenig Personal haben dank Berner Regirung..

  • Nurse am 07.11.2017 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutiger Schritt!

    Mutiger Schritt - solche Aktionen fehlen leider, da das Pflegepersonal dazu neigt zu kompensieren und auf gefaehrliche Pflege nicht mehr reagiert - waehrend der Personalbestand des Wasserkopfs explodiert. 3 Pflegende fuer 30 Demente und die Bueros sind voll - Alltag fuer manche. Die Bewohner welche eigentlich schutzbeduerftig waeren bezahlen dazu noch den vollen Preis. Verantwortungsuebernahme ist fuer manche Verantwortliche ein Fremdwort und die Rahmenbedingungen zu aendern kaeme ihnen nicht in den Sinn.

  • Fredy am 07.11.2017 02:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Limmattalspital

    Vielleicht fragt mal jemand, wie viele Kündigungen es im Limmattalspital gab. Deren Zahlen dürften noch höher sein.

  • Fleissiger Büezer am 07.11.2017 01:52 Report Diesen Beitrag melden

    Jammern auf hohem Niveau

    Es ist schon erstaunlich in diesem Land; Dauernd gehen Arbeitsplätze verloren und wandern ins Auslad ab, aber das Schweizer Personal jammert munter weiter vor sich hin. Alle anderen sind schuld, wir sind so arme und haben so viel stress ... Aber machen wir weiter so und versinken im Selbstmitleid, und vergessen dabei, dass wir selber schon im Ausland einkaufen, weil die Schweiz zu teuer geworden ist, aber wenn dann die Kosten gesenkt werden müssen, dann versteht das aber keiner.

    • N.Ursing am 07.11.2017 06:48 Report Diesen Beitrag melden

      N.Ursing

      @fleissiger Büezer Hier wird am falschen Ende gespart.Und wir jammern nicht sondern machen auf Misstände aufmerksam!Die Kosten für Pflegefehler aufgrund Überlastung sind viel höher.

    • clm am 07.11.2017 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fleissiger Büezer

      ah ja?!arbeiten sie mal in der pflege...oder hoffen sie mal besser kein pflegefall zu werden.

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