Frühreife Autorin

10. Juli 2018 05:47; Akt: 10.07.2018 13:06 Print

Bernerin schreibt mit 13 Jahren ihren ersten Roman

von Benjamin Hostettler - Joanna Schmid aus Allmendingen hat bereits mit 15 Jahren erreicht, wovon andere ein Leben lang träumen: Sie hat einen Roman veröffentlicht. Diesen schrieb sie mit 13.

Jungautorin Joanna Schmid im Gespräch (Video: Benjamin Hostettler)
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Wissen Sie noch, was Sie im Alter von 13 Jahren gemacht haben? Playstation spielen? Draussen mit Freunden Fussball spielen? Die «Bravo» lesen? Auch Joanna Schmid aus Allmendingen bei Bern hat dies alles getan. Aber in einem Punkt ist sie ihren Altersgenossen weit voraus: 2016, im zarten Alter von 13 Jahren, entschloss sich die Gymnasiastin, einen Roman zu schreiben. Vor zwei Wochen ist der 312 Seiten starke Roman «Leahs Mission– Verrat in Rio» nun vom Adonia-Verlag veröffentlicht worden.

Der Weg dahin sei steinig gewesen, so Schmid: Sie musste etliche Verlage anfragen und dafür nebem den Schreiben viele Arbeitsstunden investieren. Nun sei sie aber sehr glücklich, einen geeingeten Vertrieb gefunden zu haben. Bei Verwandten und Bekannten mach ich kräftig Werbung für ‹Leahs Mission›» , sagt sie mit einem Lächeln.

«In andere Welten eintauchen»

Die Liebe zum Schreiben und Lesen hatte sich bei ihr bereits früh abgezeichnet. Es bereite ihr grosse Freude, Geschichten auszudenken und sich der Fantasie hinzugeben oder, wie sie es ausdrückt, «in andere Welten einzutauchen.» Über die Jahre seien stets neue Ideen dazugekommen. Die Geschichten wurden länger und länger, bis sich die damals 13-jährige dazu entschloss, einen eigenen Roman zu publizieren.

Ihr Umfeld habe sehr positiv auf die Veröffentlichung des Buches reagiert. Ihre Mitschüler hätten sie bei ihrem Vorhaben unterstützt und sie ermutigt, am Projekt festzuhalten. Sie sei mit «Leahs Mission – Verrat in Rio» sehr zufrieden. «Allerdings würde ich heute manche Dinge anders schreiben. Als 13-jährige weiss man weniger hinsichtlich grammatikalischen und stilistischen Aspekten», gesteht sie.

Fortsetzung bereits geplant

Die Protagonistin des Buches ist die angehende Agentin Leah. Im Jahr 2084 wird diese auf eine Mission geschickt. In Europa, mittlerweile Vereinigtes Europa genannt, ist Religion verboten. Leah trifft unterwegs auf Christen und muss sich entscheiden, ob sie diese verraten möchte.

Joanna Schmid findet, dass Religion nicht vorgeschrieben werden sollte. «Jeder soll an das glauben, woran er möchte. Religion ist eine persönliche Entscheidung. Seinen Glauben soll man aber nicht durch Vorurteile beeinflussen lassen.»

Die Jung-Autorin schreibt bereits an ihrem zweiten Roman. Es wird die Fortsetzung des ersten Buches sein. Zunächst absolviert sie jedoch ab nächster Woche einen einjährigen Sprachaufenthalt in Australien.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 10.07.2018 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    Sowas werde ich mit 100 noch nicht geschafft haben.

    einklappen einklappen
  • Max T. Krüger am 10.07.2018 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Liebe Joanna, das haben Sie ganz toll gemacht! Ich gratuliere Ihnen dazu ganz herzlich und wünsche Ihnen einen guten Australien-Aufenthalt!

  • Vivienne am 10.07.2018 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    cooles Sache

    wenn man eine Leidenschaft hat, dann soll man sie auch ausleben! egal was andere davon halten. und die Thematik finde ich sehr gut gewählt, auch relativ mutig von ihr. da bin ich sogar derselben Meinung. der Glaube ist der allerpersönlichste Teil eines Menschen. dieser sollte nicht gruppiert/schubladisiert oder von irgendjemandem vorgeschrieben werden, was zu tun ist oder was zu unterlassen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 10.07.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Leistung

    Gratulation-Super Leistung!

  • Swissman am 10.07.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sorry

    hochwertige Literatur geht anders und nur weil sie ein Kind ist, sollte man trotzdem bei der Wahrheit bleiben.

  • Mars am 10.07.2018 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts wirklich besonderes

    Für eine 13-jährige ist das keine besondere Leistung. Es ist ja nur Fleissarbeit die Fantasie in Buchstaben und Worte zu fassen. Obwohl das bei einem Teenager doch relativ viel Zielstrebigkeit verlangt. Jeder der will kann einen Roman schreiben, der beste Beweis dafür ist die jährliche Veröffentlichungsliste alleine im deutschsprachigen Raum. Die ISBN Nummern gehen wohl langsam zur neige. Über 75'000 neue Bücher jedes Jahr, das macht 205 Bücher pro Tag. Wenn sie das nächst Buch im Handstand schreibt und dabei mit vier Medizinbällen jongliert,dann gebt Bescheid. Dann werde ich beeindruckt sein.

  • Verve am 10.07.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schreiben ist das eine

    dann auch noch einen Verlag zu finden.. Respekt!

  • Vollpfosten am 10.07.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was jetzt?

    Ist die 'Kleine' jetzt 'früh reif', oder ist sie Autorin? Boulevard?