Schwarzsee-Gebiet

01. Februar 2017 15:18; Akt: 01.02.2017 20:22 Print

Armeemunition erschreckt Skifahrer

Tourenskifahrer Raphael Wellig entdeckt in den Bergen ein grosse, schwarze Patrone. Jetzt ist der Fund Sache der Armee.

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Eigentlich wollte Raphael Wellig am Samstag in den Freiburger Bergen entspannen – doch statt tief entspannt, kam der Berner mit dem Schrecken nach Hause. Der 52-Jährige bestieg mit einem Freund die Kaiseregg (2185 m ü. M.), um dort mit den Skis herunterzufahren. «Während der Abfahrt streifte mein Kollege mit dem Skistock etwas Hartes, und ein schwarzes Objekt wurde sichtbar», erzählt der leidenschaftliche Tourenskifahrer. Wellig, der hinterher fuhr, reagierte sofort: «Ich hatte gleich in ungutes Gefühl und fuhr einen grossen Bogen darum. Als ich mir das schwarze Etwas genauer ansah, rutschte mir fast das Herz in die Hosen.»

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Er habe sofort an eine Bombe gedacht, erzählt Wellig. Das Objekt soll gut 30 Zentimeter lang sein und einen Durchmesser von 15 Zentimeter haben. Er schätzt, dass es sich um Armeemunition handelt, die nicht explodiert ist: «Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich mit den Skis darüber gefahren wäre.» Wellig meldete den Fund schliesslich der Blindgängermeldezentrale der Armee.

Sache der Kampfmittelbeseitiger

Dort gibt man jedoch Entwarnung: «Anhand der Fotos gehen wir davon aus, dass es sich eher um eine Übungspatrone handelt», sagt Stefan Hofer, Kommunikationsverantwortlicher des Führungsstabs der Schweizer Armee. Es könne sich etwa um Übungsmunition einer Panzerfaust handeln. Genau könne man das jedoch noch nicht sagen. In den nächsten Tagen soll das Objekt vor Ort untersucht werden: «Wir werden das Objekt vernichten oder einfach entsorgen – je nachdem, was die Untersuchung ergibt.» Sollte es schwer zugänglich sein, fliegen die Kampfmittelbeseitiger der Armee mit dem Helikopter auf das Kaiseregg.

Finger weg

Gemäss der Schweizer Armee werden in Bergen oder auf Gletschern immer wieder Blindgänger oder Munitionsreste gefunden. «Solche Objekte nie berühren! Lediglich grossräumig markieren und uns melden», sagt Hofer. Dazu könne man entweder direkt die Blindgängermeldezentrale erreichen oder die Blindgänger-App herunterladen.

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mun-cheff am 01.02.2017 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Panik

    592-5555 UPat Panzerfaust, kein Grund zur sorge nur ein Gipskopf und somit nicht explosiv.

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  • Gebirgsfussgänger am 01.02.2017 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sein oder nicht Sein?

    Er denkt es sei gefährlich und meldet es erst Tage später...?

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  • Sind alle gleich am 01.02.2017 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nicht

    Der Typ hat selber keinen Dienst geleistet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Toscani am 04.02.2017 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nach Bern Senden

    würde das Armee Material nachhause nehmen, einpacken und dem Bundesrat Schicken zur Entsorgung ;-)

  • MamiMami am 04.02.2017 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Uiuiui, sofort Careteam und Cherzli!!!

    Ich hoffe, Bubi musste nicht gleich ein Careteam kommen lassen. Jeder Dubel sieht, dass das ein Gipskopf ohne Sprengstoff ist, sonst hätte das Geschoss einen gelben Ring und wäre grau. Aber eben, Bubi hat sicher nie Militärdienst gemacht.

  • K.rr am 02.02.2017 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Abseits der Pisten

    Abseits der Pisten ist das durchaus normal. Was soll das Geschrei.

  • Rico S am 02.02.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht berühren, markieren, melden

    Was die Leute heute so alles erschreckt. Nicht berühren, markieren und der Blindgängermeldestelle melden. Die sorgt sich dann daraum. Fertig. Ist alles ohne einen Moment der Angst zu erledigen. Einfach wie erwachsene Menschen vorgehen, statt sich in die Hose zu machen.

  • Peter Schmid am 01.02.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer Dienst geleistet hat,

    weiss, dass 592 die Kennziffer für Übungsmunition ist. Also ein Panzerfaust-Gipskopf. Enthält keinen Sprengstoff, nur die Treibladung, die für den Abschuss da war... calm down!