Basel

10. Juli 2018 06:34; Akt: 10.07.2018 06:34 Print

Glasscherben am Rhein gefährden Schwimmer

Scherben führen regelmässig zu gravierenden Schnittverletzungen bei Rheinschwimmern. Eine Leser-Reporterin war entsetzt, als sie die Spuren des Wochenendes am Kleinbasler Rheinufer sah.

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«Ich frage mich wie, dumm und rücksichtslos manche Menschen doch sind», ärgert sich eine Leserin. Sie hat am vergangenen Wochenende ein Trümmerfeld zerbrochener Glasflaschen am Rheinbord entdeckt. Besonders ärgerlich: Laut der jungen Frau liegen die Scherben genau in einem Bereich, wo viele Leute Barfuss unterwegs sind.

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«Dort baden auch Kinder im Rhein», sagt sie fassungslos. Die Rede ist vom Kleinbasler Uferabschnitt beim Stadion Rankhof. An dieser Stelle laden einige steinige Bänke zur Abkühlung im Bach – wäre da eben nicht das Scherbenfeld.


Scherben ohne Ende: Diese Aufnahmen machte eine Leser-Reporterin am Kleinbasler Uferabschnitt beim Stadion Rankhof. (Video: Leser-Reporter)

Nach dem Rheinschwimmen ins Spital

«Das mit den Scherben ist seit Jahren ein Thema», sagt Christian Senn, OK-Präsident des Rheinschwimmens. «Manche Personen haben das Gefühl, man könne alles im Rhein entsorgen.» Machen könne man dagegen nicht viel.

«Schürfungen und Schnittwunden behandeln wir im Ziel», so Senn weiter. Einige der Schnitte seien aber so gravierend, dass sie im Spital genäht werden müssten. Das Universitätsspital Basel konnte auf Anfrage keine Angaben zu Fallzahlen machen. Ob jemand eine Schnittverletzung beim Rheinschwimmen erlitten oder diese sich anderswo zugezogen habe, werde nicht statistisch erhoben, so ein Sprecher.

Zudem verweist Senn auf den Leitfaden, den die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft zusammen mit der Basler Polizei erarbeitet hat. Darin wird ausdrücklich empfohlen, Schuhe zum Schutz der Füsse zu tragen.

Stadtreinigung stösst an ihre Grenzen

Auch die Stadtreinigung beschäftigt sich mit dem leidigen Thema: «Wir beseitigen Scherben am Rheinbord täglich zwischen sieben und neun Uhr morgens», sagt Leiter Dominik Egli. Mehr könne man nicht machen. Problematisch wird es allerdings, wenn Personen Flaschen ins Wasser werfen und diese dabei zu Bruch gehen. «Das ist letztlich nicht zu reinigen», so Egli.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.S.Reicht am 10.07.2018 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke an alle Verursacher

    Ich wünsche Jedem und Jeder, der Glasflaschen auf diese Art und Weise entsorgt, dass er selber Mal reintritt. Es tut sehr weh und kann unter umständen zu gefährlichen Infektionen führen. Aber die Einstellung Einzelner passt ja zum ganzen Rest: Aus den Augen - aus dem Sinn oder noch besser: Nach mir die Sintflut

  • Schweizer am 10.07.2018 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Es ist wirklich unglaublich, wie viel Abfall heutzutage einfach in der Natur entsorgt wird. Hatte das bei uns auch schon öfters an der Aare, da war nach dem Wochenende jede menge rumliegender Abfall. Die machen einfach eine Party und lassen den Müll einfach liegen, meistens sind Glasflaschen noch zerbrochen und die Scherben liegen überall rum. Wenn man die Leute erwischt sollten diese nicht nur wegen Littering sondern auch wegen vorsätzlicher Körperverletzung gebüsst werden!

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  • Tom am 10.07.2018 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo sind die kontrollen?

    dachte in basel wird jetzt mehr geschaut wegen abfall und man wird gebüsst? oder macht man das nur wens einfach geht z.B. bei rauchern die ihre zigarette wegwerfen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anita S. am 10.07.2018 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Op 

    Mein Hund ist auf einen Bierflaschenboden getreten die Op kostete 1500.-!! Ich bezahle das ohne Probleme für meinen Hund aber der Grund hat mich traurig und wüttend gemacht!

  • tomtom am 10.07.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Strafe muss sein

    Kein Problem : Wer erwischt wird muss ein Beatrice Egli Konzert besuchen, dann hört das ganze schnell auf.

  • Martin. am 10.07.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderstube?

    Scherben sind schrecklich und so was zu Begreifen gehört definitiv in die Erziehung, resp Schule. Aber eben, die "Alten" leben es ja vor und vergiften die Umwelt (rücksichtslos).

  • Nils J. am 10.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Flaschenpfand

    Wie in Afrika: Man kann nur eine volle Bierflasche kaufen, wenn man die leere Flasche zurückbringt! Oder massive Flaschendepots, dann überlegt man zweimal, ob man die Flasche wegwerfen soll!

  • Leumund am 10.07.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bussen bringen nichts

    Eintrag im Strafregister genügt. Dann sehen Arbeitgeber und Vermieter auf wen sie sich da einlassen.