Trauer im Zolli

08. Juni 2018 10:47; Akt: 08.06.2018 14:28 Print

Gorilla-Dame Goma ist gestorben

Sie war der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla und der Liebling einer ganzen Generation Basler. Nun ist Goma im hohen Alter von 58 Jahren im Zoo Basel gestorben.

Gorilladame verstorben: Goma war der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla. Video: Tamedia/SDA
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1959 kam Goma im Zolli zur Welt. Sie war der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla und wuchs bei Menschen auf. Am Donnerstag ist sie im Kreise ihrer Familiengruppe altershalber gestorben, wie der Zoo Basel am Freitag in einer Medienmitteilung schreibt.

Ihr hohes Alter habe man ihr zwar schon lange angesehen. Bis auf die üblichen Alterserscheinungen sei sie jedoch bis zuletzt bei guter Gesundheit gewesen. In den letzten Wochen habe sie zeitweise abwesend und müde gewirkt, auch ihr Appetit habe nachgelassen, so die Mitteilung.

«Um 12.15 Uhr tat Goma ihren letzten Atemzug»

«Am Morgen des 7. Juni war sie sehr schwach. Sie ass noch eine Kleinigkeit, legte sich dann aber versteckt in eine Box und reagierte kurz darauf nicht mehr auf die Mitglieder der Gorillagruppe, die immer wieder zu ihr gingen und sie sanft anstupsten», schreibt der Zolli über ihre letzten Stunden. «Um 12.15 tat Goma ihren letzten Atemzug», so die Meldung.

Weltweit berichteten die Medien damals über Gomas Geburt und ihre Kindheit bei Menschen. Nach ihrer Geburt wuchs sie in der Familie des damaligen Zoodirektors Ernst Lang auf. 1971 wurde ihr Sohn Tamtam geboren, den Goma ohne menschliche Hilfe aufzog. 2009 feierte der Zolli zum 50. Geburtstag der Gorilladame ein Fest.

Die Gorilladame Goma ist gestorben

Goma hatte ein aussergewöhnliches Leben und viele Fans

Lange Zeit lang war Goma eine Aussenseiterin in ihrer Gruppe. Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit war sie ihr ganzes Leben den Menschen verbunden. In ihren letzten Lebensjahrzehnten konnte sich die Gorilladame mehr ins Familienleben integrieren. Wie der Zolli mitteilt, sei sie am Ende eine fürsorgliche und zufriedene Grossmutter gewesen. 58 Jahre dürfe bei Menschenaffen als sehr hoch angesehen werden, so der Zoo.

Auf der Facebook-Seite des Zoos drücken Fans ihre Anteilnahme und Trauer aus. «R.I.P. Goma. Goma gehörte zu meinem Leben. Schön für Sie, dass sie ruhig einschlafen durfte. Werde sie vermissen», schreibt eine Userin. Andere wünschen der Gorilla-Gruppe «viel Kraft» und Goma «eine gute Reise über den Regenbogen».

(lb)