Sex-Skandal

16. Oktober 2017 13:53; Akt: 16.10.2017 13:53 Print

Macron lässt Weinstein dessen Orden entziehen

Der Sex-Skandal um Harvey Weinstein weitet sich aus – und der Filmproduzent versinkt immer tiefer im Sumpf. Alles zu den neusten Entwicklungen erfahren Sie hier.

Bildstrecke im Grossformat »
Harvey Weinstein soll den Verdienstorden der französischen Ehrenlegion verlieren. Präsident Emmanuel Macron hat entsprechende Schritte eingeleitet, wie er dem Fernsehsender TF1 am Sonntagabend erklärte. Die Ehrenlegion zählt rund 93'000 Mitglieder, wurde 1802 von Napoleon ins Leben gerufen und ist die höchste Auszeichnung Frankreichs. Im Sex-Skandal um Harvey Weinstein hat sich nun auch Regisseur Woody Allen zu Wort gemeldet. «Es ist sehr tragisch für die armen Frauen, die das durchmachen mussten», sagte der 81-Jährige zur BBC. Gleichzeitig zeigt er Mitgefühl für Weinstein: «Traurig für Harvey, dass sein Leben so aus den Fugen geraten ist.» Von den Missbrauchsvorwürfen habe er nichts gewusst, so Allen. Er warnt: «Es sollte jetzt nicht zu einer Atmosphäre der Hexenjagd führen, in der jeder Kerl, der im Büro einer Frau zuzwinkert, einen Anwalt holen muss.» Auf Twitter hat Schauspielerin Alyssa Milano den Hashtag #metoo ins Leben gerufen. Sie schrieb: «Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe ‹ich auch› als Antwort auf diesen Tweet.» Innerhalb weniger Stunden erhielt Milano über 25'000 Antworten, darunter auch von der neuseeländischen Oscar-Preisträgerin Anna Paquin und «Will and Grace»-Star Debra Messing. James Corden hat sich an der amfAR Gala, einer Charity-Veranstaltung, in Los Angeles über die Affäre Weinstein lustig gemacht. Nun krebst der Late-Night-Moderator zurück. «Um es deutlich zu sagen: Sexuelle Gewalt ist kein Witz-Thema. Ich wollte ihn (Harvey) blossstellen, nicht seine Opfer.» So spottete Corden an der Gala etwa: «So eine schöne Nacht in Los Angeles. Sie ist so schön, dass Harvey Weinstein schon gefragt hat, ob sie ihn in seinem Hotel oben massieren könne.» Wegen dieser Aussage bezeichnete Schauspieler Asia Argento, die behauptet, sie sei von Weinstein vergewaltigt worden, Corden auf Twitter als «Ferkel». Sängerin Courtney Love warnte schon 2005 vor Harvey Weinstein: Als sie von einer Reporterin des Senders Comedy Central gefragt wurde, was sie einer jungen Frau, die nach Hollywood geht, raten würde, antwortete die heute 53-Jährige: «Ich werde deswegen wahrscheinlich verunglimpft werden ... Falls Harvey Weinstein dich zu einer Privatparty ins Four Seasons einlädt – geh nicht hin.» Das Four Seasons ist ein 5-Stern-Hotel in Los Angeles. Gibt es diesen Passus tatsächlich, erhielte der Sex-Skandal um Harvey Weinstein noch einmal eine ganz neue Dimension: Die Gossip-Seite TMZ.com will herausgefunden haben, dass es im Vertrag zwischen dem Produzenten und seiner Firma eine Art Sex-Klausel gab. Demnach konnte er nicht entlassen werden, wenn er jemanden «unsittlich» behandelte oder sonst in irgendeiner Form gegen den Ehrenkodex des Unternehmens verstiess. Auch dann nicht, wenn er wegen wiederholter sexueller Belästigung verklagt worden wäre. Weinstein hätte der Firma nur eine grosse Summe Geld zahlen müssen – als Ausgleich für die Rufschädigung des Betriebs quasi. TMZ.com zitiert aus dem Vertrag: «Sie (gemeint ist Weinstein) werden dem Unternehmen eine vereinbarte Vertragsstrafe von 250'000 Dollar für das erste Vergehen zahlen, 500'000 Dollar für das zweite, 750'000 Dollar für das dritte – und eine Million Dollar für jedes weitere Vergehen.» Dadurch wäre auch die Entlassung der Weinstein Company, die ihren eigenen Chef feuerte, illegal. Die Behörden machen Ernst: In New York untersucht die Polizei gemäss «Daily News», was an den Vorwürfen von Lucia Evans dran ist. Die Schauspielerin wirft dem Produzenten vor, sie 2004 in ein Hotelzimmer gelockt und sie danach zum Oralsex gezwungen zu haben. Für Straftaten wie Vergewaltigungen gibt es in New York keine Verjährung. In London teilt die Polizei mit, sie befasse sich mit einem «angeblichen sexuellen Übergriff in der Gegend von London in den 80er-Jahren». Laut britischen Medien geht es um Weinstein als möglichen Täter. Auch Heidi Klum hat sich zum Sex-Skandal geäussert: «Ich wünschte, die grausamen Geschichten, die ich über Harvey Weinstein lese, wären eine seltene Erscheinung in unserer Gesellschaft. Aber das stimmt einfach nicht.» Man solle «nicht so naiv sein zu denken, dass solch ein Verhalten nur in Hollywood passiert», sagte Klum dem «People»-Magazin. Es sei nur ein Beispiel dafür, wie schlecht Frauen weltweit noch behandelt würden. «Es wäre sicher schwer, eine Frau zu finden – mich eingeschlossen –, die sich noch nie eingeschüchtert oder bedroht gefühlt hat von einem Mann, der seine Macht, Position oder körperliche Statur ausnutzt.» Was sonst noch passiert ist: In einer Dringlichkeitssitzung will die Oscar-Akademie am Samstag über einen möglichen Ausschluss Weinsteins beraten. Die renommierte «New York Times» berichtete zudem unter Berufung auf einen Anwalt des Produzenten, dass es eine aussergerichtliche Einigung mit drei oder vier Frauen gegeben habe. Mit Geldzahlungen habe Weinstein seine Opfer zum Schweigen gebracht. Ehefrau Georgina Chapman hat Harvey Weinstein bereits verlassen, die Karriere des Star-Produzenten ist wohl vorbei. Der Wirbel um seine Person scheint dem 65-Jährigen massiv zuzusetzen: Laut TMZ.com hat seine 22-jährige Tochter Remy am Mittwoch die Polizei gerufen. Ihr Vater sei suizidgefährdet, gab sie am Telefon an. Als die Beamten eintrafen, gab die Frau aber zu Protokoll, es habe sich nur um einen Familienstreit gehandelt. In einem Video, das TMZ.com vor Weinsteins Haus aufgenommen hat, wirkt der Star-Produzent aufgebracht. «Mir geht es nicht gut», erklärt der 65-Jährige. «Ich brauche Hilfe. Wir machen alle Fehler und ich hoffe, für mich gibt es eine zweite Chance.» Zu den wartenden Paparazzi sagt er: «Ich habe mich euch gegenüber immer loyal verhalten. Nicht wie die Arschlöcher, die mich nun wie ein Stück Dreck behandeln.» Gemeint sind wohl jene Prominenten, die ihn in Interviews und in den sozialen Medien verurteilen. Mit einem emotionalen Statement wendet sich Weinstein an die Presse: «Ich bin zutiefst erschüttert», sagte er zur Promi-Seite «Page Six». «Ich habe meine Frau und meine Kinder verloren, die ich mehr liebe als alles andere.» Zu diesen Schauspielerinnen gehört auch Cara Delevingne. Die 25-Jährige veröffentlichte am Mittwoch eine Mitteilung, in der sie eine Begegnung mit Weinstein schildert. Dieser habe sie vor ein paar Jahren angerufen und sie zu ihrer Sexualität befragt: «Er sagte mir, wenn ich homosexuell wäre, [...] würde ich niemals eine Rolle als heterosexuelle Frau bekommen oder es als Schauspielerin in Hollywood schaffen.» Bei einem weiteren Treffen einige Zeit später habe Weinstein damit angegeben, Frauen, mit denen er Sex gehabt habe, zu einer Karriere verholfen zu haben. In einem Hotelzimmer, in das sie Weinstein danach eingeladen habe, sei eine Frau gewesen. Er habe von Delevingne verlangt, sie zu küssen, was sie aber abgelehnt habe. «Er brachte mich zur Tür, stellte sich davor und versuchte, mich auf den Mund zu küssen.» Doch Delevingne konnte laut eigenen Angaben entkommen. Bis jetzt habe sie nicht über den Vorfall geredet, weil sie Weinsteins Familie nicht habe verletzen wollen, so Delevingne auf Instagram. Mittlerweile hat sich Weinstein gemäss diversen Medienberichten in Behandlung begeben. Die Einrichtung heisst The Meadows, liegt in Arizona und ist auf Drogen- und Sexsucht spezialisiert. Zunächst habe Weinstein sich in der Schweiz kurieren lassen wollen, schreibt TMZ.com. Hier will Harvey Weinstein also Ruhe finden und sich von Spezialärzten helfen lassen. Gleichzeitig dürfte er froh sein, dem Medienrummel in Hollywood entfliehen zu können. Die Anschuldigungen, die der 65-Jährige in Teilen zugibt, haben für ihn Konsequenzen: Seine eigene Firma hat ihn entlassen, auch Ehefrau Georgina Chapman hat sich mittlerweile von ihm getrennt. «The New Yorker» hat zudem einen Ton-Mitschnitt aus dem Jahr 2015 publiziert. Dort ist zu hören, wie Weinstein das Model Ambra Battilana Gutierrez (damals 22) in einem New Yorker Hotel bedrängt. Sie solle ihm Gesellschaft leisten, während er duscht, fordert er seinen Gast auf. Als sie sich weigert, meint Weinstein: «Schätzchen, bitte, verdirb dir nicht wegen fünf Minuten die Freundschaft mit mir.» Hollywood hat zunächst nur zögerlich reagiert. Mittlerweile ist die Empörung in vollem Gange. Kate Winslet sagt in der «Variety», Weinsteins Verhalten sei «skandalös und sehr, sehr falsch». George Clooney sagt zu «The Daily Beast»: «Es ist unentschuldbar! Wir hatten gemeinsame Abendessen, wir waren gemeinsam am Set, wir hatten Streitereien. Doch ich kann Ihnen sagen, dass ich niemals ein solches Verhalten bei ihm gesehen habe – nie.» Angelina Jolie meint in der «New York Times», sie habe in ihrer Jugend mit Weinstein «schlechte Erfahrungen» gemacht. «Als Folge davon habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.» Leonardo DiCaprio schreibt auf Facebook: «Es gibt keine Entschuldigung für sexuelle Übergriffe. Ich begrüsse die Kraft und den Mut jener Frauen, die sich getraut haben und ihre Stimme erhoben haben.» Auch Ex-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle (im Bild zusammen mit Weinstein bei einem Workshop für Studenten im Weissen Haus 2013) haben eine klare Meinung: «Jeder Mann, der Frauen in einer solchen Weise diskreditiert, muss verurteilt werden, egal, wie reich er ist oder über welchen Status er verfügt», werden die beiden in einem offiziellen Statement zitiert. Mit etwas Verzögerung meldete sich auch Jennifer Lawrence zu Wort. «Ich war extrem verstört, als ich gehört habe, was Harvey Weinstein getan hat», sagt sie zur «Variety». Und weiter: «Dieses Verhalten ist unentschuldbar.» Lawrence arbeitete 2012 bei ihrem Erfolgsfilm «Silver Linings» mit der Weinstein Company zusammen. Gwyneth Paltrow bemerkt in derselben Zeitschrift, Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und sie massieren wollen. Doch die Schauspielerin hat sich laut eigenen Aussagen geweigert. Lena Dunham greift Weinstein in einem Essay in der «New York Times» frontal an. Seine Übergriffe seien «über Jahrzehnte hinweg von Angestellten und Kollaborateuren schweigend abgesegnet» worden und «ein Mikrokosmos dafür, was seit jeher in Hollywood geschieht». Viele Unterstützer hat Weinstein in Hollywood nicht mehr. Lindsay Lohan hat sich, zumindest vor ein paar Tagen, hinter den Produzenten gestellt. «Harvey tut mir sehr leid. Ich glaube, was gerade passiert, ist nicht richtig», sagte sie in einem, mittlerweile gelöschten, Instagram-Video. Designerin Donna Karan (im Bild) meinte in einem Interview mit der Zeitung «Daily Mail», manche Frauen würden «Ärger suchen». Nach heftiger Kritik zog sie ihre Aussage zurück und entschuldigte sich. Die Faktenlage so weit bisher bekannt: Harvey Weinstein soll mehrere Frauen sexuell belästigt und bedrängt haben. Mindestens drei habe er zu Oralverkehr gezwungen, so die Vorwürfe, die von der «New York Times» sowie von «The New Yorker» öffentlich gemacht wurden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Vorwürfe:
Fünf Frauen werfen dem 65-jährigen Filmproduzenten Harvey Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. «The New Yorker» berichtete zusätzlich, Weinstein habe in mindestens drei weiteren Fällen Frauen zum Oralverkehr gezwungen. Zudem soll er zahlreiche weitere Schauspielerinnen sexuell belästigt haben.

Die Reaktion:
Harvey Weinstein gibt zu, sich gegenüber Kolleginnen «unangemessen» verhalten zu haben. Er entschuldigte sich zudem für sein «Benehmen in der Vergangenheit». Er wolle seine «Dämonen» in den Griff bekommen, teilte er mit. Auf konkrete Anschuldigungen ging er nicht ein. Seine Sprecherin hält fest: «Alle Vorwürfe von nicht einvernehmlichem Sex werden von Mr. Weinstein kategorisch dementiert.»

Über die aktuellsten Entwicklungen lesen Sie in unserer Bildstrecke.

Viel Druck: Immer mehr Vorwürfe gegen Weinstein. Video: Tamedia/AFP

(ysc)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Ausgewählte Leser-Kommentare

Ein Frauenarzt hat mal versucht mich zu stimulieren. Dabei hat er ständig auf seine Uhr geschaut. Es ist lange her und ich war noch so naiv, dass ich ohne irgend eine Reaktion zu haben glaubte, das gehöre zum Untersuch. ich hatte 2 Kolleginnen den Arzt empfohlen. Eine von Ihnen, offensichtlich mit mehr Erfahrung, sagte mir, dass er bei ihr das Gleiche gemacht habe und das sei nicht in Ordnung. Habe mich an eine Frauenzeitschrift gewandt. Diese riet mir, den Arzt sofort zu wechseln. Machen . hätte ich damals gegen ihn nichts können... – Doris

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Wager am 12.10.2017 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Courage

    Ich sehe da so: Diese Schauspielerinnen heulen immer erst dann, wenn die Karriere vorbei ist, oder aber sie soweit aufgestiegen sind, dass sie sich selbst damit nicht mehr schaden können. Solange es aber in die aktuelle Situation passt, wird alles Geheim gehalten. Mit diesem Verhalten belügen sie sich nicht nur selbst, sondern reiten direkt alle anderen Schauspielerinnen in die gleiche Situation. Vieles hätte verhindert werden können wenn nur einmal eine bekannte Schauspielerin was gesagt hätte. Das solche Leute so lange ungestraft davon kommen liegt auch daran das niemand je etwas sagt.

    einklappen einklappen
  • Mary S. am 12.10.2017 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, dann

    handelt es sich um eine jahrelang verschleppte und verheimlichte Sex-Sucht, kombiniert mit Machtposition, viel Geld, sowie Opfern und Nutzniessern mit ebenfall vielschichtigen Schwächen und Motiven. Ob dies erkannt wird und den Hollywood-Sumpf verändern kann?

    einklappen einklappen
  • weissesned am 12.10.2017 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wieso erst jetzt?

    Bisher waren die Stars und Sternchen wohl zu sehr damit beschäftigt Trump zu diffamieren? Oder liegt es daran, dass Weinstein die Demokraten finanziell unterstützt und man ihm solche "Bagatellen" deswegen durchgehen lässt? So oder so, diese Stars und Sternchen und Möchtegern-Vorbilder und -Politiker richten ihre Fahne immer nach dem Wind. Das finde ich fast so verwerflich wie die (vermuteten) Schandtaten von Weinstein selbst.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Emilie am 16.10.2017 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schleierhaft

    Schleierhaftes Verhalten der Menschen gegenüber jemandem, dem eine (oder mehrere) Tat nicht zu 100% bewiesen werden kann! Gerüchte über Gerüchte, Spekulationen über Spekulationen...

  • Tim Lowe am 16.10.2017 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Hollywood

    Der Fall ist wirklich krass. Aber ich denke, dass ist nicht nur in Hollywood so. Überall wo ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis besteht, kann das leider passieren. Die Frauen sind überrumpelt, schämen sich etc. Darum wird das selten publik. Am Schluss ist die Frau die Blöde...sie hätte sich ja wehren können etc. Oder es wird dann so ausgelegt, dass sie nur mitgemacht hat, damit sie in der Karriere vorwärts kommt. Und genau dieses Denken ist noch in vielen Köpfen verankert. Leider.

    • MamaKartoschka am 16.10.2017 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tim Lowe

      Genauso ist es. Da verstehe ich, das viele lieber schweigen.

    einklappen einklappen
  • Perikles am 16.10.2017 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zivilcourage

    Wie verwerflich Weinstein auch gehandelt hat, so schätze ich diejenigen Schauspielerinnen welche erst jetzt kommen auch nicht gerade viel besser ein. Solange er noch mächtig war hat man schön den Mund gehalten, aber jetzt wo er nutzlos am Boden liegt treten sie ihm. Welch eine Zivilcourage!

    • Art. am 16.10.2017 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Perikles

      Wie oft haben Sie in Ihrer Umgebung Untreue gesehen und haben es dann dem Betrogenen gesagt? Ein Model sagte, sie habe nichts öffentlich bis jetzt gesagt, weil sie seine (Weinsteins) Familie nicht kaputt machen wollte. Ist das für Sie kein Grund?

    • Gru2606 am 16.10.2017 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Nein. Wenn er mich missbraucht dann nicht. Das sind halt Folgen die der Täter zu verantworten hat.

    • Art. am 16.10.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gru2606

      ich finde es auch nicht wichtig, eine kaputte Beziehung, dadurch zu zerrstören. Ich hab aber Verständins für alle die anders entschieden haben.

    einklappen einklappen
  • Oscar Leinwand am 16.10.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Vorbilder, nur geil auf Rum + Geld

    Da es sich ja scheinbar um ein globales Problem handelt ist es umso unverständlicher, dass die Damen erst jetzt mal was darüber sagen. In der Filmbranche ist sich dann doch jede selbst die Nächste und will ungern auf ein paar Milliönchen Gage verzichten. Dann lieber die Klappe halten, statt zusammenzustehen gegen einen wie den Weinstein. Bravo! Super Vorbildfunktion!

    • MamaKartoschka am 16.10.2017 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oscar Leinwand

      Klar. Jetzt sollen die Opfer auch noch die Schuldigen sein. Kann es sein, dass sie genau wegen solcher Ansichten wie Du sie hast lieber schweigen?

    • Gru2606 am 16.10.2017 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MamaKartoschka

      Sie sind nicht schuldig aber sie haben es mit zu verantworten dass er 20 Jahre weiter machen konnte und das nur weil man "glaubt" das man unglaubwürdig ist und lieber das Geld genommen hat. Die Frau jetzt kann stolz auf sich sein, sie hat richtig gehandelt.

    einklappen einklappen
  • Erik am 16.10.2017 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Hexenjagd im Jahre 2017!

    Orden werden entzogen, Preise aberkannt, der Typ wird gemieden... und dies alles ohne ein faires Gerichtsverfahren und/oder ein rechtskräftiges Gerichtsurteil! Ich gehe auch davon aus, dass der Typ nicht ganz sauber ist. Dennoch hier eine Hexenjagd zu betreiben finde ich eines Rechtsstaates unwürdig. Wartet erst einmal das Urteil ab. Denn nur so zur Info: Solche Audio/Video Mitschnitte/Vorwürfe wurden auch über Trump veröffentlicht und der Typ trotzdem zum Präsidenten gewählt! Trotz sogar laufender Gerichtsverfahren, fehlender Steuerunterlagen etc.!

    • MamaKartoschka am 16.10.2017 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Erik

      Um so schlimmer! Dem Typen wird nichts passieren, er hat Geld und ist berühmt. Finde ich nicht ok, dass so Typen immer davonkommen.

    einklappen einklappen