Neue Regeln

06. Oktober 2017 05:49; Akt: 06.10.2017 22:45 Print

Die Miss Schweiz wird wieder reich

von Bettina Bendiner - Die fetten Jahre sind wieder da: Ab 2018 dürfen die Schönheitsköniginnen wieder so viel verdienen, wie sie können.

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Bei ihrem Titelgewinn 2006 ahnte Christa Rigozzi wohl noch nicht, dass sie als bestverdienende Miss in die Geschichte eingehen würde. Sie soll in ihrem Amtsjahr 570'000 Franken verdient haben. Auch jetzt ist die Tessinerin noch gut im Geschäft – und kaum mehr aus der Schweizer Prominenten-Landschaft wegzudenken. Auch für Linda Fäh war das Missen-Jahr lukrativ: Sie soll 480'000 Franken mitgenommen haben. Jetzt singt sie recht erfolgreich Schlager und moderiert. 2010 holte sich Kerstin Cook die Krone. Sie musste im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen ein bisschen zurückstecken. Eine stolze Summe kam in ihrem Amtsjahr trotzdem noch zusammen: rund 340'000 Franken. Sie ist heutzutage nicht mehr so präsent. Aber 2011 war Alina Buchschachers Jahr als schönste Schweizerin. Das wurde von Auftraggebern mit 380'000 Franken entlohnt. Dominique Rinderknecht holte sich als letzte Miss im alten System den Titel. 2013 war die Miss auch wieder höher im Kurs. Die erste Kurzhaar-Miss aller Zeiten soll sich ihr Amtsjahr mit 550'000 Franken vergoldet haben. Nach Dominique kam die erste «Krone mit Herz». Die trug... ...Laetitia Guarino. Ihr Gehalt wurde auf 120'000 Franken beschränkt. Das Bild ist ein bisschen gemein. Hier nochmals Laetitia mit strahlendem Missen-Lächeln. Die Medizin-Studentin war die erste Miss mit karitativem Auftrag. Lauriane Sallin, Miss Schweiz 2015, trug keine «Krone mit Herz». Sie wurde als «Princess of Switzerland» angepriesen. Die Lohnbeschränkung blieb. Lauriane machte übrigens die Lastwagen-Prüfung und steuerte Hilfsgüter nach Marokko.

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Christa Rigozzi legte mit ihrem Sieg bei der Miss-Schweiz-Wahl 2006 nicht nur den Grundstein für eine überraschend nachhaltige Karriere – sie legte sich auch ein gutes finanzielles Polster an. Die Tessinerin soll in ihrem Amtsjahr rund 570'000 Franken verdient haben. Damit ging sie als finanziell erfolgreichste Miss Schweiz in die Geschichte ein.

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Auch ein paar ihrer Nachfolgerinnen konnten ihr Amt noch richtig melken. Unter 300'000 Franken rutschte keine Schönheit – und so oder so ist das ziemlich viel Geld für die meist sehr jungen Schönheitsköniginnen.

Lohn ab 2014 gedeckelt

Doch mit Dominique Rinderknecht (rund 550'000 Jahreslohn angeblich) ging eine Ära zu Ende. Die Miss Schweiz sollte, bedingt durch einen Führungswechsel in der Organisation, mehr als schön und repräsentativ sein. Die Auserwählte sollte sich karitativ betätigen, also nicht mehr nur hübsch lächeln, sondern sich in den Dienst der guten Sache stellen. Mit der «Krone mit Herz» auf Laetitia Guarinos Kopf (Miss Schweiz 2014) kam die Lohnbegrenzung, den Damen wurde ein (durchaus immer noch hohes) Jahresgehalt von 120'000 Franken zugesprochen.

Auch Lauriane Sallin (Miss Schweiz 2015), auch «Princess of Switzerland» genannt, bekam nicht mehr als diesen Betrag überwiesen.

Neuorganisation startet 2018

Mit der Neuauflage (vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass dieses Jahr noch keine Miss gewählt wird) geht die Missen-Wirtschaft wieder in ein neues Zeitalter. «Ich bin klar der Meinung, dass das Engagement auch belohnt werden soll. Entsprechend werden wir zum alten, bewährten Entschädigungsregime zurückkehren», sagt Neu-Organisatorin Angela Fuchs im Interview mit persönlich.com .

Der Verdienst hänge natürlich vom individuellen Engagement der jeweiligen Miss ab. «Nachhaltiger Erfolg stellt sich erst ein, wenn man gewillt ist, hart zu arbeiten», so Fuchs. Ehrgeiz, Fleiss und Leidenschaft gehörten hier dazu.

Noch darf Lauriane Sallin ihre Krone interimistisch tragen. Im Frühling 2018 kommt dann ihre Ablöse. Erstmals ist 3+ mit an Bord. Der Sender wird laut Fuchs drei einstündige Casting-Shows und in der Wahlnacht eine aufwendige Live-Sendung produzieren.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Keller am 06.10.2017 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum reich?

    Verstehe ich nicht, warum so viel Geld geschenkt wird, nur weil jemand besser aussehen sollte?

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  • Claudia1 am 06.10.2017 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Promi

    Ich habe gehofft, dass diese Miss Schweiz abgeschafft werden würde. Nun werden wir wieder jedes Jahr eine "Super" Promi bekommen, die omnipräsent sein wird. Rigozzi lässt Grüssen.

  • Al Z. am 06.10.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Queen of Trash ...

    Trash-Queen wäre der bessere Titel, vor allem wenn 3+ an Bord ist. Das Format kann ruhig abgeschafft werden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Carlotta am 07.10.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum so zynisch???

    Sie bekommen das Geld ja nicht nur für 's schön Aussehn. Sie bekommens für diverse Modeljobs und sind wir mal ehrlich, wenn's ein Auslaufmodell oder alter Zopf wäre.... würden sie ja kaum so gut verdienen! Oder? Freut euch an den schönen jungen Frauen, klar gibt es viele hübsche Frauen ältere u. jüngere, aber die melden sich nicht alle an... Ist doch auch schön anzusehn, wie sie reifer und älter werden. Mir gefällt das.

  • 55Looping am 06.10.2017 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Ich finde es eine absolute Frechheit. Genügt es diese Prinzessinen nicht einfach eine Krone zu gewinnen. NEIN, sie müssen auch Geld gewinnen. NO BILLAG GANZ KLAR!!!!!

  • Jonny am 06.10.2017 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Braucht niemand

    Und ich dachte der Mist sei ein für allemal vorbei .

  • Alex am 06.10.2017 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Marketing

    Will euch eure süssen Träume nicht nehmen, aber sowas wie eine Miss Schweiz Wahl ist eine reine Marketinggeburt. Es geht nicht darum, die schönste Frau des Landes zu finden, sondern die Bekanntheit auszunutzen die dank der Medien kurzfristig gewährleistet werden kann. Dementsprechend gehen die Organisatoren sehr schnell auf grosse Firmen zu, die es sich leisten können mit ihr Werbung zu machen. In den letzten Jahren hat sich das scheinbar nicht rentiert, dementsprechend gabs keine Wahlen.

  • Reto am 06.10.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Wie kann jemand der über den Laufsteg stolziert oder in die Kamera lächelt so viel verdienen. Man sollte die Personen belohnen welche wirklich was leisten