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12. Januar 2018 14:34; Akt: 12.01.2018 14:34 Print

Yakuza-Mitglied wurden Tattoos zum Verhängnis

Zehn Jahre lang war ein Bandenmitglied der japanischen Mafia auf der Flucht. Jetzt wurde er wegen seiner Ganzkörpertattoos in Thailand erkannt – und festgenommen.

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Nach mehr als zehn Jahren auf der Flucht ist das frühere Mitglied einer japanischen Yakuza-Bande in Thailand gefasst worden. Dem 72-jährigen Shigeharu Shirai wurden laut der thailändischen Polizei seine Ganzkörpertattoos zum Verhängnis.

Shirai wurde am Mittwoch in einer Provinz nördlich von Bangkok festgenommen. Ein Thai, der von den Tattoos offenbar sehr beeindruckt war, hatte im August Bilder des Japaners auf Facebook hochgeladen. Der Post wurde mehr als 10'000-mal geteilt, ehe Nutzer ihn als das Bandenmitglied Shigeharu Shirai identifizierten.

Regelmässige Besuche aus Japan

Der Japaner hatte sich in Thailand über ein Jahrzehnt lang versteckt gehalten, um Mordanschuldigungen in seiner Heimat im Zusammenhang mit dem Tod eines Mitglieds einer rivalisierenden Gruppierung zu entgehen.

Shirai ist mit einer Thailänderin verheiratet und versuchte, sich unauffällig zu verhalten. Den Polizeiangaben zufolge statteten ihm japanische Gefährten zwei- bis dreimal pro Jahr Besuche in Thailand ab. Dabei hätten sie regelmässig Geldgeschenke mitgebracht.

Zuerst muss er sich wegen illegaler Einwanderung verantworten

Shigeharu Shirai wird wie sieben andere Personen mit der Tötung eines Mannes vor 15 Jahren in Verbindung gebracht. Der Mann und Shigeharu Shirai waren beide Mitglieder kleiner konkurrierender Banden, die dem Syndikat Yamaguchi-gumi angegliedert sind, der grössten Yakuza-Gruppe in Japan. Tattoos auf dem Rücken und den Oberarmen sowie die fehlende Kuppe eines kleinen Fingers sind Erkennungszeichen der japanischen Yakuza.

Der Japaner muss sich nun zunächst wegen illegaler Einreise in Thailand verantworten, ehe er den Behörden seines Landes überstellt wird.

(kle/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hontony Yakuza am 12.01.2018 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Präzisierung

    Die abgetrennte Fingerkuppe ist kein Erkennungszeichen der Yakuza per se. Ja, wenn jemandem das "Beeri" des kleinen Fingers fehlt liegt es nahe, dass er Yakuza ist/war. Es wird jedoch nur von den Mitgliedern verlangt, die in Ungnade gefallen sind oder sonstwie was falsch gemacht haben

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  • Minnie_A am 12.01.2018 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Privatsphäre????

    Wenn jemand fremdes ein Bild von einer Person auf Facebook lädt. Finde nur ich das verwerflich?

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  • Mutti am 12.01.2018 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ein schöner Mann!

    Und mit 70 trägt der noch rote Unterwäsche, muss ich meinem Mann unbedingt auch mal wieder kaufen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Noetzli am 13.01.2018 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fingerkuppe oder Kleinfinger

    Medizinisch gesehen gehört dem Mann mehr als mir die Kleinfingerkuppe. Dem Bilde nach wurde bei ihm eine sektorale Kleifingeramputation durchgeführt.

  • Ivan am 13.01.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fingerkuppe?

    Abgetrennte Fingerkuppe? Da fehlt fast die halbe Hand.. aber egal

  • Ken-Guru am 13.01.2018 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schreiner Meister

    Der ist doch gar nicht von der Yakuza. Das ist der Schreiner Meister Sticksagi.

  • Ninzgu am 13.01.2018 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Kerl

    Ich frage mich, ob derjenige noch lebt, der die Fotos ins FB getan hat.

  • marko 32 am 13.01.2018 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Endlich