Todesstrafe

09. November 2017 06:31; Akt: 09.11.2017 08:28 Print

Texas richtet Mexikaner hin

Gleich in zwei Bundesstaaten in den USA sind zwei Männer per Giftspritze getötet worden.

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In den US-Staaten Florida und Texas wurden zwei Straftäter per Giftspritze hingerichtet. In Florida gab das Büro von Gouverneur Rick Scott am Mittwochabend bekannt, der 53-jährige Patrick Hannon sei um kurz vor 21 Uhr für tot erklärt worden. In Texas wurde ein mexikanischer Staatsbürger exekutiert, der seine 16-Jährige Cousine im Jahr 1997 getötet hatte.

Ruben Ramirez Cardenas war der siebte Straftäter, der in diesem Jahr in Texas hingerichtet wurde. Sein Tod trat offiziellen Unterlagen zufolge um 22.26 Uhr am Mittwochabend ein. Später wurde eine handgeschriebene Erklärung des Mannes veröffentlicht, in der er unter anderem dem mexikanischen Konsulat für dessen Hilfe dankte. «Ich werde und kann mich nicht für das Verbrechen eines anderen entschuldigen. Aber ich werde für Gerechtigkeit zurückkommen», hiess es darin.

Der Straftäter in Florida war 1991 nach dem Mord an zwei Männern zum Tode verurteilt worden, die er in einer Wohnung erstochen und erschossen hatte. Er hatte vergebens versucht, ein neues Strafmass zu bekommen, nachdem der Oberste US-Gerichtshof Florida dazu verurteilt hatte, seine Gesetzgebung für die Todesstrafe zu ändern. Darin war bisher nicht vorgesehen gewesen, dass ein Todesurteil nur nach einem einstimmigen Votum der Geschworenen gefällt werden kann. Der Supreme Court erklärte, die Todesstrafe nach einem Votum, bei dem die Jury uneins gewesen sei, verstosse gegen die Verfassung. Entsprechende Urteile wurden rückwirkend aber lediglich bis 2002 berücksichtigt.

(roy)