Zwischenlandung

11. März 2018 13:00; Akt: 11.03.2018 17:04 Print

Pilot bricht Flug nach Zürich abrupt ab

Eine Maschine aus Antalya ist auf dem Weg nach Zürich plötzlich sehr schnell gesunken und in Sofia zwischengelandet. Passagiere klagten über Ohrenschmerzen.

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«Plötzlich fielen die Sauerstoffmasken herunter», berichtet eine Passagierin. (Bild: Leser-Reporter)

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Während eines Flugs der Corendon Airlines von Antalya nach Zürich sind offenbar Probleme aufgetreten. Die Maschine hat ihre Flughöhe von rund 10 Kilometer in nur fünf Minuten auf knapp 5 Kilometer halbiert. Der Pilot vollzog eine Kurve und steuerte den Flughafen Sofia in Bulgarien an.

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Flug XC1845 war eineinhalb Stunden in der Luft, als der markante Sinkflug begann, wie die Flugdaten von «Flightradar 24» zeigen. Rund 20 Minuten später befand sich die Maschine am Boden.

«Noch nie so etwas erlebt»

«Plötzlich fielen die Sauerstoffmasken herunter», sagt eine Passagierin aus der Westschweiz zu «20 Minuten». Die Passagiere seien dazu aufgefordert worden, diese anzuziehen. «Aus Sicherheitsgründen», vermutet sie.

Das Flugzeug sei sehr schnell gesunken. «Einige klagten über Ohrenschmerzen.» Sie reise sehr oft, doch so etwas habe sie noch nie erlebt, wie die Passagierin weiter berichtet. «Aber das sind die Abenteuer des Reisens.»

Das Flugzeug der Corendon Airlines drehte plötzlich ab und landete in Sofia. Karte: flightradar24.com

Die Passagiere wurden verpflegt und warten nun auf einen Anschlussflug. Die Gründe für den Zwischenfall sind noch unbekannt. Bei der Corendon Airlines war vorerst niemand erreichbar.

(oli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus M. am 11.03.2018 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ohrenschmerzen?

    Sauerstoffmasken, Sinkflug, Landung? Die Ohrenschmerzen kommen von einem Druckverlust. Im Flugzeug herrscht ein Druck um die 2500 m. Fliegt es höher, der Druck bleibt gleich. Sinkt es steigt der Druck erst ab 2500 m wieder an. Sauerstoffmasken lösen nur bei einem Druckverlust aus und können einen Passagier 12 Minuten lang mit Sauerstoff versorgen. Daher der rasche Sinkflug und die baldige Landung. Pilot! Gut gemacht!

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  • Sulee am 11.03.2018 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück notgelandet !

    Lieber einmal zu früh zwischenlanden als einmal zu spät ! Zum Glück hat der Pilot so reagiert.

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  • Herzklopfen am 11.03.2018 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    ....doch den Piloten vertraue ich

    Ich bin vorletztes Jahr mit Corendon nach Zypern geflogen und kann nur Gutes berichten. Natürlich sinkt das Herz eine Etage tiefer wenn die Sauerstoffmasken angelegt werden müssen. Doch der Pilot weiss was zu tun ist. Ich schenke Vertrauen, sonst darf man nicht fliegen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bud am 11.03.2018 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sass tief !

    Ich erlebte einen Bombenalarm von Europa nach Canada ! Ein Krimi pur mit Zwischenlandung in Toronto !

  • Buntspecht am 11.03.2018 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensation? Die keine ist

    Da lese ich ein paar erklärende Kommentare und muss feststellen, dass hier ein ganz normales Sicherheitsprozedere abgelaufen ist. Aber 20 Minuten muss wieder eine grosse Kiste daraus machen, statt einfach seriös über den Fall zu berichten. Danke an die Fachleute, die erklären, welche Umstände hier zum Tragen kamen.

    • Skywalker99 am 12.03.2018 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Buntspecht

      klar, Sauerstoffmasken aufsetzen ist ja Standardprozedere in der zivilen Fliegerei (Ironie aus). Ein Emergency Descent ist immer noch ein "Emergency Procedure" und kein "Abnormal Procedure". Schau mal ins QRH von Airbus.

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  • Aviatiker am 11.03.2018 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Harmlos

    Da geht es nicht um einen halben Absturz oder dergleichen sondern um einen Defekt in Zusammenhang mit dem Kabinendruck. Zapfluft der Triebwerke wird über Klimapacks in die Kabine gepumpt, das Outflow Ventil regelt den Kabibendruck. Gibt es ein Problem mit diesem System und der Druck in der Kabine fällt ab, dann kommen die Sauerstoffmasken runter, weil die Luft eventuell zu dünn werden könnte (Ohnmacht). Gleichzeitig sinkt der Pilot zügig auf rund 10000 Fuss, etwa 3000m, wo problemlos die Aussenluft ohne Druckerhöhung geatmet werden kann. Emergency decent nennt sich das Manöver. Harmlos.

    • Skywalker99 am 11.03.2018 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aviatiker

      von wegen harmlos.

    • Aviatiker am 11.03.2018 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Skywalker99

      Doch, ist ein Standardmanöver und grundsätzlich harmlos. Die Flugsicherheit gefährdet sowas nicht.

    • Skywalker99 am 12.03.2018 06:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aviatiker

      so harmlos, das es von Gesetzes wegen von der zuständigen Flugunfalluntersuchungsstelle untersucht wird, als schwerer Zwischenfall. Alles als harmlos zu bezeichnen ist in der Fliegerei kein Ausdruck bon Professionalität, im Gegenteil.

    • Skywalker99 am 12.03.2018 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aviatiker

      es geht auch nicht ums Manöver an sich, sondern warum es ausgeführt werden musste. Und der Grund dafür ist eine potentiell lebensbedrohliche Situation. Stichwort Time of useful consciousness (TUC). Auf den üblichen Flughöhen ca. 30 Sek- 3 Min. Diverse Abstürze resultierten daraus, dass die Situation nicht richtig erkannt oder gemeistert wurde. Von wegen harmlos.

    • Peter am 12.03.2018 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Skywalker99

      Nahezu jeder Vorfall wird untersucht, auch damit man frühzeitig allfällige Versäumnisse oder Fehler erkennen kann. Kein Grund ein Drama zu veranstalten und Panik zu schieben.

    • Skywalker99 am 12.03.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      wie kommst du auf Drama und Panik? Wohl aus Unkenntnis der Sachlage? Der Vorfall fällt in die Kategorie "Schwere Störung" (Serious Incident) nach Attachment C des ICAO Annex 13. Und ich denke, die internationale Zivilluftfahrtorganisation weiss, von was sie spricht.

    • Skywalker99 am 12.03.2018 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      falsch, Peter. Es werden nur Unfälle und schwere Vorfälle untersucht. Störungen, welche die Besatzung zum notfallmässigen Gebrauch von Sauerstoff zwingen, sind explizit als Beispiel für einen schweren Vorfall aufgeführt.

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  • Willi K am 11.03.2018 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so Pilot!

    Ist doch gut so! Warum stellt man in diesem Falle die Entscheidung des Piloten in Frage? Besser Ohrenschmerzen als tot!

  • Thomas am 11.03.2018 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Sturzflug

    Im Frühjahr 1990 mussten wir wegen eines technischen defektes in Kabul Zwischenlanden. Weil Kabul belagert wurde und die Mudschahedin (heute Taliban) amerikanische Stinger hatten ist der Pilot im Sturzflug runter. Das war echt heftig.