Chicago

09. November 2017 02:46; Akt: 09.11.2017 06:09 Print

Obama doch nicht als Jury-Mitglied erwünscht

Der ehemalige US-Präsident bekam eine Einladung für den Geschworenendienst, der er auch folgte. Genommen aber wurden andere.

Wurde dann schlussendlich doch nicht gebraucht: Ex-Präsident Barack Obama. (Video: Tamedia/AFP)
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Ex-Präsident Barack Obama hat sich in seiner Heimatstadt Chicago zum Geschworenendienst gemeldet. Der 56-Jährige erschien am Mittwoch in einem Gericht zur Auswahl der Jury, wie mehrere US-Medien berichteten.

Auf Bildern und Videos war zu sehen, wie Obama das Gebäude betrat und zahlreiche Menschen begrüsste. Ausgewählt wurde er am Ende aber nicht.

So funktioniert es

Theoretisch kann jeder US-Bürger ab 18 Jahren Teil eines Geschworenengerichts werden. Man bekommt dann eine Vorladung per Post und muss sich am genannten Tag bei Gericht melden. Danach heisst es dann meist erstmal warten.

Barack Obama doch kein Geschworener

Wenn ein Prozess ansteht und eine Geschworenen-Jury benötigt wird, kommen die Wartenden nach dem Zufallsprinzip in die Auswahl. Pro Jury werden je nach Art des Prozesses 6 bis 23 Juroren gebraucht. In die Auswahl kommen aber zunächst einmal deutlich mehr, die dann von den Anwälten der beiden Parteien ausführlich befragt werden, um jegliche Art von Befangenheiten auszuschliessen.

Auch Bush wurde nicht genommen

Prominente werden nur ganz selten ausgewählt. Die meisten Anwälte gehen davon aus, dass eine bekannte Person in der Jury eine zu grosse Ablenkung für alle Prozessbeteiligten ist.

In Chicago gibt es für die «Jury Duty» eine Aufwandsentschädigung von 17,20 US-Dollar pro Tag. Auch Obama hätte darauf Anspruch gehabt.

Der Demokrat ist nicht der erste Ex-Präsident, den die Vorladung traf. Auch George W. Bush musste sich im Jahr 2015 in einem Gericht in Dallas (Texas) melden. Er wurde ebenfalls nicht ausgewählt. Der Vorsitzende Richter sagte damals, das habe nichts mit Bushs Bekanntheitsgrad zu tun. Man habe schon alle Geschworenen zusammen gehabt.

(roy/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 09.11.2017 03:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser so

    Für den Fall wahrscheinlich besser,ein Jury-Mitglied sollte ja nicht im Mittelpunkt stehen.

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  • yyaassii00 am 09.11.2017 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verständlich!

    Verständlich! Wenn er sich ein Urteil bildet, werden sich vermutlich alle anderen anschliessen. Das ist für Anwälte wohl zu riskant.

  • SonjaA am 09.11.2017 04:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie sehr sympathisch!

    Irgendwie ist er mir einfach sympathisch! Er ist volksnah, liebt seine Familie, ist natürlich und scheint ein gutes Herz zu haben! Kurz gesagt, ein Mann, dem ich persönlich vertrauen würde! Auch wenn man ihn und seine Frau auf Fotos sieht, harmonisch und äusserst freundlich! Denke, wäre ein guter Geschworener gewesen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni K. am 10.11.2017 02:00 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrte Welt

    Da frage ich mich wie Dr. Danielle Ganser , ob 3 Bomben pro Stunde im Jahr 2016 ok sind für ein Jury-Mitglied mit Friedensnobelpreis .

  • Andy am 09.11.2017 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Dann könnten Weisse Geschworene nicht mehr einfach immer Schwarze (Vor) Verurteilen.

  • Doppelbürger am 09.11.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nkvht gewählt

    Den hätte ich sicher auch nicht gewählt. Komische Ideen.

  • Kamila am 09.11.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    Obama wird bald sitzen. Uranium One ist nur der Anfang!!!!

  • F.s am 09.11.2017 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle gleich

    Früher us-präsident und jetzt nicht mal mehr zum geschworenen gewählt xD

    • Schmutzli mit der Rute am 09.11.2017 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @F.s

      Sie verstehen wohl das System nicht. Promis werden zwar gezwungen zu erscheinen. Aber kein Anwalt mag ein dominierendes Jurymitglied,Das alles entscheiden kann und lehnt den Promi in der Verhandlung ab. Kapiert oder braucht es noch mehr für Obama-Kritiker?

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