Im US-Gefängnis

16. September 2017 05:53; Akt: 16.09.2017 09:54 Print

Drogenboss «El Chapo» blitzt mit Einspruch ab

US-Richter haben entschieden, dass die Klage gegen den Sinaloa-Kartell-Führer «El Chapo» wegen Drogenhandels nicht rechtswidrig ist.

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Hier sitzt «El Chapo» bereits in den USA> Kurz nach seiner Auslieferung wurde er ein erstes Mal verhört. Drogenboss Joaquín Guzmán alias «El Chapo» wurde im mexikanischen Militärjet in die USA ausgeflogen. In New York wirde der als Ausbrecherkönig bekannte Drogenboss von US-Polizisten in Empfang genommen. Er war der mächtigste Drogenboss der Welt: «El Chapo» wird in Mexiko City von mexikanischen Soldaten eskortiert. (8. Januar 2016) In diesem Flugzeug der mexikanischen Luftwaffe wurde Guzman in die USA geflogen. (19. Januar 2017) Soldaten überwachen den Transfer am Flughafen von Ciudad Juárez. Chapo Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis von Ciudad Juárez. Bei Guzmáns Verhaftung stürmt ein Kommando der mexikanischen Armee eine Wohnung in der Stadt Los Mochis, Sinaloa. (AP) Wieder hinter Gittern: Chapo Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis Altiplano. (AP) Vor seiner Verhaftung hatte sich der Drogenboss auf eine Liebelei mit der in den USA lebenden mexikanischen Schauspielerin Kate del Castillo eingelassen. Die Nachrichten, die er mit ihr austauschte, sollen die Ermittler auf seine Spur gebracht haben. (AP/ Matt Sayles) Chapo Guzmáns Heimatort: Badiraguato im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. (AP/Fernando Brito) Für einen Teil der mexikanischen Bevölkerung ist Chapo Guzmán ein Held – und allemal besser als die korrupte Kaste der Politiker. (AP/Rebecca Blackwell) Blick in den Fluchttunnel, durch den El Chapo» 2015 aus dem Gefàngnis ausgebrochen ist. Mexikos Generalstaatsanwältin Arely Gómez González (2.v.r.) schaute sich am Tag nach der Flucht den Eingang zum Fluchttunnel an.

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Ein US-Richter hat entschieden, dass eine Anklage wegen Drogenhandels gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán, die nach seiner Auslieferung an die USA erhoben wurde, aufrechterhalten wird. Guzmáns Anwälte hatten argumentiert, mit der Anklage, die in New York eingebracht wurde, sei gegen internationales Recht verstossen worden, da sich der ehemalige Anführer des Sinaloa-Kartells bereits auf den Weg von Mexiko in die USA befunden habe. Das Fallenlassen der Klage würde Protest und Einspruch aus Mexiko zur Folge haben, erklärte Richter Brian Cogan am Freitag (Ortszeit). Guzmán war im Januar an die USA ausgeliefert worden.

Guzmáns Verteidiger kritisierten zudem erneut die Einzelhaft in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York. Die US-Regierung sah diese jedoch nach eigenen Angaben als angemessen für jemanden an, der in Mexiko bereits zweimal aus einem Gefängnis ausgebrochen war. Guzmáns Verteidiger zeigten sich nach der Entscheidung enttäuscht. Die Klage verletzte die Rechte des Drogenbosses, erklärten sie. Sie hofften, der Oberste Gerichtshof würde zu dessen Gunsten entscheiden. Der Prozess gegen «El Chapo» soll im April beginnen.

(foa)