Ich bin auch eine Gasmaske

03. Dezember 2009 14:49; Akt: 03.12.2009 15:14 Print

Wenn der BH Leben rettet

Der ständige Begleiter der Frau ist auch ein reizender Beschützer: Eine Wissenschaftlerin hat einen BH entwickelt, der sich in Sekundenschnelle in zwei Gasmasken umfunktionieren lässt.

So funktioniert der Gasmasken-BH. (Quelle: APTN Video)
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Als reizende Erfindung wurde jüngst ein BH preisgekrönt, der weit mehr kann, als nur Brüste zu formen: Eine Wissenschaftlerin entwickelte einen Büstenhalter, der sich im Handumdrehen in zwei Gasmasken umfunktionieren lässt. Einfach in der Mitte getrennt, die Körbchen über Mund und Nase gestülpt und die Träger als Halter verwendet – fertig sind die Mundschützer für die BH-Trägerin und eine Begleitperson. Die Körbchengrösse spiele dabei keine Rolle, versicherte die Erfinderin Elena Bodnar gegenüber AP Television, denn jeder Schalenumfang bedecke Mund und Nase optimal.

Ernst gemeint

Den Riecher für den durchaus ernst gemeinten Notfall-BH hatte die gebürtige Ukrainerin, als sie über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 forschte. Gegenüber dem Daily Telegraph zeigt sie sich davon überzeugt, dass zahlreiche Menschen vor der Einatmung radioaktiver Jod-Isotopen hätten bewahrt werden können, wenn sie sofort eine billige und simple Gasmaske zur Hand gehabt hätten. Auch nach den Terroranschlägen vom 11. September oder beim Sandsturm von Sidney hätte der Schutz-BH möglicherweise zum Einsatz kommen können. Bodnar erhielt für die Schöpfung des Ernstfall-Dessousteils den Ignoblepreis in der Kategorie Gesundheit.

Auch Schweizer gekrönt

Neben der BH-Erfinderin Bodnar trat an den minder ernst gemeinten Preisverleihungen vom Mittwoch ein Berner Forscherteam als stolze Sieger hervor: Die Forscher fanden heraus, dass eine über den Kopf gehauene, leere Bierflasche grösseren Schaden anrichtet als eine Volle. Weitere Preise wurden u. a. in Bereichen wie Mathematik, Literatur und Medizin verliehen.

(dga)