Gewalt

06. November 2017 09:50; Akt: 06.11.2017 11:09 Print

Amokläufe gehören in den USA fast zum Alltag

Wieder ist es in den USA zu einer Massaker gekommen. Die Massenschiesserei in Texas ist der letzte Vorfall in einer langen Liste von Gewaltakten in den USA.

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Gut einen Monat nach einer verheerenden Massenschiesserei in Las Vegas werden in den USA erneut Unschuldige zu Opfern: Ein Mann erschiesst in einer von Baptisten besuchten Kirche in Texas laut Behördenangaben mehr als 20 Menschen. Mehr als 20 weitere Personen werden verletzt.

Ein Überblick über tödliche Angriffe und Amokläufe in den USA seit 2012:

1. Oktober 2017 – Attacke auf Musikfestival in Las Vegas

Von einem Hotelzimmer aus eröffnet ein Mann das Feuer auf ein Musikfestival auf dem Las Vegas Strip. Er tötet 59 Menschen und verletzt mehr als 500. Ein Team von Polizei-Spezialkräften stürmt sein Zimmer und entdeckt den Täter Stephen Paddock, der sich kurz zuvor selbst tötete.

12. Juni 2016 – 49 Tote in einem Schwulenclub

Omar Mateen schiesst auf Besucher eines Schwulenclubs in Orlando. Er bringt 49 Menschen um und stirbt später bei einer Schiesserei mit der Polizei. Zuvor hatte er der Terrormiliz Islamischer Staat seine Gefolgschaft erklärt.

25. Februar 2016 – Massaker am Arbeitsplatz

Ein 38-Jähriger tötet an seinem Arbeitsplatz in einer Produktionsfabrik für Rasenmäher in Kansas drei Menschen. Er verletzt 14 weitere. Die Polizei stoppt ihn mit einem tödlichen Schuss, während 200 bis 300 andere Personen noch in dem Gebäude sind.

20. Februar 2016 – Uber-Fahrer tötet sechs Menschen

Über mehrere Stunden hinweg tötet ein 45-Jähriger in einer Serie von Angriffen in Michigan sechs Menschen. Zwei andere verletzt er schwer. Den Behörden zufolge war er zwischen den einzelnen Vorfällen als Fahrer für Uber im Einsatz, um Geld zu verdienen.

2. Dezember 2015 – Islamische Extremisten erschiessen 14 Menschen

Ein Mann und seine Ehefrau dringen in ein Sozialzentrum in San Bernardino östlich von Los Angeles ein und erschiessen mindestens 14 Menschen, 17 weitere werden verletzt. Das Paar wird später in einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Die Bundespolizei FBI geht von einem terroristischen Hintergrund islamistischer Extremisten aus.

1. Oktober 2015 – Zehn Menschen sterben nach College-Schiesserei

Am Umpqua Community College in Roseburg im US-Staat Oregon werden zehn Menschen getötet und sieben weitere verletzt. Der 26-jährige Schütze tötet sich nach einem Feuergefecht mit der Polizei selbst.

17. Juni 2015 – Rassist attackiert schwarze Kirchengänger

Während einer Bibelstunde in der Emanuel African Methodist Episcopal Church erschiesst ein Attentäter neun schwarze Gläubige. Der damals 21-jährige Dylann Roof, der aus rassistischen Motiven gehandelt haben soll, wird im Januar 2017 zum Tode verurteilt.

23. Mai 2014 – Student schiesst an Uni um sich

In der Nähe der University of California in Santa Barbara werden sechs Menschen getötet und 13 weitere verletzt – mutmasslich von einem 22-jährigen Studenten, der sich anschliessend selbst umbringt.

16. September 2013 – Feuergefecht in der Hauptstadt

Auf dem Militärgelände Navy Yard in der Hauptstadt Washington erschiesst ein geistig verwirrter Mann zwölf Menschen, bevor er selbst bei einem Feuergefecht mit der Polizei umkommt.

26. Juli 2013 – Sechs Tote bei Wohnblock-Schiesserei In einem Wohnblock in Hialeah in Florida schiesst ein 42-jähriger Mann um sich und tötet sechs Menschen, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.

14. Dezember 2012 – Angriff auf eine Grundschule

In Newtown in Connecticut dringt ein 20-jähriger Mann in eine Grundschule ein und erschiesst mit einer halbautomatischen Waffe 26 Menschen, darunter 20 Erstklässler. Anschliessend tötet er sich selbst.

27. September 2012 – Massaker in einem Unternehmen

In einem Unternehmen in Minnesota erschiesst ein gerade entlassener Mann sechs ehemalige Kollegen, darunter auch den Firmengründer, und verletzt zwei weitere. Dann bringt sich der Schütze selbst um.

5. August 2012 – Angriff auf Glaubensgemeinschaft

In Oak Creek in Wisconsin tötet ein 40-Jähriger sechs Menschen in einem Tempel der Glaubensgemeinschaft der Sikh und dann sich selbst.

20. Juli 2012 – Zwölf Tote bei Batman-Premiere

Der 27-jährige James Holmes eröffnet während der Premiere eines Batman-Films das Feuer in einem Kino in Aurora in Colorado. Zwölf Menschen werden getötet und 70 weitere verletzt. Holmes wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

2. April 2012 – Schiesserei an einer Universität

Ein ehemaliger Student der Oikos University in der kalifornischen Stadt Oakland schiesst in der Uni um sich. Sieben Menschen werden getötet, drei weitere verletzt. Der Verdächtige wird zunächst wegen Mordes angeklagt, aber wegen psychischer Probleme für prozessunfähig erklärt.

(fur)