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11. Juni 2018 22:28; Akt: 12.06.2018 15:26 Print

17-Jähriger gesteht Mord an Teenager

In Deutschland ist am Montag die 15-jährige Iuliana niedergestochen worden. Jetzt hat die Polizei ihren Ex-Freund festgenommen.

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Im Mordfall Iuliana hat der mutmassliche Täter, der Montagmittag das 15-jährige Mädchen im Casinogarten der westdeutschen Stadt Viersen niedergestochen und getötet haben soll, sich am Mittag auf einer Polizeiwache in Mönchengladbach gestellt.

Es handelt sich um einen 17-jährigen Jugendlichen, der aus Bulgarien stammt und in Viersen wohnt – laut Informationen von «Bild» ist der junge Mann der Ex-Freund des Opfers. Der 17-Jährige sei schon mehrfach bei der Polizei aufgefallen. Er habe Anzeigen wegen Drogenhandels, Körperverletzung, Diebstahls, Sachbeschädigung, Notruf-Missbrauchs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Hausfriedensbruchs kassiert.

Am Montag war die 15-Jährige in der Stadt in Nordrhein-Westfalen in einem Park niedergestochen und tödlich verletzt worden. Ein erster möglicher Tatverdächtiger stellte sich später auf einer Polizeiwache.

25-Jähriger nicht weiter tatverdächtig

Nach einer Überprüfung schlossen die Ermittler den zeitweise verdächtigten Mann als Täter aber aus, wie die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die zuständigen Polizeibehörden mitteilten.

Der 25-Jährige hatte sich im Zuge der Fahndung nach der Bluttat durch Flucht einer Polizeikontrolle entzogen und später auf der Polizeiwache in Viersen gestellt. «Der Mann hat bei seiner Vernehmung angegeben, sich der polizeilichen Kontrolle entzogen zu haben, weil er Angst hatte, wegen eines Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz überprüft zu werden», berichteten die Ermittler.

Ermittlungen auch im Umfeld des Opfers

Mit dem Verbrechen an der 15-Jährigen hatte er demnach nichts zu tun. Die Jugendliche rumänischer Herkunft war am Montagmittag im Viersener Stadtpark Casinogarten erstochen worden. Der Täter war nach Angaben der Polizei ein junger Mann, der vom Tatort flüchtete. «Die Mordkommission ermittelt derzeit intensiv in alle Richtungen, auch im Umfeld des Opfers», teilten die Behörden am Dienstag mit.

Mehrere Gewaltverbrechen an Jugendlichen

Ein Augenzeuge berichtet: «Wir sassen im Park, tranken unser Bier. Dann hörten wir laute Schreie.» Das Opfer sei dem Mann und seiner Freundin dann entgegengelaufen. «Da fiel sie auch schon auf die Knie, uns in die Arme. Sie war blutüberströmt und mit Messerstichen übersät. Wir haben sofort die Polizei und die Feuerwehr gerufen.»

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere Jugendliche nach Gewaltverbrechen gestorben. Erst am Wochenende war wenige Tage nach seiner Flucht aus Deutschland der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der irakische Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

(fur/sda)