Mutter der toten Hadishat (7)

16. Mai 2018 14:07; Akt: 16.05.2018 16:28 Print

«Beim Tee fragte mich Mama des Täters aus»

Die Mutter von Hadishat berichtet, dass die Mutter des später verhafteten 16-Jährigen noch bei ihr war, um ihr ihr Beileid auszusprechen.

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Zarema G., Mutter der getöteten Hadishat (7), sagte am Dienstag nach der Bekanntgabe des mutmasslichen des Täters zu «Heute»: «Ich bin erleichtert, dass der Mörder meiner Tochter jetzt offenbar gefasst ist – aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe permanent Angst und bin todtraurig.»

Die 35-Jährige wird von ihrem Sohn Rustam und vielen Verwandten unterstützt. Die Familie organisiert derzeit das Begräbnis für Hadishat. Sie soll in Tschetschenien die letzte Ruhe finden. Landsleute sammeln Geld für die Überführung.

Mutter drückte Beileid aus

Zum Verdächtigen sagt Zarema G.: «Ich kenne ihn und seine Familie sehr gut und bin erschüttert. Wie kann man so herzlos sein?» Dann lässt sie aufhorchen: «Die Mutter des Täters kam am Wochenende zu mir, um mit mir Tee zu trinken und mir ihr Beileid auszusprechen. Ich bin aber sicher, dass sie mich nur ausfragen wollte. Die Frau zitterte am ganzen Körper und schwitzte wie wild.»

Zarema G. äussert einen Verdacht: «Mir kann niemand erzählen, dass Roberts Familie nichts von der Tat mitbekommen oder gewusst hat.»

«Ich fühle mich nicht mehr sicher»

Zarema G. will mit ihren sechs Kindern so rasch wie möglich wegziehen: «Ich kann nicht mehr in diesem Hof leben. Ich fühle mich hier nicht mehr sicher. Immer, wenn ich an den Abfallkübeln vorbeigehe, werde ich an das Geschehene erinnert – das ertrage ich nicht.»

Laut «Wiener Wohnen» soll sie noch diese Woche eine neue Gemeindewohnung erhalten. Anwalt Nikolaus Rast bedankte sich bei der Polizei für den raschen Fahndungserfolg: «Dadurch wurde eine Mordserie verhindert.»

(mlr)