30-Kilometer-Langlauf

25. Februar 2018 10:00; Akt: 25.02.2018 14:33 Print

Österreicherin verläuft sich und vergeigt Medaille

Wegen eines Blackouts hat Teresa Stadlober wohl eine Medaille verpasst. Auch im olympischen Langlauf kann man sich verirren.

Sportliches Drama im Schnee: Teresa Stadlober findet den richtigen Weg nicht mehr. (Video: SRF/Tamedia)
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Sie war im abschliessenden 30-Kilometer-Langlauf der Frauen ausgezeichnet unterwegs – und brachte sich mit einem Missgeschick gleich selbst um eine Medaille: Die 25-jährige Teresa Stadlober bog kurz nach dem 20. Kilometer in die falsche Spur ein. Zu spät realisierte die ambitionierte Österreicherin ihren Lapsus.

Am Ende büsste Stadlober mehr als eine Minute auf ihre Konkurrentinnen ein. Damit war der Medaillentraum für die Salzburgerin beendet. Immerhin wurde sie im von Marit Björgen dominierten Rennen Neunte. Gegenüber dem ORF meinte die Österreicherin: «Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich kann es mir nicht erklären. Ich bin drei Wochen da und wenn ich jetzt nicht die Runde kenne, dann weiss ich nicht. Ich habe beim Rauflaufen gemerkt, dass was nicht stimmt, weil keine Betreuer mehr da waren. Wie ich rüber geschaut habe, habe ich mir nur gedacht: Scheisse.»

Auch eine Familientragödie

Der Trainer der Athletin lotste seinen Schützling wieder zurück auf die Strecke. «Wir haben die Verpflegung hergerichtet und haben gemerkt, sie kommt nicht. Ich bin dann zwar rüber gelaufen, aber sie hat mich beim Rauflaufen nicht gehört. Erst bei der Abfahrt habe ich sie erwischt», erklärte Coach Markus Gandler gegenüber orf.at.

Der Irrlauf wurde auch zu einer Art Familientragödie. Der Vater von Stadlober kommentierte den Blackout seiner Tochter im ORF – die Begeisterung des Herrn Papa hielt sich in Grenzen.

(fal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Langlauffan am 25.02.2018 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schadenfreude falsch am Platz

    Schade, was ihr passiert ist. Teresa Stadelober hat mit ihrer Unachtsamkeit eine mögliche Medaille vergeben. Eine solche hätte sie verdient. Sie ist nach diesem Missgeschick weitergelaufen und hat gekämpft. Beeindruckt hat mich, wie sie kurz nach dem Lauf hingestanden ist und dem ORF ein Interview gegeben hat. Für mich ist sie dabei sehr sympathisch herübergekommen und hat Grösse bewiesen. Bitte keine Schadenfreude. So etwas kann passieren.

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  • Waterpolo1s am 25.02.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh nein !!!

    Oh nein!! So etwas wünsche ich keiner/keinem .... :-((

  • A.Einstoned am 25.02.2018 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade schade schade

    Oh mein Gott wie schade! So was ist ja extrem bitter. So sollte man nach einer guten Leistung nicht ein Medaille verlieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Vorallberger am 25.02.2018 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Beste von Olympia

    Frau Stadelhofer wird nun Karriere als Frau Bean machen

  • PaddyAhlemann am 25.02.2018 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    man rechne

    also 1 Minute verloren und am Schluss 2.5 Minuten Rückstand auf eine Medaille. Klar kann alles immer anderst laufen, aber rein von der Zeit her hätte es auch so nicht gereicht.

    • othmar am 25.02.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      leider

      so stimmt das nicht ganz stadelober hat einen km mehr gelaufen als die anderen.

    • roger am 25.02.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      naja....

      wenn man auf einem Medaillenplatz läuft, werden da ganz andere Energien freigesetzt, als wenn man dahinter ist. So gesehen, macht dieser Vergleich keinen Sinn.

    • PaddyAhlemann am 25.02.2018 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @othmar

      ;-) das stimmt schon

    • PaddyAhlemann am 25.02.2018 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @roger

      naja ;-) in ihrer Situation hat sie bestimmt genug Energie aus Verlegenheit freigesetzt ;-)

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  • Cavi33 am 25.02.2018 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade, so ein Pech

    Könnte jedem passieren, gerade bei Spurwechsel sollten mehr Betreuer die Athleten in die richtige Richtung lenken. Passiert ja auch beim Velofahren.

  • Ösi Huber am 25.02.2018 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Beihnahe

    wäre sie nach Nordkorea abgebogen. Aber zum Glück noch rechtzeitig gemerkt.

    • Beobachter 73 am 25.02.2018 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ösi Huber

      Der Pistenwart kam aus China und heißt Um Lei Tung da war die Österreicherin total verwirrt und hatte sich verirrt.

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  • Dave74 am 25.02.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Bitter

    Bitter für Stadlober - Überraschung für Nilsson, welche offenbar gar nicht wusste, dass sie um die letzte Medallie kämpfte. Freud und Leid innert kürzester Zeit.

    • ungläubig Staunender am 25.02.2018 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      Gelackmeiert

      @Dave74 Das spricht beides nicht gerade für einen professionellen Betreuerstab. Ist es denn so schwierig, seine Athlet/Innen richtig und rechtzeitig zu informieren? Das klappt ja bei jedem Volkslauf in Hintertupfingen besser.

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