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«Race of My Life»-Vlog

22. Oktober 2017 16:41; Akt: 22.10.2017 16:41 Print

Dieser Leser segelt einmal um den Globus

Matthias macht beim grössten Amateur-Segelrennen der Welt mit – und lässt die 20-Minuten-Community an seiner Reise teilhaben.

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Matthias, worum geht es beim Clipper Round The World Race?
Es ist das grösste Amateur-Segelrennen der Welt. Zwölf identische Boote umrunden während elf Monaten in acht Etappen die Erde und legen dabei 40'000 Seemeilen zurück. Das Clipper Race findet dieses Jahr zum elften Mal statt.

Weshalb machst du mit?
Einerseits reizt mich ein solches Segelabenteuer seit langem, andererseits brauchte ich auch privat wie beruflich eine Veränderung. Zudem möchte ich dieses Rennen nutzen, um unsere Mitmenschen auf die zunehmende Plastikproblematik aufmerksam zu machen und für die Reinigung der Meere Spenden zu sammeln.

Was kostet die Reise?
Die Teilnahme kostet 50'000 Pfund, hinzu kommen verschiedene weitere Ausgaben wie Anreise, Unterkünfte zwischen den Etappen, Ausrüstung, Versicherungen und Visa. Mein gesamtes Projektbudget beträgt 90'000 Franken, was ich zu einem grossen Teil durch Sponsoren finanzieren konnte.

Wie hast du dich vorbereitet?
In den offiziellen Trainings ging es nicht nur ums Segeln, sondern auch ums Überleben in Extremsituationen oder sicherheitsrelevante Tasks. Individuell habe ich mich mit zahlreichen Stunden Krafttraining physisch auf die Herausforderung vorbereitet.

Worauf freust du dich am meisten?
Die Arbeit im Team, das gemeinsame Überqueren von Ozeanen ist ein wahnsinniges Gefühl. Aber ich freue mich auch sehr auf die Begegnungen mit der Tierwelt, die Sternennächte oder die Zeit in den Häfen, das Surfen mit dem Boot über riesige Wellen. Man könnte sagen, ich freue mich am meisten auf die Abwechslung.

Wovor hast du am meisten Respekt?
Es gibt verschiedene Dinge, die mir durch den Kopf gehen. Sei das die Kollision mit einem Container oder einem schlafenden Wal, beides auch für eine 23-Meter-Yacht sehr gefährlich. Oder aber durchnässt, mit Hunger und müde noch eine grosse Leistung zu erbringen. Und natürlich vor dem Albtraum eines jeden Seglers – Feuer an Bord. Ich glaube, davor habe ich am meisten Respekt.

Hast du keine Angst vor dem Schiffskoller?
Das würde ich auch eher Respekt nennen. Aber nein, das ganze Projekt ist abwechslungsreich. Zudem weiss ich, wie es ist, einen Ozean zu überqueren und längere Zeit abgeschieden zu sein. Und das Team ist gut, das hilft ungemein.

Wie muss man sich deinen Alltag auf See vorstellen?
Wir werden im Schichtbetrieb rund um die Uhr segeln. Grundsätzlich kann und soll jeder alles machen können, das heisst jeder auf dem Schiff wird mal am Steuer stehen, kochen oder auch das Klo putzen. Zusätzlich gibt es spezialisierte Rollen wie beispielsweise Meteorologen, Mediziner, Ingenieure oder Medienschaffende, die jeweils zusätzlich in ihren Gebieten Aufgaben erledigen.

Wie haben Freunde und Familie auf deinen Plan reagiert?
Sehr gemischt. Einerseits flossen Tränen, andererseits werde ich ermutigt und man freut sich für mich, dass ich diesen Traum leben kann. Natürlich ist es kein Spaziergang und ich verstehe die Ängste meiner Nächsten, aber wir sind gut vorbereitet und gehen keine Risiken ein. Sicherheit geht ganz klar vor. Ich denke, so können wir das Risiko bestmöglich abschwächen. Mein Umfeld muss sich deshalb nicht allzu grosse Sorgen machen.

Was erwartet die Leser von 20 Minuten in deinem Vlog?
Action. Natur, Metropolen. Hochs und Tiefs. Einfach regelmässige Einblicke in das Leben auf einer 70-Fuss-Rennjacht. Einerseits zeige ich zum Beispiel, was die spartanische Rennjacht für unsere Körperpflege bedeutet. Andererseits zeige ich spektakuläre Bilder im Kampf gegen die Naturgewalten.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ernst Ruetimann , Trang am 23.10.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Von Seemann zu Seemann ......

    Als Taucher , Blauwassersegler und 19 Jahre Berufsschifffahrt auf Hochsee habe ich zwar nix mit Rennen an Land wie auf See am Hut , wuensche aber trotzdem alles Gute , " bon vent " wie die Franzosen sagen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel . Bei der geeigneten Position das Ruder herrumreissen und Suedthailand anlaufen , damit wir zusammen ein Bier trinken koennen . Und noch den Gratistip : genuegend Abfallsaecke mitnehmen , um den Muell im Wasser gleich einzusammeln .-

  • Leinen los am 23.10.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die CH wird zu UNSCHWEIZERISCH

    Ich und meine Verlobte sind an den letzten Vorbereitungen um mit unserem gekauften 40 jährigen 10 Meter Segelboot von Spanien nach Neuseeland zu segeln. Es gibt noch einiges Einzubauen wie Wassermacher, Windfanensteuerung, Geräteträger am Heck, Solar & Windgenerator etc. Das Besondere daran ist, dass wir danach in Neuseeland einwandern wollen. Ich bin schon 1 x nach Kanada ausgewandert und segelte dort oft, viel und weit im Pazifik. Wir können es kaum erwarten die Leinen loszulegen. Und all das, obschon wir normale Leute, dafür viel Liebe & Freude füreinander haben.

  • Clipper Race Fan am 23.10.2017 04:58 Report Diesen Beitrag melden

    Winner!

    Matthias Team hat die zwei ersten Legs bereits gewonnen! Weiter so Team Greenings!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tamara Fucibello am 23.10.2017 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltziele sind immer gut

    Schön dass der Segler sich auch ein Umweltziel gesetzt hat. Hoffe er hält das aus solange ohne Vögeln auf den Weltmeeren rumzuschippern. Wenn nicht einfach die Handmaschine rattern lassen.

  • Gerd Fehlbaum am 23.10.2017 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Apropos Plastikmüll

    "Zudem möchte ich dieses Rennen nutzen, um unsere Mitmenschen auf die zunehmende Plastikproblematik aufmerksam zu machen" BRAVO! Einziges Problem, Du wirst wohl extrem selten Plastikmüll zu sehen kriegen... Wir stellen uns das nämlich etwas falsch vor. Das Meer ist selbst an den verschmutztesten Stellen, z.Bsp. zw. Indien und Sumatra, oder im Nordpazifik praktisch "müllfrei". Konkret kannst Du von "Glück" reden, wenn Du mal zehn Plastikteile zusammen siehst. Das offene Meer ist fast ausschliesslich BLAU. Gottseidank! Ein Blauwassersegler seit 1992

  • Leinen los am 23.10.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die CH wird zu UNSCHWEIZERISCH

    Ich und meine Verlobte sind an den letzten Vorbereitungen um mit unserem gekauften 40 jährigen 10 Meter Segelboot von Spanien nach Neuseeland zu segeln. Es gibt noch einiges Einzubauen wie Wassermacher, Windfanensteuerung, Geräteträger am Heck, Solar & Windgenerator etc. Das Besondere daran ist, dass wir danach in Neuseeland einwandern wollen. Ich bin schon 1 x nach Kanada ausgewandert und segelte dort oft, viel und weit im Pazifik. Wir können es kaum erwarten die Leinen loszulegen. Und all das, obschon wir normale Leute, dafür viel Liebe & Freude füreinander haben.

  • Ernst Ruetimann , Trang am 23.10.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Von Seemann zu Seemann ......

    Als Taucher , Blauwassersegler und 19 Jahre Berufsschifffahrt auf Hochsee habe ich zwar nix mit Rennen an Land wie auf See am Hut , wuensche aber trotzdem alles Gute , " bon vent " wie die Franzosen sagen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel . Bei der geeigneten Position das Ruder herrumreissen und Suedthailand anlaufen , damit wir zusammen ein Bier trinken koennen . Und noch den Gratistip : genuegend Abfallsaecke mitnehmen , um den Muell im Wasser gleich einzusammeln .-

  • Clipper Race Fan am 23.10.2017 04:58 Report Diesen Beitrag melden

    Winner!

    Matthias Team hat die zwei ersten Legs bereits gewonnen! Weiter so Team Greenings!

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