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28. Oktober 2017 11:13; Akt: 28.10.2017 11:13 Print

Richtig zubereitet macht Pasta doch nicht dick

von Jürg Hösli - Pasta ist als Dickmacher in aller Munde. Mit diesen Tricks landen Teigwaren nicht als Speckröllchen auf den Hüften.

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Dick- oder Glücklichmacher? Wie kein anderes Lebensmittel hat Pasta immer mehr den Ruf, fett zu machen. (Bild: Knape)

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Sie ist fein, macht glücklich und – nach der Meinung vieler Ernährungscoachs – vor allem dick. Wir sprechen von unserer lieben Pasta. Kaum ein Lebensmittel wird mehr als Ernährungssünde verdammt. Immer weniger trauen sich, einen Teller Penne oder Spaghetti zu bestellen. Zu Recht? Jein.

Pasta wird von vielen vor allem verurteilt, weil sie den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen lassen soll. Damit würde auch das Speicherhormon Insulin sehr schnell erhöht, was die Fettverbrennung stoppt. Die Kohlenhydrate werden dann nicht nur in der Muskulatur, sondern auch in Fettzellen gespeichert. Auch andere Nährstoffbestandteile wie Fett werden direkt in die Körperfettdepots transportiert – und das wollen wir ja auf jeden Fall vermeiden.

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Al dente lautet das Rezept

Doch wenn wir Pasta al dente – also bissfest – kochen, liegt sie rund vier Stunden in unserem Magen. Der Blutzuckerspiegel steigt nur wenig. Das Insulin wird darum ebenfalls kaum ausgeschüttet und zwar auch weniger im Vergleich zu Süsskartoffeln, Kartoffeln, Reis usw. Kochen wir Pasta hingegen pampig, werden diese auch schneller vom Körper aufgenommen und der Insulinspiegel steigt schneller an. Unsere Kochkünste bestimmen also mit, wie «gesund» Pasta nun wirklich ist. Dies ist zudem weit wichtiger als der Umstand, ob Sie nun Vollkorn- oder Weissmehl-Pasta zu sich nehmen!

Doch was macht Pasta zum scheinbaren Fettbooster? Oft wird gesagt, Pasta habe besonders viele Kilokalorien. Doch ein «normales» Essen hat durchschnittlich 450 bis 500 Kilokalorien – eine «normale» Portion Penne all'arrabiata gerade mal rund 400 Kilokalorien. Je fettiger hingegen die Sauce, desto mehr wird das Menü zur Kalorienbombe. Doch wenn wir nicht Sauce mit Pasta, sondern umgekehrt essen, ist auch das kein Problem.

Pasta macht nicht automatisch fett

Leisten wir uns zum Mittagessen einen Teller Pasta, dürfen wir dies ohne schlechtes Gewissen tun. Aufpassen sollten wir allerdings, wenn Pasta unser Abendessen ist: Haben wir über den Tag sehr viel Stress und sind kaum zum Essen gekommen, werden aus einer Portion plötzlich drei. Dann wächst auch der Bauch. Ursache ist aber nicht die böse Pasta, sondern eine fehlende Ernährungsstruktur über den Tag.

Wichtig ist: Wenn wir während des Tages vor allem sitzend arbeiten, ist unser Kohlenhydratverbrauch kleiner. Wir sollten unsere begrenzten Kohlenhydratspeicher dann nicht überfüllen, sonst wandert die Pasta an die «falschen» Stellen. Wer am Mittag zu einer Mischmahlzeit mit Pasta als Beilage greift, der macht alles richtig. Man wird weniger müde, gibt dem Körper nicht zu viele Kohlenhydrate, aber gerade so viele, dass er am späteren Nachmittag wenig bis keine Lust auf Süsses hat. Wer am Abend nicht einschlafen kann, dem hilft die Pasta, wie im letzten Beitrag beschrieben, auch beim Einschlafen.

Es ist nicht die Pasta, die dick macht. Es gibt keine «guten» und «bösen» Lebensmittel. Die Menge und der Zeitpunkt machen bei allem das Gift. In diesem Sinne, wenn Sie Lust auf Pasta haben: en Guete!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 28.10.2017 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich esse was ich gerne habe

    Ich habe mir noch nie die Pasta schlecht machen lassen,die Ernährungsexperten sind mir so etwas von Wurscht! Gilt übrigens für alle Lebensmittel die ich gerne esse!!

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  • mela am 28.10.2017 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht unbedingt

    Na ja, kann schon sei! Als Italienerin esse ich seit ich denken kann vorwiegend Kohlenhydraten, vorwiegend in Pasta Form und noch dazu am Abend. Habe keine Gewichts Probleme. So wie viele Italiener auch in Italien nicht unbedingt haben. Buon apetito!

  • Alter Sack am 28.10.2017 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Menschenverstand

    Der dicke Bauch kommt nicht von der Pasta sondern von den Fertigprodukten das weiss heute jedes Kind. Was hier die ErnährungsSchwätzer verkündigen ist nichts neues.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sven Svensson am 29.10.2017 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Das System funktioniert

    Ich esse seit ca. 5 Wochen ausgewogen, koche alles selbst und verzichte auf alle fertigen Lebensmittel. "Normales" Essen schmeckt wieder besser, ich hab keine Blähungen mehr (verursacht durch E-Stoffe) und keine Heisshungerattacken (Fertigprodukte mit Kristallzucker) bzw. Den ganzen Tag Hunger. Auch wenn ihr den Artikel hier schlechtreden wollt, für mich geht das Programm von Jürg und seinem Team auf. 5 Wochen, nie Hunger, fitter, wacher, besserer Schlaf und bis jetzt sogar (ungewollt) 2kg weniger. Ach ja, Pasta gibts manchmal auch Abends.

    • E-Rich am 29.10.2017 20:42 Report Diesen Beitrag melden

      E-Stoffe sind nichts Schlechtes

      E-Stoffe sind nicht schlecht. Jeder erdenkliche Stoff von Gold (E175) über Sauerstoff (E948 zu Gewürzen und chemischen Mitteln hat eine E-Nummer. Das ist einfach nur eine Art Katalog-Nummer für alle existierenden Materialien, die wir kennen und verwenden.

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  • Susann am 29.10.2017 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Würde nicht jede pasta essen

    Esse nur noch selber gemachte pasta.. ihr wollt gar nicht wissen was in der Industriellen drin steckt!

    • pastamania am 29.10.2017 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Susann

      Hallo Susann Auch in der Industriell hergestellten Pasta stecken keine gesundheits-gefährdenden Inhaltsstoffe. Eine Zugabe von diesen ist schlicht nicht nötig! Bitte besser informieren!

    • Manni59 am 29.10.2017 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pastamania

      selber machen. und mit Dinkel Mehl . Weizen ist ungesund ob ihr wollt oder nicht . das ist eine Tatsache. Weizen fördert Bauch fett. .

    • cookmaster am 29.10.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Susann

      Sagen Sie es uns doch was es schlimmes drinhat. Ich würde mal sagen, dass die industriell Hergestellten die gleichen Zutaten enthalten wie die von Ihnen mit viel liebe, natürlich handgekneteten, Teigwaren.

    • cookmaster am 29.10.2017 14:31 Report Diesen Beitrag melden

      Manni59

      Dinkel ist sicher die bessere Wahl. Aber Weizen generell als ungesund abzustempeln ist übertrieben.

    • pastamania am 29.10.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Manni59

      Da muss ich Sie leider enttäuschen! Auf welchen Fakten basiert ihre Aussage? Wohl auf erlogenen...

    • Greesa am 29.10.2017 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Manni59

      Ohje wider mal ein Experte. In erster Linie fördert Cortisol Bauchfett oder dann ein überangebot von Energie am Abend oder auf einmal. Aber definitiv nicht Weizen!

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  • Geniesser am 29.10.2017 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist schon lange bekannt!

    Schon Michel Montignac in den 80er Jahren propagierte Spaghetti immer al dente zu kochen. Er benutzte dann den sogenannten Glykämischen Index, der sich auf Lebensmittel zuweisen lässt und viel, viel mehr Aussagekraft hat als die Kalorienlehre, die von sich behauptet neutral und rein physikalisch richtig zu sein. Weiss man aber, wie Kalorien berechnet werden muss man einfach nur lachen, denn der menschliche Körper ist jetzt wirklich was grundlegend anderes als ein mechanischer Verbrennungsapparat!! Der Tipp von Der Experte weiter unten ist sehr gut. Kalte Pasta geht prima, z.B. als Salat.

    • Greesa am 29.10.2017 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Geniesser

      Glykämische Last wenn schon. Beim Index wird die Menge nicht einberechnet

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  • Der Experte am 29.10.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleiner Tipp, grosse Wirkung

    Damit Pasta definitiv zu einer gesunden Mahlzeit wird, emfehle ich sie vor dem Verzehr einmal ganz auskühlen zu lassen. Dadurch wird die Stärke (Kohlenhydrate) in Resistente Stärke umgewandelt, welche sich dann wie die essentiellen und sehr gesunden Nahrungsfasern verhalten und den Kalorienanteil der Pasta halbieren! Probierts aus!

    • E. Go am 29.10.2017 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Experte

      Durch kalt machen halbierst du die kalorien? DAS kannst du nicht ernsthaft glauben!!

    • Leser am 29.10.2017 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E.Go Nun!

      Glauben benötigt wohl eher die Kalorienlehre. Du hast etwas nicht begriffen: Es geht hier um die Insulinreaktion nach dem Verzehr von Kohlenhydraten, welche einen direkten Zusammenhang zur Fetteinlagerung im Körper besitzt. Kalorien hin oder her!

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  • huschmie am 29.10.2017 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Physik bleibt Physik

    Pasta ohne Sauce schmeckt gar nicht. Aber es zählt eben die Menge- Dies sowohl beim Essen, wie auch bei der Bewegung. Die Physik lässt sich nicht überlisten.

    • Geniesser am 29.10.2017 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Das ist eben viel zu einfach!

      Betreffs Schwerkraft mag das stimmen, betreffs Ernährung stimmt das so nicht, da der Körper weder eine reine Chemiefabrik noch ein Verbrennungsapparat ist sondern ein hochkomplexes Verwertungssystem, das beim Riechen und Kauen beginnt und bei den Darmbakterien endet. Die Physik im Sinne von Kalorienlehre ist längst veraltet. Denn Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate, so einfach ist das.

    • Gernot am 29.10.2017 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Eigene Erfahrung

      Die Regel ist einfach: Je natürlicher das Produkt und dessen Verarbeitung, desto weniger setzt es an. Ein Beispiel: Bereite ich z.B. 0.5 Kg Pellkartoffeln ganz normal im heissen Wasser zu und vergleiche dies mit einer Mahlzeit von derselben Kalorienmenge Pasta, dann ist das Resultat nicht dasselbe: Bei den Kartoffeln passiert bei 2-3 Wiederholungen gar nichts, während bei der Pasta sehr wohl etwas beim Bauchumfang passiert. Grund: Der Körper "kennt" natürliche Kohlenhydrathe und verarbeitet diese. Unnatürliche hingegen lässt er links (=später Fettablagerung) liegen weil er sie nicht kennt.

    • Geniesser am 29.10.2017 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gernot Stimmt!

      Es ist eine sehr gesunde Art der Ernährung wenn man sich ausschliesslich von frisch zubereiteten Nahrungsmitteln ernährt. Übrigens eines der Grundprinzipien der Idee von Michel Montignac. Ich habe mit seiner Methode 13 Kilogramm abgenommen und ich bin kein Sportler und habe mich nicht viel mehr bewegt als sonst. Ich habe feine Rahmsaucen gegessen und auch mal Rotwein getrunken. Die Kilos purzeln nur so und das widerlegt eben die Kalorienlehre mit ihrer BilanzIdee total. Ich ass teilweise happige Kalorienmengen und sehr oft auch Käse... aber eben.. ohne Brot! Die Kombination machts aus!

    • Greesa am 29.10.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gernot

      Geil. Was es nicht alles an Schwachsinn zu erzählen gibt

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