Luxemburg

11. Januar 2018 10:34; Akt: 11.01.2018 13:35 Print

Gericht kippt Urteil gegen «Luxleaks»-Informanten

Die Bewährungsstrafe gegen Antoine Deltour werde aufgehoben, urteilte ein Gericht. Die Strafe gegen einen Mitangeklagten wurde aufrechterhalten.

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Antoine Deltour verlässt das Gericht in Luxemburg. (15. März 2017) (Bild: AFP)

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In der «Luxleaks»-Affäre um Enthüllungen über Steuervorteile für internationale Grosskonzerne hat ein Gericht in Luxemburg am Donnerstag das Urteil gegen den Informanten Antoine Deltour gekippt. Die Bewährungsstrafe gegen Deltour werde aufgehoben, urteilte das Gericht. Eine geringere Strafe für den Mitangeklagten Raphaël Halet wurde dagegen aufrechterhalten.

Deltour war im Berufungsprozess im vergangenen März zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und 1500 Euro Strafe verurteilt worden. Der Mitangeklagte Halet erhielt eine Geldstrafe von 1000 Euro. Beide legten Berufung ein.

Jean-Claude Juncker unter Druck

Die beiden Franzosen hatten fast 30'000 Dokumente entwendet, die enthüllen, wie Luxemburg Grosskonzernen bei der Vermeidung von Steuerzahlungen in Milliardenhöhe half. Sie gaben die Dokumente 2012 an den Journalisten Edouard Perrin weiter.

Doch erst die «Luxleaks»-Enthüllungen des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ zwei Jahre später sorgten europaweit für Wirbel. Dadurch kam damals auch der frisch gewählte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker unter Druck, der fast zwei Jahrzehnte lang Finanzminister und Regierungschef von Luxemburg war.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • firesnake am 11.01.2018 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Junker

    Warum ist der, trotz eines solchen Skandals immer noch ein sehr hohes tier in der EU?

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  • Katja Wohmann am 11.01.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Juncker beherrscht das Geschäft. Er ist

    ja auch bei der Schweiz daran, diese unter Druck zu setzen. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen bei einer schwachen Regierung. Und da die Zeche ja die Bevölkerung bezahlt, ist auch die Wirtschaft für Zahlungen an die EU.

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  • Z.Z. am 11.01.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbedingt!

    Was heisst hier bedingt?? Solche Leute gehören jahrelang weggesperrt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Katja Wohmann am 11.01.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Juncker beherrscht das Geschäft. Er ist

    ja auch bei der Schweiz daran, diese unter Druck zu setzen. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen bei einer schwachen Regierung. Und da die Zeche ja die Bevölkerung bezahlt, ist auch die Wirtschaft für Zahlungen an die EU.

    • Casali am 13.01.2018 00:55 Report Diesen Beitrag melden

      Wer nicht schlechtes denkt.

      Katja warum woll. Wer nicht schlechtes denkt. Unsere regierung kassiert mit. Anders kann ich mir es nicht vorstellen. Bei dieser politik unserer regierung mit der eu

    • Stefan Hübscher am 13.01.2018 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Katja Wohmann

      Wir hatten in Europa schon Mal eine ähnliche Situation... Zwangsregulierung, Unterdrückung und diktatorische Verhältnisse... wehe Wenn jetzt noch die Gewaltenteilung bricht... damals wie heute wollte dies keiner Wahrhaben und wir konnten dies nicht glauben wie eine Gesellschaft ohne zu merken in so was Hineinrutschen kann.

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  • Z.Z. am 11.01.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbedingt!

    Was heisst hier bedingt?? Solche Leute gehören jahrelang weggesperrt!

    • Andrés Sinaola am 11.01.2018 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Z.Z.

      Nein, wenn man nicht offen über veschieden ausgelegten Bedingungen informieren kann, dann ist was faul.

    • walter45 am 11.01.2018 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      Der Juncker

      ja, der gehört weggesperrt, nicht die Informanten.

    • Whistle am 12.01.2018 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Z.Z.

      Das trifft für Juncker und Konsorten zu, aber sicher nicht für Menschen, die unter Einsatz ihrer Existenz für Wahrheit und Klarheit einstehen, wo es der korrupte Filz nicht vermag.

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  • firesnake am 11.01.2018 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Junker

    Warum ist der, trotz eines solchen Skandals immer noch ein sehr hohes tier in der EU?

    • Am Erkel am 11.01.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Junker

      Weil die hohen Tiere in der EU nicht vom Volk, sondern von "ihresgleichen" gewählt werden...... Leider!

    • Dagobert am 11.01.2018 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @firesnake

      weil er die Deals eingefädelt hat ist er dort wo er ist... das zeigt ja gerade wie stark die Politik durch Grosskonzerne kontrolliert wird!

    • Pragmatiker am 13.01.2018 07:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Am Erkel

      Gilt auch für Bundesratswahlen. Darum haben wir auch diese 7+1 Komiker.

    • Stefan Hübscher am 13.01.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @firesnake

      weil die EU durch Europäische Banken erschaffen wurde und Junker und selbe Klientel zählt. Gleich und gleich fällt sich eben gern. ein Filz der weltweit einzigartig ist und eigentlich Schimmelp(f)ilz heissen müsste. Glücklicher oder überraschter Weise existiert in der EU dennoch so was ähnliches, wenn auch minimal, wie die Gewaltenteilung.

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