Wegen Browserzwang

06. März 2013 12:39; Akt: 08.03.2013 11:06 Print

EU knöpft Microsoft 1,2 Milliarden Euro ab

Unfaire Geschäftspraktiken: Die EU verknurrt Microsoft zu einer Geldbusse von 561 Millionen Euro. Bereits 2009 hatte der Software-Riese 659 Millionen bezahlt.

Microsoft muss tief in die Tasche greifen.
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Die EU-Kommission hat gegen den Softwarehersteller Microsoft eine Strafe von 561 Millionen Euro verhängt. Hintergrund ist der Vorwurf, Microsoft missbrauche seine Marktmacht, weil es Internet-Browser von Konkurrenten benachteilige.

Die Kommission hatte mit dem Software-Riesen 2009 einen Vergleich geschlossen. Damals musste Microsoft 659 Millionen Euro zahlen. Zugleich versprach das Unternehmen, den Nutzern des Betriebssystems Windows die Option zu geben, einen anderen Browser als den Internet Explorer von Microsoft zu verwenden.

Vereinbarung gebrochen

Doch Microsoft brach die Vereinbarung bei rund 15 Millionen Exemplaren von Windows 7, die vom Mai 2011 bis Juli 2012 installiert wurden. Die Firma hat dies eingeräumt und von einem Fehler gesprochen.

Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia betonte, die Umsetzung solcher ausgehandelter Vergleiche sei sehr wichtig. Dies sei das erste Mal, dass eine solche Vereinbarung von einer Firma gebrochen worden sei.

(sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 06.03.2013 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das Urteil ist falsch.

    Alles Unsinn, Firefox, Chrome und co. könnte man jede Zeit installieren. Dieses Urteil ist nicht gerecht!! Keine Angst, ich bin nicht total Microsoft Fan. Das Urteil ist einfach falsch.

  • Michi am 06.03.2013 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuständigkeit

    Und warum interessiert das jetzt die EU?^^

  • Dr Sinnbild am 06.03.2013 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Made my day!

    Ich nervte mich auch beim letzten Autokauf das ich bei Mazda einen Mazdamotor aufgebrummt bekam, dabei wollte ich doch einen Ferrari- oder Porschemotor. Die Frechheit daran ist ich kann nicht mal einen Porschemotor montieren, die Voraussetzungen sind nicht gegeben. Aber stellt euch vor ich müsste alle paar Jahre ein neues Auto kaufen weil nur noch ein neues Benzin supportet wird, das würde mich immer wieder freuen! Wer Ironie findet darf sie behalten..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 06.03.2013 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das Urteil ist falsch.

    Alles Unsinn, Firefox, Chrome und co. könnte man jede Zeit installieren. Dieses Urteil ist nicht gerecht!! Keine Angst, ich bin nicht total Microsoft Fan. Das Urteil ist einfach falsch.

  • B.Silent am 06.03.2013 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Die Strafe gegen Microsoft ist einfach nur lächerlich. Apples OS wird auch standartmässig mit dem Safari ausgeliefert, aber sobald Microsoft sein eigenes Produkt in sein eigenes Betriebssystem implementiert, gibt es eine Strafe. Was soll das eigentlich? Aber Apple darf weiterhin seine Geräte ausliefern mit hauseigenen schnittstellen wie man bei Ipad/Iphone sieht, dazu kommt noch der Itunes zwang etc. Aber sobald man dies kritisiert heisst es nur: "Keiner zwingt dich ein Apple produkt zu kaufen!"

  • Neles Berger am 06.03.2013 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Recht.

    Da 20 Min. wieder mal nur die hälfte bekannt gibt hier mal der rest: In 2009 hat microsoft der eu versprochen mehrere browsern anzubieten und alle browser updates gleichzeitig upzudaten. dies tat microsoft nicht, auch hat microsoft updates von anderen browsern nicht zeitgleich Upgedated und somit einen klaren Vorteil für microsoft un IE verursacht... somit, wer nicht hören will muss fühlen...

  • Ruedi Metzger am 06.03.2013 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    eigene Produkte

    Ist doch klar, dass Microsoft den hauseigenen Internet Explorer als vorinstallierten Standardbrowser mit Windows 7/8 mitliefert. Das macht Apple auch nicht anders und bei vielen Linux-Distributionen ist Firefox vorinstalliert. Von Browserzwang kann keine Rede sein, schon bei Windows 98 konnte man andere Browser zu nutzen, Firefox, Opera, Safari etc. sind doch schnell und sicher zu Installieren.

  • Tom G. Eldeintreiber am 06.03.2013 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie komme ich jetzt an mein Geld?

    Angenommen es wäre wirklich so und die Busse an Microsoft ist gerechtfertigt, wer ist dann der Geschädigte? Die EU? Wohl kaum - sondern der Nutzer wie du und ich. Kann man jetzt davon ausgehen, dass das Geld an die User verteilt wird? Wohl auch nicht...