Brainpool-Anteile verkauft

08. März 2018 21:42; Akt: 09.03.2018 09:36 Print

Stefan Raab kassiert 11 Millionen Franken

2015 zog sich der Moderator vom TV-Bildschirm zurück. Nun hat Stefan Raab auch seine restliche Beteiligung an der Produktionsfirma Brainpool verkauft – für eine stolze Summe.

TV-Moderator Stefan Raab hat seine 12,5 Prozent Beteiligung an der Produktionsfirma «Brainpool» an ein französisches Medienhaus verkauft. (Video: Tamedia/Glomex)

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Nach seinem Rückzug aus dem deutschen Fernsehen kehrt Moderator Stefan Raab nun auch der Produktionsfirma Brainpool den Rücken. Der Entertainer hat seine Beteiligung von 12,5 Prozent an das französische Medienhaus Banijay Entertainment verkauft, wie der Konzern mitteilt. Damit möchte sich die Firma stärker in Deutschland positionieren und mit Banijay Productions Germany ein weiteres Produktionsunternehmen etablieren.

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1994 wurde Brainpool in Köln gegründet und dank des 51-Jährigen schnell zu einem der wichtigsten Inhaltelieferanten des deutschen Fernsehens. Neben «TV total» produzierte die Firma auch Hits wie «Schlag den Raab», «Schlag den Star» und war für die Comedy-Serien «Stromberg», «Ladykracher» und «Pastewka» verantwortlich.

Raab wird Hauptgesellschafter der Tochterfirma

Für Stefan Raab bedeutet der Verkauf seiner Anteile allerdings keinen kompletten Rückzug aus dem Fernsehgeschäft. Der Showmaster wird Hauptgesellschafter seines Unternehmens Raab TV, einer Tochterfirma von Brainpool.

Bei Vertragsabschluss musste der gebürtige Kölner aber dennoch einigen Bedingungen zustimmen, die seine persönliche TV-Zukunft betreffen, wie Bild.de berichtet. Der deutschen Zeitung liegt der 100 Seiten umfassende Vertrag vor. Hier sind die wichtigsten Punkte:

Die Summe:
Der genaue Betrag kann sich laut Bild.de zwar unter einigen Umständen noch ändern, doch Banijay soll Raab für die 12,5 Prozent Anteile umgerechnet stolze 11 Millionen Franken ausgezahlt haben.

Die Sicherheit:
Gegenüber dem französischen Medienunternehmen musste der 51-Jährige garantieren, dass er nicht insolvent oder in ein laufendes Gerichts- oder Entwicklungsverfahren verwickelt ist. Der Kölner räumte sich umgekehrt bestimmte Einflussmöglichkeiten auf das Brainpool-Management ein.

Die Verbote:
In Zukunft darf der Moderator neue TV-Ideen nur mehr über die Firma Raab TV entwickeln, an der er 51 Prozent hält. Die restlichen Anteile gehören Banijay. Laut Bild.de bedeutet das, dass der Kölner für keine andere TV-Firma als Produzent oder gar Moderator tätig sein darf. Im Gegenzug hat Stefan Raab aber bei Raab TV die völlige «kreative Kontrolle» und bestimmt die Moderatoren, die Kandidaten und auch das Design eines neuen Fernsehformats.

Die Ausnahmen:
Im Vertrag ist ebenfalls festgehalten, dass Stefan Raab pro Jahr nur an drei TV-Sendungen – etwa einer Talkshow – teilnehmen darf, die nicht von seiner Firma oder Banijay produziert worden ist.

Die Rückkehr:
Gemäss Bild.de geht aus dem mehrseitigen Dokument ebenfalls hervor, dass das französische Unternehmen auch in der Zukunft keine weitere Beteiligung von Raab an Brainpool wünscht. Erwirbt der Moderator aber Anteile von Dritteignern, muss er das Banijay zwar mitteilen, kann den Kauf aber ohne weiteres vollziehen.

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lag93 am 08.03.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ein ganz Grosser

    Entweder liebt man ihn oder hasst ihn aber auf jedenfall ein Genie! So lange im business aber kaum was vom Privatleben bekannt gemacht oder keine privaten skandale. Was er anfässt wird zu Gold.

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  • SoSos am 08.03.2018 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Er hat es gut gemacht

    Er war einer den man Gerne anschauen konnte wen man ihn gemocht hat. Schön finde ich wie er sein Starleben vom Privatleben Trennen konnte. Keine Urlaubsbilder mit der Familie nix. Kein Skandal im richtigen sinne. Ich habe Respekt vor ihm was er geschafft hat. Schade Steffan, das du dich so arg zurück gezogen hast, aber ich geönne es dir auch

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  • Wolfgang am 08.03.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Verdient

    Und jetzt? Die 11 Millionen hat er verdient, er ist Unternehmer und ging ein Risiko ein. Ein Bankmanager ist ein angestellter welcher sich über die anderen Angestellten setzt ohne wirklich eine mehrleistung zu bringen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kurt am 09.03.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann über Raab denken was man will

    aber er hatte wenigstens den Mumm mal etwas neues auszuprobieren. Das Turmspringen, oder Auto-Fussball oder die Wok-WM waren mal was anderes. Klar, mit der Zeit wurde es auch ausgelutscht und immer die selben D-Promis gingen einem auch auf den Senkel. Aber immerhin, er hat mal was neues versucht. Dafür RESPEKT!

  • bebbeli am 09.03.2018 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    gönnen

    Na ja. Ich gönne es ihm. Es war sicher nicht immer leicht, so am TV ausgestellt zu sein und kaum Privatleben zu haben.

  • CH_BUERGER am 09.03.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Raab weg, alles gut

    Raab weg, alles gut! Dass er noch so viel Geld einheimsen konnte, ist der puure Wahnsinn und ungerechtfertigt.

    • Roger Weiss am 09.03.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      klassischer Neider

      Aussage eines klassischen Neiders... Ausserdem hat er für sein Geld etwas geleistet und war in vielen Fällen einfach claver. Würde jeder so machen, nur viele haben die intelligenz dazu nicht...

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  • Püezer am 09.03.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Well done!

    Mag's ihm gönnen!

  • Jaki am 09.03.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Über 100 Millionen

    Na und? Er hatte vorher schon ein Imperium über EUR 100 Millionen.