«Deville»

06. Oktober 2017 21:26; Akt: 06.10.2017 21:26 Print

Das Lästermaul ist zurück

Fast sieben Monate war er weg. Heute Abend darf Dominic Deville endlich wieder seine Sprüche vom Stapel lassen. Mit dabei sind auch zwei Schweizer Comedy-Legenden.

Einige witzige Highlights aus «Deville» (Quelle: Tamedia/SRF).
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Ob seine Satire-Sendung frech ist? Allzu häufig wird das Adjektiv in solchen Zusammenhängen bisweilen strapaziert. Fest steht: «Deville» ist anders. Anders als das, was zuvor bei SRF lief. Anders in der Machart, anders in der Erscheinung – anders die Zoten. Respektloser, mutiger, unkonventioneller. Frecher vielleicht auch, ja.

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Das Late-Night-Format läuft bereits seit Mai 2016, heute startet die vierte Staffel. Lange Zeit war die Show dem breiten TV-Publikum jedoch eher unbekannt. Stand im Schatten der zwei langjährigen Comedy-Matadoren Viktor Giacobbo und Mike Müller.

Suizid als Ausweg

Dann kam der Februar 2017 – und das Video «Switzerland Second», das erklärt, wieso die Schweiz hinter den USA die zweitbeste Nation der Welt sein sollte, wurde veröffentlicht. Und plötzlich machte der Name «Deville» die Runde, wurde quasi über Nacht zum Talking Piece. Über 12 Millionen Klicks zählt der Clip mittlerweile auf Youtube.

Tabus kennt 42-jährige Luzerner, der in München geboren wurde, kaum. Kein Thema, über das sich das Lästermaul nicht gern auslassen mag. Sterbehilfe? Toll, dafür gibt es in der Schweiz ja genügend Züge, vor die man sich werfen kann. Ein trostloser Vatertag? Da bleibt nur der Suizid.

CDs gleich Kriegsmaterial

Während der Vorbereitung zu seiner neuen Ausgabe vom Freitagabend überlegte sich Deville sogar, die Schiesserei in Las Vegas satirisch aufzubereiten. Das Thema fiel dann aber, zumindest offiziell, dem Schnitt zum Opfer. «Damit man merkt, ob etwas zu viel ist, muss man es auch mal aussprechen», sagte der Komiker unlängst zum «Bund».

So bezeichnete Deville den mittlerweile abgewählten Walliser SVP-Staatsrat Oskar Freysinger als «Nazi-Flaggen-Fetischisten», CDs von Gölä setzte er mit «Kriegsmaterial» gleich. Neue, forschere Töne im sonst manchmal doch etwas trägen Leutschenbach.

«... und keiner schiesst zurück!»

Und so spottet und stichelt Deville ab sofort wieder los. Zu Gast ist zum Auftakt übrigens ausgerechnet das Duo Giacobbo/Müller. Ist da eine Art verspätete Stabübergabe geplant?

Der Witz zu Las Vegas wäre übrigens so gegangen: «Dreissigtausend Cowboys, und keiner schiesst zurück.» Das war dem SRF wohl dann doch ein bisschen zu «frech».

(ysc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisi am 06.10.2017 22:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung

    Fast sieben Monate war er weg. War das erholsam! Bitte für immer weg. Den muss ich auch noch via Gebühren bezahlen....

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  • Mario Willi am 06.10.2017 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Er ist so etwas von unlustig! Sorry, aber wieso bekommt jemand wie er Sendezeit? NoBillag!

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  • weitdaneben am 07.10.2017 00:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D. Deville

    de... de will jetz eifach luschtig überächo, und das ist schon mal falsch. Deville bringt keine Pointen, er erklärt Pointen, schon mal ganz falsch und seine schwache Stimme, dafür kann er nichts, genauso so wie ich nichts dafür kann, dass ich ihn weder lustig noch unterhaltsam finde, jeder Flachwitz ist anspruchsvoller. In der Kürze liegt die Würze, eine Schallplatte im Rückwärtsgang anhören ist interessanter als sich Deville antun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ganz einfach am 07.10.2017 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt Kabarettisten,

    die werden einfach bekannt, weil es ihre Berufung ist Kabarettist zu sein. Die sind dann wirklich gut und sehr lustig. Dann gibt es solche, die müssen sich krampfhaft als Kabarettist künstlich inszenieren und die sind dann sehr anstrengend und müssig... klar auch denen schauen noch zwei, drei Leute zu. Deville gehört definitiv zur zweiten Sorte...

  • fox am 07.10.2017 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Satire

    Wer Deville nicht mag, hat's nicht begriffen. Für die gibt's ja Otto zum blödeln.

    • essiggurke am 07.10.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      Verfassung wahren!

      zum Glück sind Sie nicht König der Schweiz - wir leben nämlich in einer Demokratie!

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  • Mitch am 07.10.2017 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    De .. was?

    De wer? Ahja von Endemol gabs ja anfangs für jeden Zuschauer gratis Tickets ... DerUnbekannte

  • weitdaneben am 07.10.2017 00:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D. Deville

    de... de will jetz eifach luschtig überächo, und das ist schon mal falsch. Deville bringt keine Pointen, er erklärt Pointen, schon mal ganz falsch und seine schwache Stimme, dafür kann er nichts, genauso so wie ich nichts dafür kann, dass ich ihn weder lustig noch unterhaltsam finde, jeder Flachwitz ist anspruchsvoller. In der Kürze liegt die Würze, eine Schallplatte im Rückwärtsgang anhören ist interessanter als sich Deville antun.

    • Andreas am 07.10.2017 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @weitdaneben

      Genau! Deville ist soooo belanglos, man mag sich nicht mal aufregen über diese Langeweile.

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  • Adi Wyss am 06.10.2017 23:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir wollen Müslüm

    Warum setzt man nicht auf den erfolgreicheren Müslüm? Der hat mich und die Schweizer Secondo Nati wenigstens unterhalten... er hatte ja nicht umsonst die besten Ratings!