Demi Lovatos Drogenbeichte

21. Oktober 2017 17:26; Akt: 21.10.2017 17:26 Print

«Ich dachte: ‹Oh Gott, das war eine Überdosis!›»

In ihrer neuen Doku spricht Demi Lovato über die Zeit, in der Drogen zu ihrem Alltag gehörten. Auch ihre Sexualität und Essstörung macht sie zum Thema

In ihrer neuen Doku «Simply Complicated» spricht Popstar Demi Lovato (25) über ihren Werdegang – jahrelanger Drogenmissbrauch inklusive. (Video: Tamedia/Youtube Demi Lovato)
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«Ich hatte Angst vor diesem Interview», eröffnet Demi Lovato. «Warum?», tönt es aus dem Off. Die 25-jährige Sängerin und Schauspielerin antwortet: «Weil ich das letzte Mal, als ich ein so langes Interview gab, high auf Kokain war.»

Die diese Woche exklusiv auf Youtube veröffentlichte Doku «Demi Lovato: Simply Complicated» hält sich nicht mit Um-den-heissen-Brei-herum-Reden auf, sondern geht von Anfang an in die Vollen – und die Protagonistin gibt sich genauso offen und zugänglich, wie wenn sie über Bodyshaming oder geistige Gesundheit spricht.

Hier sind fünf überraschende und schockierende Enthüllungen aus der knapp 80-minütigen Dokumentation (die du dir ganz unten in voller Länge anschauen kannst).

1. Mit 17 nahm sie erstmals Kokain
Sie war 15, als sie die Hauptrolle in der Disney-Channel-Serie «As The Bell Rings» bekam und ihre Rolle im Film «Camp Rock» annahm, die ihr zum Durchbruch verhelfen sollte. In der Schule wurde sie zum Feiern gedrängt, probierte Alkohol, Marihuana und mit 17 schliesslich Kokain. «Ich liebte es», sagt die Amerikanerin dazu.

2. Sie schlug ihrer Tänzerin ins Gesicht
Als sie 18 war, gehörte das Feiern längst zum Alltag. Zusammen mit ein paar Leuten verwüstete sie ein Hotelzimmer und jemand aus ihrer Crew steckte das ihrem Management. Als Demi herausfand, wer sie verpfiffen hatte, habe sie nur gedacht: «Diese Bitch werde ich fertigmachen.» Und das tat sie dann auch. Im Flugzeug schlug sie ihre Tänzerin Alex «Shorty» Welch ins Gesicht – und begab sich bald darauf in den Entzug.

3. Sie befürchtete eine Überdosis
Bevor sie besagten Entzug antrat, sei sie «zwei Monate lang high» gewesen. «In dieser Zeit habe ich täglich Drogen genommen», gibt sie zu Protokoll. «In einer Nacht habe ich eine Menge Kokain genommen und ein paar Xanax-Tabletten eingeworfen. Plötzlich fühlte es sich so an, als würde ich allmählich ersticken. Mein Herz begann zu rasen. Ich weiss noch, wie ich dachte: ‹Oh mein Gott, ich glaube, ich habe eine Überdosis genommen.›»

4. Wegen Pillen musste sie ins Spital
Den Entzug trat sie in einer Spezialklinik in Palm Springs, Kalifornien, an. Sie habe sich in ihrem Zimmer eingeschlossen, den Inhalt einer ganzen Packung Medikamente geschluckt und wurde daraufhin ins Spital eingeliefert. Dort gelangte Demi abermals an eine Flasche mit Pillen, leerte auch diese und habe die Pflegerin angeschrien: «Du verdammte Bitch! Wenn ich mich angeblich gerade umbringen wollte, warum lasst ihr mich dann nochmals an Pillen rankommen?»

5. Ihre Essstörung lauert immer noch
Ihre Süchte hat Demi mittlerweile im Griff, ihre (laut eigenen Angaben bereits seit 17 Jahren andauernde) Essstörung schwebt allerdings nach wie vor wie ein Damoklesschwert über ihr. «Wenn ich mich einsam fühle, wird mein Herz hungrig und ich fange an, Essen in mich reinzuschaufeln. Ich weiss immer noch nicht, wie Alleinsein geht.» Und wenn sie mal nicht allein ist, dann kuschelt sie sich gern an beide Geschlechter: «Es ist die menschliche Verbindung, die mich anzieht. Ob diese mit einem Mann oder einer Frau zustande kommt, spielt keine Rolle.»


Die exklusiv bei Youtube verfügbare Doku «Demi Lovato: Simply Complicated» in voller Länge. (Video: Tamedia/Youtube Demi Lovato)

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Dude am 21.10.2017 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    Leider wissen viele Frauen nicht wie Alleinsein geht, würde aber so mancher für längere Zeit gut tun. Vielleicht käme die eine oder andere wieder mal auf den Boden der Realität & würde sogar Beziehungsfähig werden, anstatt immer nach mehr zu suchen.

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  • moleman am 21.10.2017 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlafend aufgeputscht

    Ich verstehe bis heute nicht, was die Mischung von Kokain und Xanax bringt. Ist der Körper auf 180 und der Kopf betäubt, oder umgekehrt? Oder ganz anders?

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  • Franz S. am 21.10.2017 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Kultur? Lieber nicht?

    Beliebt bei 12-15 jährigen Mädchen. Scheint, genau das richtige Vorbild zu sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • DD Lovato am 22.10.2017 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Demiii :)

    Mir ist die Frau sympathisch. Ich habe Freunde die mehr Probleme haben. Finde es cool das sie auf einem guten Weg ist. PS: Krass wie viele Leute in den Kommentaren kein Deutsch können...

    • Tina am 22.10.2017 22:29 Report Diesen Beitrag melden

      ..... kommt nicht von der Kuh

      Liegt auch an der nicht umgesetzten MEI. Und Bücher kennen viele nicht mehr. Wie: die Milch...

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  • W. T. am 22.10.2017 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hoppla!

    Da muss sich eine aber wichtig machen.

  • TR am 22.10.2017 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ms. SwissColorado

    Erwachsen werden ist nicht für Anfänger und je mehr finanzielle Mittel vorhanden sind desto größer die Ausschreitungen. Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit wären schon mal ein guter Anfang.

  • M.G. am 22.10.2017 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Benzodiazepine

    Xanax ist ein Tranquilizer. Es ist eines der am häufigsten in den USA verschriebenen Medikamente. Es löst aber einen Teufelskreis aus. Genommen wird es gegen Stress und Angstzustände. Unter Xanax-Einfluss wird man gleichgültig und verliert seine Kreativität. Was sich negativ auf die berufliche Leistung auswirkt. Das wiederum verstärkt Stress und Panik weshalb man noch mehr Xanax schluckt. Nach starkem Alkoholkonsum kann Xanax einen Atemstillstand auslösen (daran starb Whitney Houston).

  • Karin am 22.10.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Droge

    Und in Zürich möchte SP-Stadträtin Claudia Nielsen Kokain entkriminalisieren. Traurig, dass viele der Meinung sind das sei ein gute Idee.