Robert Pattinson

23. Oktober 2017 05:44; Akt: 23.10.2017 05:44 Print

«Man merkt, was für ein Schwachkopf ich bin»

von C. Steiner - Ciao schnulzige Teenager-Romanze: «Twilight»-Star Robert Pattinson begeistert in «Good Time» als knallharter Ganove. 20 Minuten traf ihn in Cannes.

Wir trafen Robert Pattinson im Mai zum lockeren Gespräch am Filmfestival in Cannes. Interview/Produktion: Catharina Steiner
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Das erste Interview, das ich in Cannes führte, war mit dir zu «New Moon», im Jahr 2008. Hunderte Mädchen warteten kreischend auf dich. Welche Erinnerungen hast du an die «Twilight»-Zeit?
Es war wirklich wild. Das war einer der extremsten Momente meines Lebens. Und ich hatte damals keine Verpflichtungen. Ich machte die ganze Zeit Party!

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Über deinen neuen Film heisst es, dass du damit endgültig den Mantel deiner «Twilight»-Vergangenheit ablegst. Siehst du das auch so?
Das habe ich nie aktiv versucht. Wenn ich eine neuen Job annehme, will ich unbewusst das Gegenteil des vorherigen Jobs abliefern. Ich hole zu wilden Schlägen aus, manchmal treffe ich, manchmal nicht. Ich will nicht auf sicher spielen, sondern den Ball aus dem Stadion kicken. Es ist gut zu wissen, dass es manchmal gelingt.

Was hat dich speziell an «Good Time» interessiert?
Mich hat das tolle Drehbuch geflasht. Nach 60 Seiten dachte ich: Wo endet diese Story? Ich habe gehofft, dass es bis zum Schluss so gut bleibt. Die zwei Regisseure haben so ein gutes Ohr für Dialoge, es klingt alles sehr authentisch.

Und an deiner Filmfigur Connie? Er ist alles andere als ein strahlender Held.
Ich mag Figuren, die sehr widersprüchlich sind. Wenn man den Film sieht, weiss man nicht, ob Conny gut oder böse ist. Er bewegt sich in einem Graubereich, und in dem halte ich mich gern auf.

Du hast in den vergangenen Jahren viele kleine Filme gedreht. Würdest du gern mal wieder einen Blockbuster machen?
Klar, wenn etwas Gutes kommt! Die Sache mit solchen grossen Produktionen ist, dass man viel mehr Leute zufriedenstellen muss. Nicht so wie bei «Good Time». Es gab nicht mal wirklich einen Produzenten am Set. Alle waren sehr jung und wollten etwas Wildes machen. Ich vermeide Blockbuster aber nicht per se.

Es gibt viele Franchises, die Schauspieler über Jahre an Filme binden. Wie denkst du nach «Twilight» darüber?
Ja, ich hatte diese Erfahrung und weiss, was es bedeutet. Es sind nicht nur die Dreharbeiten, sondern auch die langwierige Promotion danach. Ich habe über die Jahre gemerkt, dass ich darin nicht sehr gut bin. Wenn ich Tonnen von Interviews gebe, merkt man, was für ein Schwachkopf ich eigentlich bin. Ich vermeide es, zuviel zu sagen.

Deine Ex Kristen Stewart hat in Cannes ihren Kurzfilm vorgestellt. Willst du auch mal Regie führen?
Nicht jetzt. Ich habe das Gefühl, dass ich immer noch als Schauspieler dazu lerne. Eines Tages vielleicht. Ich arbeite mit so tollen Regisseuren, vielleicht färbt das auf mich ab.

«Good Time» startet am 26. Oktober in den Schweizer Kinos.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • No Name am 23.10.2017 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dude

    Ein cooler Typ, bin froh dass er sich von seiner Twilight Rolle lösen konnte. Im Film The Rover hat er mich von seinem Können überzeugt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • No Name am 23.10.2017 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dude

    Ein cooler Typ, bin froh dass er sich von seiner Twilight Rolle lösen konnte. Im Film The Rover hat er mich von seinem Können überzeugt.